Marinekameradschaft lud ein zum 12. Ankerfest

12. Ankerfest Dudweiler

(Pressemitteilung) Marinekameraden und deren Gäste trotzten dem Nachmittagsregen

Bis zum Nachmittag meinte es der Wettergott noch gut mit den Dudweiler Marinekameraden. Bei herrlichem Sonnenschein verwandelten etwa 20 Männer und Frauen schon morgens um acht Uhr die Rasenfläche rund um den Anker des ehemaligen Zerstörers Lütjens in der Sulzbachtalstraße in einen maritimen Festplatz. Da waren viele Hände gefordert, denn pünktlich um halb elf sollte der ökumenische Eingangsgottesdienst stattfinden. Mit dem Glockenschlag zu Beginn waren bereits zahlreiche Gäste vor Ort, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und zu beten. In seiner lebendigen wie eindrucksvollen Predigt stellte Pfarrer Pörsch mehrfach Vergleiche an zwischen Begebenheiten aus der Seefahrt und dem Lebensalltag von uns Menschen. Er verwies auf die tragende Bedeutung des Ankers für ein Schiff und appellierte, dass auch wir Erdenbürger oftmals einen Anker benötigen, um zur Ruhe und zur Besinnung zu kommen. Selbst die Kollekte stand in einem unmittelbaren Zusammenhang zur Seefahrt. Sie kommt der Seenotrettung im Mittelmeer zugute, die ja zurzeit nicht aus den Schlagzeilen kommt.

Nach dem Gottesdienst eröffnete der Vorsitzende der MK, Günter Hary, gemeinsam mit dem Schirmherrn der Veranstaltung das 12. Ankerfest. Für diese ehrenvolle Aufgabe hatte sich der neue Bezirksbürgermeister von Dudweiler, Ralf-Peter Fritz, zur Verfügung gestellt. Den musikalischen Auftakt gab Axel Schweitzer. Mit Schlagermusik und Oldies brachte der engagierte Alleinunterhalter bereits zur Mittagszeit sichtlich Schwung in die Festzelte. Am Nachmittag übernahm schließlich der Shantychor der Marinekameradschaft ‚Teddy Suhren‘ Zweibrücken das musikalische Ruder. Mit Kuchen, frisch geräucherten Forellen, Schwenkbraten und Rostwürstchen sowie allerlei Getränken waren für jedermann reichlich Köstlichkeiten vorhanden. Selbst für die Unterhaltung der kleinen Seeleute war gesorgt. Die Kameraden Christian Rodewald und Jerome Debief bespaßten sie in der Marinespieleecke, wo sie Miniaturholzschiffe schnitzten und sie mit Segeln versahen. Außerdem konnte sich die kleinen „Leichtmatrosen“ im Wurfleinenweitwurf messen.

Auch auf den Schirmherrn lauerte zum Schluss der Veranstaltung eine ganz besondere Herausforderung. Er sollte ein 21-teiliges Puzzle zusammenbauen, das ein Foto des ehemaligen Patenschiffs des Saarlands zeigte. Attraktive Preise lockten die Gäste zuvor, an dem Gewinnspiel teilzunehmen. Sie konnten gegen kleines Geld tippen, wie lange er brauchen würde, diese knifflige Aufgabe zu meistern. Ralf-Peter Fritz ging besonnen zu Werk, ließ sich durch den einsetzenden Regen nicht aus der Ruhe bringen und setzte schließlich nach 5 Minuten und 16 Sekunden das letzte Teil ins Bild. Die anschließende Siegerehrung, die Bürgermeister Fritz noch mit einem gemeinsamen Essen für zwei Personen bereicherte, wurde schließlich von einer weiteren unterhaltsamen Note gekrönt. Der Stuttgarter Jürgen Kläger, Mitglied der MK Dudweiler, verzichtete auf seinen Hauptgewinn, eine Reise für zwei Personen zum Ostseebad Laboe, und tauschte diesen ein gegen den vierten Preis, ein Gemäldedruck eines Zerstörers der Lütjens-Klasse. Rudolf Seidel aus Markt Lappersdorf, ebenfalls Mitglied der MK, der das großformatige Bild gewonnen hatte, willigte in den Tausch ein, so dass es am Ende nur glückliche Gewinner gab.

Dass das Ankerfest am späten Nachmittag sprichwörtlich „im Regen stand“, störte keinen so richtig. Seeleute sind mit dem Element Wasser ohnehin bestens vertraut und die Gäste sowie die Musiker, allesamt nicht aus Zucker, rückten in den Zelten zusammen und bewiesen ihr Standvermögen.

Das Ankerfest der Marinekameradschaft Dudweiler ist schon seit 12 Jahren ein verlässlicher und beliebter Programmpunkt im Veranstaltungskalender von Dudweiler. Seitdem der Anker des Zerstörers Lütjens 2007 in Dudweiler aufgestellt wurde, wird er von vielen ehemaligen Zerstörerfahrern als sichtbares Zeichen für ihre einstige Fahrenszeit auf den Zerstörern der Lütjens-Klasse verstanden und zu den Ankerfesten auch angesteuert. Der Zerstörer Mölders, Schwesterschiff der beiden Schiffe Lütjens und Rommel, steht als Museumsschiff im Deutschen Marinemuseum in Wilhelmshaven und kann dort mit einem Rundgang an Bord besichtigt werden.

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