Dezernentenstelle wird gestrichen – nicht der Kulturetat

Rathaus St. Johann Saarbrücken Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken
Rathaus St. Johann Saarbrücken Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken

Nach der Ankündigung der rot-rot-grünen Koalition im Saarbrücker Stadtrat, die Stelle des derzeitigen Kulturdezernenten künftig abzuschaffen, schlagen die Wellen vor allem bei Kulturinteressierten hoch. Deshalb hat jetzt die Linke noch einmal klar gestellt: „Es wird nicht am Kulturetat gespart und auch keine Stelle in den Ämtern gestrichen.“

(Pressemitteilung) Zur Kritik der Saarbrücker Kulturszene an der Streichung des Kulturdezernats erklärt Claudia Kohde-Kilsch, Vorsitzende der Linksfraktion im Stadtrat Saarbrücken:

„Die Kultur wird in der Stadt weiterhin eine herausgehobene Rolle spielen. Die Befürchtungen, dass die Kulturlandschaft in Saarbrücken nun zusammenbricht, sind unbegründet. Vielmehr wird die Zuständigkeit für Kultur innerhalb der Verwaltungsspitze neu aufgeteilt, so dass künftig weiterhin ein Dezernent für die Kultur zuständig sein wird. Ich kann die Sorgen der Künstlerinnen und Künstler durchaus verstehen, die durch diese Diskussion befürchten, die Kultur habe keinen hohen Stellenwert mehr für die Stadt und den Stadtrat. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Wir haben in den letzten Jahren erreicht, dass kein Cent bei der Kulturförderung gekürzt worden ist, das kommunale Programmkino Filmhaus nicht privatisiert sondern gerettet wurde und gleichzeitig die freie Kulturszene mit dem Alten Feuerdrachen neue Raum erhalten hat. Wir haben durch die SozialCard auch für Menschen mit schmalerem Geldbeutel Zugang zum Filmhaus, der Stadtbibliothek und der Musikschule – Zugang zu Kulturangeboten also – gegeben. Wir wollen auch künftig die freie Szene in Musik, Theater, bildender Kunst, Literatur, Kino und Publizistik unterstützen und stärken, die kulturelle Vielfalt unserer Stadt erhalten und gezielt auch neues wagen. Das wird auch mit einer veränderten Organisationsstruktur an der Verwaltungsspitze funktionieren. Denn es wird nicht am Kulturetat gespart und auch keine Stelle in den Ämtern gestrichen.“


Sowohl CDU, als auch FDP hatten in Ihren Stellungnahmen zur Ankündigung der Stellenstreichung positiv reagiert. Die Abschaffung der Dezernentenstelle sei ein richtiger Schritt. Gleichwohl dürfe die Kultur nicht auf der Strecke bleiben. Eine Neuaufteilung des Ressorts auf bestehende Dezernate werde konstruktiv begleitet.

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