Was einem in Dudweiler so auffällt – zugleich ein wenig „Müllabfuhrgeschichte“

(Blog-Bericht-hs) Historischer Mülleimer – vor etwa zwei Wochen im Wald hinter der Weiheranlage im Tierbachtal gesehen

Unter der Überschrift „Was einem in Dudweiler so auffällt“ in lockerer Folge einige „Mitbringsel“ des Flanierens durch und des Fotografierens in Dudweiler:

Als die Müllfahrzeuge in Dudweiler noch Äschewähn genannt wurden, waren es zuerst Laster mit offener Pritsche, auf die die Äschekiwwel (einfache Blechkübel mit Griff), die wegen der verbreiteten Kohlefeuerungen zumeist wirklich nur Asche enthielten, ausgekippt wurden – eine sehr schwere und extrem schmutzige Knochenarbeit für die Müllmänner, die die Kübel über die Schulter ausleeren mussten. Im Verlauf der 1950er Jahre schaffte die Gemeinde Dudweiler erstmals geschlossene Müllfahrzeuge mit einer Kippvorrichtung an und es wurden funktionelle Müllbehälter aus Metall ausgegeben. So ein Eimer hat sich im Wald oberhalb der Tierbachstraße erhalten.
Die auf dem Deckel der Tonne lesbare Firmenname SULO steht für eine wesentliche Arbeitserleichterung für die Arbeiter der Müllabfuhr. Zur Firmengeschichte findet sich auf der Homepage der Firma SULO der folgende Text (https://de.sulo.com): „DER DEUTSCHE ZWEIG DER GESCHICHTE: SULO
Als Friedrich Streuber 1892 das Unternehmen SULO in Herford gründete, ahnte er nicht, dass seine Nachfolger 80 Jahre später als Erfinder der modernen Müllentsorgung in die Geschichte eingehen würden. Der patentierte Schüttkamm ermöglichte erstmals die mechanische Entleerung, welche für alle Müllwerker jener Zeit eine bislang nie dagewesene Erleichterung darstellte.“
Noch zur „Fronkezeit“ (vgl. das Nummernschild): Die ersten modernen Dudweiler Müllfahrzeuge und ihre Besatzungen.

Die zur Zeit das tägliche Leben einschränkende Seuche veranlasst vermehrt zu  kleinen Wanderungen durch Dudweiler. Dabei fällt einem oft Merkwürdiges oder allgemein Bemerkenswertes im Dudweiler Freiraum ins Auge, Veränderungen im Ortsbild – auch nur vorübergehende – werden bewusster wahrgenommen.

Fotos: Autor und Slg. Dudweiler Geschichtswerkstatt

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