Piraten fordern mehr finanzielle Unterstützung für die Saar-Uni

(Pressemitteilung)Anlässlich des Thementages „Uni in Not“ fordern die Piraten im Saarland, dass die Universität des Saarlandes mehr finanzielle Unterstützung erhält, um ihre Aufgabe als Volluniversität mit einem breiten Fächerangebot in der saarländischen Hochschullandschaft zu erfüllen.

Gerd Rainer Weber, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der Saar-Piraten zur Landtagswahl, kritisiert die Sparmaßnahmen, fehlendes Personal und den schlechten baulichen Zustand der Universitätsgebäude: „Man muss nur einmal mit offenen Augen über den Campus gehen, dann fällt eines direkt auf: Die Bausubstanz etlicher Gebäude verfällt in erschreckendem Maße. Das wenige Geld, das die Universität bekommt, reicht kaum aus, um den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten, geschweige denn, der Aufgabe als regionale „Volluniversität“ nachzukommen. Dazu sind massive Erhaltungsinvestitionen in die Substanz erforderlich, und das neben einer sicherzustellenden guten personellen Ausstattung.
Es ist sicher richtig, Schwerpunkte besonders zu fördern, wie z.B. die Informatik, die aus diesem Grund ja auch viele Fördermittel vom Bund und der EU enthält, abgesehen von sehr erfolgreicher Zusammenarbeit mit Firmen wie Google oder Intel. Es ist auch unabdingbar, in einigen wenigen Gebieten Spitzenleistung zu bieten, die sich dann beispielsweise durch Exzellenzcluster manifestiert.
Andererseits muss aber auch eine ausreichende Breite an Kernfächern, wie Jura, Betriebswirtschaft, wichtigen Geisteswissenschaften und den naturwissenschaftlichen Kernfächern gewährleistet bleiben. Das ist nur möglich, wenn das Land der Bildung, und hier eben der Hochschulbildung, einen besonders hohen Stellenwert einräumt, der sich dann auch in der entsprechenden Finanzierung niederschlägt.“

Lea Laux, Landesliste Platz 2 und Spitzenkandidatin für den Wahlkreis Saarlouis, ergänzt: „Es ist für das Saarland sehr wichtig, Wissenschafts- und Forschungsstandort zu bleiben. Die saarländische Hochschullandschaft braucht daher eine funktionierende und finanziell gut ausgestattete Volluniversität. Wir wollen wirtschaftlich und wissenschaftlich natürlich weiter nach vorne und das ist nur möglich durch Bildungsinvestitionen. Das sind Investitionen in die Zukunft, die wir schnellstmöglich getätigt werden müssen, ehe wir den bedeutendsten saarländischen Wissenschaftsstandort verlieren bzw. dieser zunehmend an Attraktivität und Funktionsfähigkeit verliert. Jeder Euro, der in die Uni investiert wird, zahlt sich doppelt aus, was diverse Studien belegen. Im Wandel von der Tätigkeits- zur Wissensgesellschaft ist die Bildung unser wichtigster Rohstoff.“

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