Gemeinsame PresseerklĂ€rung von CDU, B90/Die GrĂŒnen und FDP im SaarbrĂŒcker Stadtrat:
Die SaarbrĂŒcker Stadtratskoalition aus CDU, B90/Die GrĂŒnen und FDP hat im Rahmen ihres Koalitionsausschusses die Einrichtung einer ersten Fahrradzone fĂŒr die Landeshauptstadt beschlossen.
Diese soll im Nauwieser Viertel eingerichtet werden. Eine entsprechende Vorlage wird die Gremien des Stadtrates durchlaufen. Auch die Umwidmung der HohenzollernstraĂe zur ersten FahrradstraĂe des Saarlandes geht in die Umsetzung.
âDamit die Verkehrswende in SaarbrĂŒcken gelingt, mĂŒssen wir alle infrastrukturell möglichen MaĂnahmen nutzen, um die umweltfreundlichen Verkehre, darunter auch den Radverkehr, zu stĂ€rken. Einen wichtigen Schritt hierzu wollen wir nun mit der Einrichtung einer ersten Fahrradzone fĂŒr SaarbrĂŒcken, und zwar im Nauwieser Viertel, auf den Weg bringen. Bereits wĂ€hrend der Koalitionsverhandlungen im vergangenen Herbst wurde das Thema Fahrradzone diskutiert und in den gemeinsamen Koalitionsvertrag von CDU, GrĂŒnen und FDP aufgenommen. Am 14.2. hat der Bundesrat als letzte Instanz schlieĂlich eine Ănderung der StraĂenverkehrsordnung beschlossen, die die EinfĂŒhrung von Fahrradzonen ermöglichtâ, erklĂ€rt der verkehrspolitische Sprecher von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen im Stadtrat, Torsten Reif.
Bei Fahrradzonen handelt es sich um Netze von FahrradstraĂen. In solchen StraĂen mĂŒssen sich Autofahrer*innen der Geschwindigkeit der Radfahrer*innen anpassen, es herrscht Ăberholverbot und generell eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
âDie Koalition hatte die Verwaltung im Vorgriff auf die Entscheidung des Bundesrates bereits beauftragt, eine mögliche Fahrradzone fĂŒr das Nauwieser Viertel zu planen. Diese Planungen sollen jetzt zĂŒgig umgesetzt werden. Wir sind der Auffassung, dass die Anwohner und Besucher des Viertels besonders von der Einrichtung einer solchen Zone profitieren werden. Erstens wird sich die LĂ€rmbelastung verringern, da sich der motorisierte Verkehr der Geschwindigkeit der Radfahrer anpassen muss, und zweitens erhöht sich damit einhergehend die Verkehrssicherheitâ, erklĂ€rt der Fraktionsvorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Dr. Helmut Isringhaus.
Die Koalition begrĂŒĂt, dass die Verwaltung nun ebenfalls die Vorarbeiten fĂŒr die Umwidmung der HohenzollernstraĂe zur FahrradstraĂe angehen wird. âDemnach sollen in mehreren Schritten die baulichen Voraussetzungen dafĂŒr geschaffen werden, um einen Teilabschnitt der HohenzollernstraĂe (zw. Neumarkt und RoonstraĂe) noch in diesem Jahr als FahrradstraĂe zu deklarieren. FĂŒr den zweiten Teilabschnitt (zw. RoonstraĂe und Malstatter StraĂe) sind vorbereitende MaĂnahmen in gröĂerem Umfang erforderlich, deshalb wird dieser erst spĂ€ter offiziell zur FahrradstraĂe. Mit dieser Einrichtung der FahrradstraĂe stĂ€rken wir die wichtige Radverkehrsachse zwischen HTW und Saar-Uniâ, so Hermann Hoffmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion und verkehrspolitischer Sprecher.
