Schwarzfahren wird deutlich teurer

(Pressemitteilung) Wer ohne Ticket fährt, zahlt künftig mehr. Voraussichtlich zum 1. Juli wird das sogenannte „Erhöhte Beförderungsentgelt“, das man zahlen muss, wenn man ohne gültige Fahrkarte in Bus oder Bahn erwischt wird, erhöht. Es kostet dann 60 statt bisher 40 Euro.

Das Bundesverkehrsministerium hat die dafür notwendigen Verordnungen zum Personenbeförderungsgesetz und Allgemeinen Eisenbahngesetz entsprechend geändert. Diesen Änderungen hat der Bundesrat Anfang Mai abschließend zugestimmt.

Saarbahn-Geschäftsführer Andreas Winter unterstützt diese Anhebung: „Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer an Schwarzfahrern in unseren Bussen und Bahnen zwischen drei und vier Prozent liegt, dabei sprechen wir von entgangenen Einnahmen von bis zu einer Million Euro. Ein immenser Schaden, der unserem defizitären Verkehrsbereich damit entsteht.“

Saarbahn setzt mehr Kontrolleure ein

Um Schwarzfahrern auf die Schliche zu kommen, setzt die Saarbahn künftig verstärkt Fahrausweisprüfer ein. In den Abend- und Nachtstunden übernehmen die Sicherheitskräfte die Kontrollen. „Die Entscheidung von Bund und Ländern ist ein wichtiger Schritt für die Branche, aber auch für unsere ehrlichen Fahrgäste. Denn diese Kunden zahlen mit ihren Tickets für den entstandenen Schaden mit“, so Winter.

Laut Angaben des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) gehen den deutschen ÖPNV-Unternehmen mittlerweile durch Schwarzfahrer jährlich rund 250 Millionen Euro an Fahrgeldeinnahmen verloren.

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