Dudweiler Bahnhof ist für die Deutsche Bahn anscheinend nur noch eine Belastung

Ein Beitrag von Harald Groß:

Angeregt durch einen Eintrag von Frau Ulrike Neumann bei dudweiler-blog.de, habe ich mich mal mit dem Thema Dudweiler Bahnhof beschäftigt. Ich kenne den Bahnhof aus den 80er Jahren und hatte von daher überhaupt keine Ahnung wie es jetzt dort aussieht.
Zuerst mal eine kurze Recherche im Internet. Dabei kam heraus, dass sich bereits vor einem Jahr, im November 2010, ein Bürger aus Dudweiler bei der BILD-Zeitung über den Zustand des Bahnhofes geärgert hatte. BILD hatte nachgefragt und bekam folgende Antwort.

„…Wieso lässt die Deutsche Bahn diesen Bahnhof so verkommen? Ein Bahnsprecher erklärt gegenüber BILD: „Es handelt sich hier um ein altes Empfangsgebäude, das für die Bahn keinen betrieblichen Nutzen mehr hat.“Das sei auch der Grund, warum es nicht mehr saniert werde. Mit dem Betrieb des Bahnhofs habe das aber nichts zu tun….“
Quelle: Bild.de im Nov. 2010


Das sich seitdem der Zustand des Gebäudes nicht verbessert hat, war mir klar. Da ich mir davon selbst ein Bild machen wollte, bin ich mal hingefahren. Also, was die Deutsche Bahn ihren Kunden hier zumutet ist ein starkes Stück. Es starrt überall vor Dreck, natürlich gibt es auch die unvermeidlichen Sprüche an allen möglichen Wänden und im Durchgang unter den Gleisen riecht es nach Urin. Wenn ich mir vorstelle, dass ich morgens, direkt nach dem Frühstück, durch solch einen Ekeltunnel muss bevor ich in den Zug zur Arbeit oder Schule steige…da würde ich mich auch fragen warum ich der DB auch noch Geld dafür zahlen soll.
Wie schon von Frau Neumann angeregt, wäre es doch mal ein Thema für unsere Lokalpolitiker bei der Bahn wenigstens anzufragen wieso den Bürgern so etwas vom größten Personenbeförderer Deutschlands zugemutet wird. Mehr als anfragen kann die Politik hier aber auch nicht, weil Die Bahn schon vor mehreren Jahren privatisiert wurde. Von daher wird sich Die Bahn, wie immer, auf leere Kassen berufen, bedauernd mit den Schultern zucken und darauf hinweisen, dass sie jetzt schon seit einiger Zeit erfolglos nach privaten Interessierten sucht. Jedenfalls lässt das ein lieblos an einem der oberen Fenster befestigten, kaum lesbaren, na ja …nennen wir es „Aushang“ vermuten.
Alles in allem, ist es eine Zumutung, von seinen Kunden zu verlangen, durch solch ein Dreckloch zu ihrem Zug gehen zu müssen. Nachfolgend noch einige Bilder, die den aktuellen Zustand des sogenannten Dudweiler Bahnhof´s zeigen.

Dieses Bild dokumentiert den Elan, mit dem Die Bahn nach „Interessierten“ sucht!
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9 Thoughts to “Dudweiler Bahnhof ist für die Deutsche Bahn anscheinend nur noch eine Belastung”

  1. Hans

    Man könnte doch analog zur Kehraktion in der Fußgängerzone eine „Malaktion“ durchführen. Ein Eimer Farbe, gespendet von Dudweiler-Politikern, Pinsel und Rolle und auf geht es. Motto unser Bahnhof soll schöner werden!

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    1. Uwe

      @Hans

      So etwas ging mir auch schon durch den Kopf, jedoch sind mehr als nur Malerarbeiten notwendig.

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  2. Axel

    Das sieht andernorts im Saarland nicht besser aus.

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  3. Bevor man an Farbe denkt, sollte man mal mit Hilfe der Dudweiler Feuerwehr und viel Wasser die Unterführung ausspritzen, damit wenigstens der ärgste Gestank verschwindet …

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  4. Uwe Caspari

    Ich bin auch der Meinung, dass dort wo sich die zuständige Stelle weigert einzugreifen die Bürger eben selbst ran müssen.

    Aber geben wir der Bahn damit nicht die Legitimation dafür, dass sie den Bahnhof herunterkommen lassen? Warum sollte der Konzern dann je wieder Geld in die Hand nehmen dafür, wenn ja bei nichtstun sich das Problem „von selbst“ erledigt, weil wir das übernehmen?

    Oder wie seht ihr das?

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  5. Harald Groß

    Hallo an alle 🙂

    Im Prinzip, könnte man natürlich eine Aktion starten und mit ein bisschen Eigeninitiative den Bahnhof wieder einigermaßen herrichten. Allerdings gibt es da auch einige Hindernisse!
    Zuerst einmal, ist das Gebäude Besitz der Bahn. Da kann man nicht einfach so hingehen und den Pinsel schwingen. Wenn die Bahn einem böse will, hat man da schnell eine Anzeige wegen Sachbeschädigung am Hals, obwohl man dem Gebäude eigentlich nur gutes wollte.
    Dazu kommt, dass es mit einem Eimer Farbe, Pinsel und Rolle nicht getan ist. Das wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
    Es sind umfangreiche und finanziell aufwendige Arbeiten durchzuführen, damit das ganze auch nur annähernd gut aussieht.
    Und selbst wenn man das auch noch schaffen sollte, ist niemand da, der verhindert das irgendwelche Vollhirnis das ganze wieder in den alten Zustand versetzen. Inklusive Brandstiftung, Wände beschmieren und ähnlichen Steinzeitintelligenz-Aktionen.
    Es wäre natürlich was anderes, wenn sich jemand mit Finanzkraft und Engagement um das Gebäude kümmern würde. Aber bei dem „Elan“ mit dem die Bahn hier vorgeht (siehe den sogenannten „Aushang“ am Gebäude selbst, oder hier auf dem Foto) ist damit wohl eher nicht zu rechnen.
    Von daher wird es damit- meiner Meinung nach- wahrscheinlich nichts werden.
    Aber ich lasse mich sehr gerne eines besseren belehren 😉

    Grüße 🙂
    Harald Groß

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  6. Das ist ein schweres Thema, Uwe, dass Du da anschneidest.

    Sicherlich wäre es für Freiwillige, Bezirksverwaltung, Feuerwehr kein Problem; den Bahnhof und Unterführung auszuspritzen und grob zu reinigen, dass es ansatzweise gut aussieht (zumindest bis die ersten Dreckschw…) wieder unterwegs sind, aber warum? Warum gerade bei einem millionenschweren Konzern?

    Ich habe Verständnis dafür, dass Bürger für die Kommune Leistungen erbringen müssen (sei es Geld, sei es Kehren des Bürgersteiges bis zur Straßenmitte, wo die ZKE nicht reinigt); aber auf einem „Firmengelände“?!?

    Was wäre dann der nächste Schritt? Freiwillige mähen den Rasen von Privatgärten, damit es schöner aussieht?

    Ich denke, eine Reinigungsaktion am und im Bahnhof wäre sehr öffentlichkeitswirksam, und würde eher einen „Zugzwang“ für die Bahn schaffen statt eine Legitimation … welcher Konzern ließt schon gerne in der Zeitung: „Bürger greifen ein, weil Konzern unfähig“ …

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    1. Uwe Caspari

      Da hast du natürlich auch wieder recht, es wäre natürlich durchaus im Sinne der Bahn, wenn das nicht zu sehr durch die Medien ginge wie es in Dudweiler aussieht am Bahnhof.

      Andererseits verstehe ich nun deinen Standpunkt nicht, oder besser gesagt, ich habe nicht durchgeblickt, welche Meinung du hier vertrittst.

      Du sagst, es kann nicht angehen, dass Bürger einem Konzern die Arbeit machen und als nächstes kämen dann die Gärten. Andererseits sagst du, es wäre Öffentlichkeitswirksam. Was schlägst du nun vor?

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      1. Ich schlage eigentlich gar nichts vor und habe mich auch noch nicht auf einen Standpunkt festgelegt, es sind halt nur zwei Betrachtungsweisen …

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