einzig.ART.ich e.V. präsentierte Weihnachtsmusical

(Pressemitteilung) Standing-Ovations für „Der kleine Lord“

Dazu teilt der Verein mit:
> „Gerade in solchen krisengeschüttelten Zeiten braucht man etwas, was das Herz erwärmt“ findet Daniela Schorr aus Heiligenwald. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Martha Mertiny und Anke Krummenauer aus Landsweiler-Reden besuchte sie am Freitagabend die Premiere des Musicals „Der kleine Lord“ in der Quierschieder Q.lisse. Sie sind Fans der ersten Stunde von der Musical- und Schaubühne „einzig.ART.ich“ und haben alle Produktionen der Truppe seit seiner Gründung 2019 gesehen. „Jedes war auf seine Weise toll. Ich habe selbst als Kind im Kinderchor gesungen und ein Musical einstudiert und weiß, wie viel Arbeit hinter einer solchen Produktion steckt“ erkennt sie voller Begeisterung an. “ ´Der kleine Lord´ gehört für mich seit frühen Kindertagen zur Weihnachtszeit wie Plätzchen und Tannenbaum“ sagt Quierschieds Bürgermeister Lutz Maurer. Dass sich die anrührende Geschichte aber auch gut als Musical erzählen lässt, beweist eindrucksvoll die mitreißende Inszenierung des Ensembles von „einzig.ART.ich e.V.“.

Als „Weihnachtsmusical für die ganze Familie“ wurde das Stück im Vorfeld beworben und diesem Ziel wird es voll gerecht. Die rührselige Verfilmung von 1980 flimmert jedes Jahr zur Weihnachtszeit über die Fernsehbildschirme in die Wohnzimmer der Nation. Nun bringt der Quierschieder Verein die Geschichte als Musicaladaption von Christian Berg und Melanie Herzig mit der Musik von Konstantin Wecker auf die Bühne und trifft damit mitten ins Herz. Wecker selbst hat gemeinsam mit der saarländischen Ministerin für Bildung und Kultur, Christine Streichert-Clivot, die Schirmherrschaft über die Inszenierungen übernommen.

Foto: Christian Walter
Insgesamt standen 30 ehrenamtliche Akteure beim Musical „Der kleine Lord“ auf der Bühne.

Die Premiere in der rappelvoll besetzten Q.lisse begeisterte am Freitagabend das Publikum. Bereits seit Wochen waren die fünf angesetzten Termine restlos ausverkauft. Auch für den eingeschobenen Zusatztermin gab es schnell keine Karten mehr. Mit insgesamt über 60 ehrenamtlichen Akteurinnen und Akteuren im Alter zwischen sieben und sechzig Jahren auf, hinter und vor der Bühne führt der Verein mit dem Stück sein erstes komplettes Musical auf. Seit über einem halben Jahr plante und probte, baute und nähte das Team bis zur kleinsten Nebenrolle mit viel Liebe zum Detail. Und es hat sich gelohnt. Am Ende waren alle Vorstellungen ausverkauft. Das Ensemble verstand es von der ersten Minute an, die Zuschauer – unter ihnen auch zahlreiche Kinder – in seinen Bann zu ziehen. Die Darsteller überzeugten schauspielerisch und gesanglich auf ganzer Linie. In der ersten Szene entführen sie in einem bemerkenswert ausgeklügelten Bühnenbild und vielen Requisiten das Publikum in das New York des 19. Jahrhunderts. Wir lernen den kleinen Halbwaisen Cedric und dessen Geschichte kennen und erfahren, wie verpönt das „Aristokraten-Pack“ beim einfachen und ärmlichen Volk ist. Joelle Titeux überzeugt mit ihrer großartigen Darstellung in der Titelrolle des kleinen liebenswerten Jungen und spielt sich von der ersten Minute an in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Die besten Freunde Cedrics sind der Ladenbesitzer Mr. Hobbs (Armin Dissieux) und Schuhputzer Dick (Dennis Heidrich). Schon bald erscheint der vornehme Rechtsanwalt Mr. Havisham (Alexander Ahr Pereira) und teilt Cedrics warmherziger und einfühlsamer Mutter, Mrs. Errol (Sarah Pelzer), mit, dass ihr kleiner Sohn der künftige Lord Fauntleroy sei und an der Seite seines hartherzigen Großvaters (Christof Roeder) auf dessen englischem Schloss Dorincourt leben soll. Die Mutter jedoch sei dort unerwünscht, da sie nach Auffassung des Aristokraten nicht standesgemäß ist. Während vor dem Vorhang Cedric Abschied von seinen Freunden nimmt, verwandelt sich dahinter die Bühne vom New Yorker Markt in ein prunkvolles englisches Schloss. Auch die Kostüme verändern sich; anstelle der einfachen und geflickten Straßenkleider tragen die Darsteller nun edle Stoffe und Adelsgewänder. Der unbekümmerte Cedric erfährt nichts von der Verbitterung seines Großvaters – im Gegenteil. Im Laufe Zeit gelingt es ihm mit seiner fröhlichen und unbekümmerten Art, das harte Herz seines Großvaters zu erweichen und Mitgefühl in ihm zu wecken. Der Glaube an die Liebe und Güte seines Großvaters zeigt Wirkung und am Ende wird auch die bisher verschmähte amerikanische Mutter in die Familie aufgenommen. Herzergreifend wie die fesselnde Geschichte sind auch die ins Ohr gehenden Lieder. Tanzeinlagen mit schwungvollen Choreografien, überraschende kleine Spezialeffekte und humorvolle Szenen ergänzen die grandiose Inszenierung. Es wird gesteppt, gezankt, gelacht, geweint, gesungen und getanzt, dass es nur so eine Freude ist. Das Ensemble und der Chor verkörperten die unterschiedlichen Charaktere mit ganz großer Spielfreude, sehr viel Leidenschaft und überzeugendem Können.

„Ich habe nun schon eine Weile verfolgt, wie ihr Euch auf dieses Musical vorbereitet habt und als Team zusammengewachsen seid. Das Ergebnis auf der Bühne kann sich sehen lassen. Ihr seid voller Begeisterung und brennt für das, was Ihr macht und das überträgt sich auf Euer Publikum“ lobte die Kultusministerin am Ende der Vorstellung. Die begeisterten Zuschauer belohnten die Leistungen ebenfalls zu Recht mit lang anhaltendem Jubel und einem fast zehnminütigen Schlussapplaus und stehenden Ovationen. <

Beitragsbild: Foto: Petra Pabst

Beitragsbild: Mr. Hobbs (Armin Dissieux) in einer Szene mit dem kleinen Lord (Joelle Titeux)

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