Umweltdezernent Breuer: 2013 und 2014 keine Gebührenerhöhung bei Abfall und Abwasser

Um 2,6 Prozent pro verbrauchtem Kubikmeter Wasser steigt der Preis ab 2014 (Foto: ZKE)

 

Foto: ZKE

(Pressemitteilung) Am heutigen Donnerstagvormittag, 29. November, hat Umweltdezernent Kajo Breuer im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus St. Johann angekündigt, dass die Gebühren für die Entsorgung von Abwasser in Saarbrücken ab Januar 2013 sinken werden. Die Gebühren für Abfallentsorgung und Stadtreinigung blieben konstant. Weiterhin werde das Gewicht abgesenkt, das mindestens pro Mülltonne für die Entsorgung von Restabfall berechnet wird. Somit werde ein zusätzlicher Anreiz geschaffen, Gebühren einzusparen. Die Werkleitung des städtischen Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE) werde dies am heutigen Nachmittag den Mitgliedern des ZKE-Werksausschusses zum Beschluss vorlegen.

Der Beschluss des ZKE-Werksausschusses, dem Vertreter aller Parteien im Stadtrat angehören, dient als Empfehlung für einen entsprechenden Beschluss des Saarbrücker Stadtrates am 4. Dezember. Der Vorsitzende des ZKE-Werksausschusses, Kajo Breuer: „Die neuen Gebühren der Abwasser- und Abfallentsorgung sowie der Stadtreinigung wurden wieder für eine Laufzeit von zwei Jahren kalkuliert. Für die Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger bedeutet das, dass die Entsorgungskosten insgesamt sinken und auf diesem Niveau bis Ende 2014 stabil bleiben.“

Schmutzwassergebühr sinkt um 4,2 Prozent

ZKE-Werkleiter Bernd Selzner erläuterte die Änderungen bei den Gebühren für die Abwasserentsorgung: „Die Schmutzwassergebühr für die Entsorgung von Abwasser der Haushalte sinkt ab Januar 2013 um 4,2 Prozent von 3,54 Euro auf 3,39 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser. Die Niederschlagswassergebühr für die Entsorgung von Regenwasser, das nicht im Boden versickert, sondern in die öffentliche Kanalisation eingeleitet wird, sinkt um 9,6 Prozent von 10,61 Euro auf 9,59 Euro pro zehn Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche. Für die Einleitung von Baugrubenwasser in den Regenwasserkanal müssen künftig nur noch 0,78 Euro pro Kubikmeter gezahlt werden. Das ist eine Verringerung um 9,3 Prozent. Die wenigen Klärgrubenbesitzer, die ihr verschmutztes Abwasser immer noch umweltschädlich im Boden versickern lassen oder in ein Gewässer einleiten, müssen zukünftig eine Erhöhung der Kleineinleitergebühr um 50 Prozent einkalkulieren. Sie wird vom Landesamt für Umweltschutz und Arbeitssicherheit (LUA) festlegt und steigt von 32,21 Euro auf 48,32 Euro pro Person.“

Positive Einnahmeentwicklung wirkt sich auf Abwasser-Gebühren aus

Als Grund für die Gebührenreduzierung im Abwasserbereich nannte Bernd Selzner vor allem die positive Einnahmeentwicklung in den Jahren 2011 und 2012. Dadurch konnte die Unterdeckung aus den Vorjahren ausgeglichen werden. Bernd Selzner: „Ein weiterer Grund ist eine Veränderung der Abschreibungen durch die 2011 abgeschlossene Neubewertung des Anlagevermögens ‚Kanalisation.’“

 

Mülltonnen (Foto: ZKE)
Mülltonnen (Foto: ZKE)

Gebühren für Abfall und Stadtreinigung bleiben konstant, Mindestgewicht sinkt

Für den Abfallbereich berichtete Umweltdezernent Breuer, dass sowohl die Gebühren für Abfallentsorgung als auch für die Stadtreinigung in den nächsten beiden Jahren konstant bleiben würden. Breuer: „Weil die Saarbrücker seit Einführung der Müllverwiegung im Jahr 2011 ihren Müll konsequenter trennen, haben sie weniger Abfälle für die Müllverbrennung produziert als vorher.“ Bernd Selzner erläutert: „Der ZKE konnte in seiner Gebührenkalkulation für die nächsten beiden Jahre das Durchschnittsgewicht pro Bürger senken. Dies hat zur Folge, dass auch das Gewicht, das mindestens pro Mülltonne für die Entsorgung von Restabfall gezahlt werden muss, gesenkt werden konnte. Das kommt denjenigen zugute, die durch besonders sorgfältiges Mülltrennen das Mindestgewicht ihrer Tonne nicht überschreiten.“

Abfall trennen und Wasser sparen bringt individuelle Vorteile

Kajo Breuer wies darauf hin, dass die individuellen Entsorgungskosten von jedem Saarbrücker durch sorgfältiges Abfalltrennen noch weiter zu seinem Vorteil beeinflusst werden könnten. Breuer: „Dafür haben wir mit der Einführung eines verursachergerechten Verwiegesystems, der haushaltsnahen Wertstoff-, Bioabfall- und Papiertonne sowie mit dem modernen ZKE-Wertstoffzentrum Am Holzbrunnen die Vorraussetzungen geschaffen. Auch wer kostbares Trinkwasser spart, senkt seine individuellen Entsorgungskosten.“ Aber nicht nur das persönliche Wohl der Saarbrücker liegt Breuer am Herzen. Er betont abschließend: „Mit den gesunkenen Müllmengen liegen wir Saarbrücker bei der Müllerzeugung jetzt deutschlandweit in einem guten Mittel. Wir schonen mehr kostbare natürliche Ressourcen und sind auf einem guten Weg: Von der Müllabfuhr zur Recyclingwirtschaft.“

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