Junge Union – wie ein Fähnchen im Wind

Ja, ich gebe zu: Es riecht nach Kampagne, wenn sich der Dudweiler Blog kurze Zeit nach unserem Bericht über die „Umfragebeeinflussung der Jungen Union“ schon wieder negativ mit der Jungen Union befasst. Mit ihrer Profillosigkeit und den wankelmütigen Ansichten liefert die Nachwuchsorganisation der CDU aber auch allen Grund für die Berichterstattung.

Noch vor wenigen Tagen hat sich die JU gegenüber ihren Mitgliedern für eine Große Koalition ausgesprochen und dazu aufgerufen, bei einer Abstimmung auf der SR 1-Facebookseite für diese Option zu stimmen. Kaum sind die Gespräche über eine mögliche Große Koalition geplatzt, ruft der Kreisgeschäftsführer der JU Saarbrücken, Andreas Neumüller, zur Unterstützung bei den Wahlkampfterminen auf.

Und die Meinung von gestern scheint heute nicht mehr zu zählen – denn Neumüller beginnt seinen Aufruf mit dem Satz: „Nach der mutigen aber richtigen und zukunftsweisenden Entscheidung unserer Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die Interessen unseres Landes vor eigene und Parteiinteressen zu stellen steht uns nun ein richtungsweisender Wahlkampf bevor.“

Etwas mehr Mut zur eigenen Meinung, bitte!

Ja – welche Entscheidung war denn nun die richtige: Die Große Koalition oder die Neuwahl. Verfolgt man die Äußerungen der JU, ist anscheinend alles richtig, was die Parteispitze festlegt. Liebe JU – ich wünsche etwas mehr Profil und Mut zur eigenen Meinung, damit wir als Wähler wenigstens etwas die Hoffnung haben, dass es mit der Politik im Land irgendwann auch wieder aufwärts geht. Denn auf wem – wenn nicht auf der Jugend, sollten die Hoffnungen für die Zukunft ruhen …

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9 Thoughts to “Junge Union – wie ein Fähnchen im Wind”

  1. Jörg Jarolimeck

    Lieber Thomas Braun,

    es ist ja allgemein bekannt, dass sich das Dudweiler-Blog, weniger als Informationsplattform für Dudweiler, als als Sprachrohr der Julis Saarbrücken versteht. Das ist natürlich absolut legitim, nur sollte man dann auch dazu stehen, und nicht den Eindruck erwecken, es gehe, am Allgemeinwohl orientiert, um Dudweilerer Themen.

    Ob es guter journalistischer Stil ist, aus internen Mails zu zitieren, müssen die Leser des Dudweiler Blogs entscheiden, die vielleicht auch hin und wieder an ihre Mitglieder Dinge verschicken, die man dann vielleicht nicht eins zu eins in der Zeitung oder im Dudweiler Blog lesen möchte.

    Aber dennoch ist an der Position, die Andras und die gesamte JU vertreten, nichts verkehrt. Wir waren dafür, mit der SPD eine tragfähige Koalition bis 2014 zu schließen. AKK hat aber mit Zustimmung der Gremien und erstrecht der JU (vgl. Beschluss der letzten Landesvorstandssitzung) erklärt, dass Neuwahlen keinesfalls vom Tisch sind. H. Maas, der offenbar keinerlei Interesse an Neuwahlen zum jetzigen Zeitpunkt hat, schien dem Vorhaben einer großen Koalition bis zum Ende der Legislatur gegenüber nicht abgeneigt. Allerdings ist er dann parteiintern wohl so stark unter Druck geraten, dass er in seiner Partei maximal eine Koalition bis 2013 hätte durchsetzen können.

    In einer solchen Konstellation, hätte vom ersten Tag an bis zum dann nicht fernen Wahltermin in der Regierung Wahlkampf geherrscht. Sehr zum Nachteil für unser Land. AKK und alle, die in der CDU Verantwortung tragen, haben das erkannt, und man hat sich für Neuwahlen und für dann hoffentlich klare Verhältnis bis 2017 entschieden.

    Wir nehmen den Wahlkampf an, genau wie FDP, die dabei auch noch auf die Unterstützung des Dudweiler Blogs zählen kann.

    Auf gehts, von stabilen Verhältnisse für unser Land profitiert auch der Bezirk Dudweiler, und um den geht es uns doch oder?

    Herzliche Grüße
    Jörg Jarolimeck
    (Mitglied der CDU-Fraktion des Bezirksrates Dudweiler;
    Mitglied im Kreisvorstand der JU SB-Stadt)

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    1. Thomas Braun

      Es freut mich, endlich mal ein Lebenszeichen der Dudweiler CDU zu bekommen und dass unser Blog auch dort wahrgenommen wird. Offensichtlich gibt es außerhalb der FDP doch noch Dudweiler Politiker, die über Internet verfügen und dieses auch nutzen. Ich hoffe, dass das kein einmaliges Erlebnis bleibt und hier künftig nicht nur Nutzer, sondern auch Mandatsträger öffentlich diskutieren.

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  2. Maz

    „Wir waren dafür, mit der SPD eine tragfähige Koalition bis 2014 zu schließen. “

    HAHA
    der war gut.
    pest und cholera regieren im saarland.
    man sah und sieht ja wozu das in deutschland geführt hat.

    der witz der woche ist ja:
    eine hochrangige fdj funktionärin regiert das land und die linken werden überwacht.
    wer den fehler findet darf ihn behalten.

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  3. Thomas Braun

    Noch ein Eintrag zur Herrn Jarolimek – angeregt durch Ihre Kritik, insbesondere uns nicht als Informationsplattform für Dudweiler, sondern Sprachrohr der FDP zu sehen, habe ich, statt eine Behauptung aufzustellen, die möglicherweise aus subjektivem Empfinden entstanden sein mag, mal die Fakten recherchiert:

    Ich habe in unserem Redaktionssystem eine Suche nach Artikel gestartet, in denen das Wort FDP vorkommt: Von 364 Artikel tauchte das Parteikürzel in 28 Beiträgen auf. (Nur am Rande: Dudweiler taucht in 339 von 364 Texten auf).

    Aber zurück zur FDP: Zu den 28 Artikel zählt der Bericht über die Hartmanns Fahrtkosten-Affäre, den Bruch der Jamaika-Koalition, der Weg zu Neuwahlen und vier Artikel rund ums Krankenhaus (u.a. auch die gemeinsame Resolution aller Parteien zum Krankenhaus).

    Sieben Artikel sind ganz klar „pro FDP“ – resultieren aber aus Pressemeldungen, die wir teils 1:1 eingestellt haben. Einmal FDP taucht auch in der Pressemitteilung der Saar-Piraten auf.

    Weitere Artikel resultieren daraus, dass wir die landespolitische Entwicklung aufs Saarland heruntergebrochen waren: Unsere Anknüpfpunkte waren hier Hartmann (wohnt in Dudweiler) und Tobias Raab (ist Dudweilerer – aber auch als Julis-Vorsitzender im Landesvorstand).

    Nicht vergessen werden soll auch die Berichterstattung zur OB-Wahl (einmal Wahlkampfplakate und einmal beschämende Wahlbeteiligung).

    Soweit die Fakten, wie ich sie nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert habe. Daraus „ein Sprachrohr“ herauslesen zu wollen, halte ich für sehr, sehr subjektiv.

    Jetzt zur CDU: Hier liegen mir 0 Pressemeldungen des Ortsverbandes vor – auch an Mitteilungen der Grünen oder der Linkspartei kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern.

    Und das ist unser Dilemma: Guter, ausgewogener Qualitätsjournalismus kostet Zeit und Geld – das haben wir als privater Blog beides nicht. Wir können keinen Stellungnahmen hinterherlaufen, sondern sind auf Zulieferung angewisen. Gerne würden wir ausgewogener berichten, sind hierzu aber unbedingt auf die Unterstützung der Parteien angewiesen – und sei es nur ein Ansprechpartner, der zeitunabhängig per Mail erreichbar ist und auf Anfragen antwortet.

    Die offensichtliche Einseitigkeit findet sich übrigens nicht nur in der politischen, sondern auch in der bunten Berichterstattung: Zur Kappensitzung der Grünen Nelke konnten wir einen großen Nachbericht liefern, weil wir selbst dabei waren – von den anderen Vereinen nicht. Auch da wären wir auf Zulieferung angewiesen… Wir liefern, wie ich finde, eine interessante Plattform – Sie müssen aber auch die Chance nutzen, sich hier darzustellen.

    Zum Schluss lade ich Sie ein, sich mal durch den Blog zu klicken und zu schauen, was hier wirklich alles über Dudweiler berichtet wird: Kulturveranstaltungen, Polizeimeldungen, Bildungsangebote, öffentliche Diskussionen über Leerstände, über die Krankenhausschließung, über die Parksituation, über den Umbau der Saarbrücker Straße (mit Kosten für die Anwohner), über den Castortransport durch Dudweiler, über …

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  4. Jörg Jarolimeck

    Herr Braun: Ich respektiere Ihre Arbeit. Aber Sie sollten auch akzeptieren, dass ich bewusst schlecht recherchierte Schmähartikel, die sich aus eklektisch ausgewählten, internen Emails, die sich keinesfalls als Pressemitteilugen verstehen, speisen nicht unkommentiert lasse und das ein oder andere richtig stelle. Das, was Sie hier machen, riecht nicht nur nach Kampagne, wie Sie selbst einräumen, es ist eine Kampagne. Diese Art der „Berichterstattung“ trägt nichts zum Thema Dudweiler bei. Ihre Einlassung, dies alles habe es doch schon einmal gegeben, Sie meinen wahrscheinlich im NS- oder SED-Staat, spricht der Geschichte der JU Deutschlands Hohn, zeugt leider nicht von besonders hohem Reflexionsniveau, erfordert Widerspruch und lässt Zweifel an der Ernsthaftigkeit und Objektivität dieses journalistischen Projekts, gegen das per se natürlich nichts einzuwenden ist, aufkommen.

    Mal sehen, ob wir Ihnen künftig etwas zuliefern.

    Herzliche Grüße

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    1. Thomas Braun

      Ehrlich und ohne Hohn: Das ist die Art der Diskussion, die ich mir für den Blog wünsche – und ich lasse mich auch gerne überzeugen, wenn ich über das Ziel hinausschieße. Ich habe mich vielleicht von der persönlichen Enttäuschung leiten lassen, dass die Organisation, die früher einen eigenen Kopf hatte und sich in erster Linie für die Projekte interessierte, die nicht nur politisch motiviert waren, sondern vor allem der Jugend zu Gute kamen – dass diese Junge Union jetzt so rückhaltslos hinter der Entscheidung der „Großen“ steht … und die eigene Meinung nicht mehr wirklich durchblitzt.

      Aber: Der geschichtliche Vergleich war tatsächlich unangebracht und wurde entfernt. Entschuldigung!

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  5. Harald Groß

    An Herrn Jarolimeck.

    Ich habe mit Interesse aber auch mit Verwunderung ihren Kommentar zu diesem Artikel gelesen.
    Insbesondere den Teil, bei dem sie nicht darauf eingegangen sind, das es die CDU, sowie die SPD genauso so wie andere bisher versäumt haben, sich mit dem Dudweiler-Blog zu beschäftigen, so wie die FDP das getan hat.
    Bevor komplett haöltlose Verdächtigungen aufkommen, ich bin kein Sympathisant, weder der FDP, noch sonst einer anderen Partei.
    Meiner kleinen bescheidenen Meinung nach, ist keine der Parteien die sich zur Wahl stellen, auch nur ansatzweise fähig die Aufgaben die sich Landes-und Bundesweit aufzeigen, auch nur annähernd lösen zu können.
    Davon abgesehen, ist es für mich doch auffällig, dass sie jetzt schon der zweite sind, der dem Dudweiler-Blog unterstellt einseitig Partei zu ergreifen obwohl er dies in keiner Art und Weise beweisen kann.
    Noch seltsamer ist es doch, dass erst jetzt, wo es in den Wahlkampf geht, sich überhaupt mal jemand bequemt, hier mal ein Auge zu riskieren.
    Und prompt kommt wieder eine der haltlosen Anprangerungen dabei heraus, die man von den etablierten Parteien gewohnt ist.
    Sie -oder ihre Partei- haben es stets versäumt sich hier zu beteiligen.
    Und jetzt haben sie die Frechheit von „schlecht recherchierten Schmähartikeln“ zu reden?
    Anstatt rumzujammern, könnten sie ja auch mal etwas tun, das die Politik -und ihre Vertereter- in einem besserenn Licht zeigen würde.
    Stattdessen klagen sie hier herum.
    Dass ist zwar ihr gutes Recht, zeigt aber keinerlei Ansatz zu einer, wenn auch nur maginalen, Verbesserung.
    Ihre Art und Weise des drumherumredens, zeigt jedenfalls das sie auf dem besten Weg sind ein „Politiker alter Schule“ zu werden….aber leider haben wir von denen ohnehin schon viel zu viele.
    Ein schlechteres Zeugnis wie ihre Beiträge hier, hätten sie ihrer Partei nicht ausstellen können.

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  6. W. Groß

    tja , es sieht so aus als sehe man das cdu schiff sinken.
    daher wird noch wie wild herumgerudert wärend der eine Käptn
    (H.Müller ) das sinkende schif noch beizeiten verlassen hat .
    nach der berichterstattung über die bezüge und pensionen die
    das bankrotte saarland nun auch noch aufbringen muss kann ich nur den
    kopf schütteln ……..

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  7. Maz

    CDU/CSU-Politiker wollen Internet-Zensurgesetz auch für Deutschland durchsetzen

    Der sogenannte SOPA, „Stop-Online-Piracy-Act“ sorgt derzeit in den USA für Unruhe. Nun haben sich Politiker der CDU/CSU geäußert, auch ein solches Zensurgesetz für Deutschland zu wollen.

    In einer Pressemitteilung hieß es, dass man „einer Handvoll notorischer Hochstapler und Betrüger das Handwerk“ legen müsse. Laut der Erklärung würden unter anderem die Grünen somit „geldgierigen Internetkriminellen“ zur Seite stehen, indem sie das SOPA-Gesetz in den USA kritisieren.

    Der Fall „MegaUpload“ würde klar machen, dass man dem Internet „einen klaren Rechtsrahmen“ aufdrücken müsse.

    ……
    na das passt doch. dann kan die cdu/csu eben alles mundtot machen was ihnen gerade nicht in den kram passt. auch einen solchen blog.

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