Dud-O-Mat zur Wahl der Regionalversammlung 2026 – Die Parteien stellen sich vor

Am kommenden Sonntag, 30. August 2026, findet die Wahl der Regionalversammlung des Regionalverbandes Saarbrücken statt. Was machen denn die Parteien im Regionalverband eigentlich so?

Leider gibt es keinen Wahl-O-Maten für die Wahl der Regionalversammlung und viele Bürger*innen sind nicht im Bilde, wofür die verschiedenen Parteien im Regionalverband eintreten. Daher hat das Dudweiler-Blog den, aktuell in der Regionalversammlung bereits vertretenen, Parteien drei Fragestellungen vorgelegt, um den Menschen in Dudweiler eine gute Grundlage für die kommende Wahlentscheidung zur Hand zu reichen.

Die Frage, was die Regionalversammlung eigentlich allgemein tut und wo der Unterschied zwischen Landeshauptstadt und Regionalverband Saarbrücken ist, haben wir in einem vorherigen Artikel bereits aufgearbeitet.

Was ein ehrenamtliches Newsblog nicht leisten kann, ist eine ausführliche Recherche und Analyse der Aussagen. Daher werden alle Antworten der Parteien exakt so hier wiedergegeben, wie sie eingereicht wurden, ohne Einordnung, Korrektur oder Kommentar. Betrachten Sie die folgenden Äußerungen der Parteien also im Sinne von Wahlwerbung. Für die Aussagen sind die Parteien selbst verantwortlich, Sie als Wähler*in können sich natürlich entsprechend weitergehend informieren, wenn Sie das möchten.

Die Fragen gingen an alle zur Zeit in der Regionalversammlung vertretenen Fraktionen. Antworten haben wir von DIE LINKE, Bündnis90/Die Grünen, SPD und der Fraktion bunt/sfa erhalten. Leider haben weder CDU noch FDP bis zur gesetzten Frist auf unsere Fragen reagiert. Die Freien Wähler kandidieren bei der anstehenden Wahl nicht erneut.

Ergänzung vom 28.08.2026: Die FDP hat Antworten nachgeliefert.

Da der Artikel sehr lang wird, kann über das folgende Inhaltsverzeichnis direkt eine Partei angesprungen werden und es gibt jeweils eine Verlinkung zurück nach oben.


Inhaltsverzeichnis


Die Fragen

Folgende drei Fragen wurden gestellt.

  1. Können Sie mir eine Liste der Kandidierenden auf der Wahlliste für
    die Regionalversammlung bereitstellen? Sind Informationen zu diesen
    Kandidierenden online verfügbar und verlinkbar? Einen entsprechenden
    Link würde ich dem Artikel beifügen jeweils.
  2. Welchen überprüfbaren, konkreten, positiven Einfluss auf den
    Regionalverband hat ihre Fraktion in der Vergangenheit zu verantworten?
  3. Welche konkreten Projekte werden Sie im Falle ihrer Wiederwahl in die
    Regionalversammlung als erstes angehen? Welche Vision für den
    Regionalverband treibt Sie an? Warum sollte ein*e Wähler*in am 30.
    August ein Kreuz bei Ihrer Partei machen?

SPD

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Antwort auf Frage 1

Zur Beantwortung dieser Frage füge ich dieser Mail die beiden Kandidatenflyer der SPD-Kreisverbände Saarbrücken-Stadt und Saarbrücken-Land bei. Eine Verlinkung zu den Kandidatinnen und Kandidaten gibt es leider nicht, alle Informationen finden Sie aber auf den Social-Media-Kanälen der beiden SPD-Kreisverbände und den persönlichen Kanälen der Kandidatinnen und Kandidaten.

Antwort auf Frage 2

Ein Beispiel ist die Schulsozialarbeit. Sie wird inzwischen an allen 94 allgemeinbildenden Schulen im Regionalverband angeboten. 2024 hat die Regionalversammlung Kooperationsverträge mit zehn Trägern beschlossen und damit für mehr Finanzierungs- und Planungssicherheit gesorgt. Insgesamt sind
85 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter mit 57,8 Vollzeitstellen im Einsatz; für die Schulsozialarbeit stehen rund 5,14 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Seniorenarbeit. Der Regionalverband unterstützt Begegnungsstätten, quartiersbezogene Alltagshilfen und Angebote der zehn Städte und Gemeinden. Die Förderrichtlinien ermöglichen unter anderem Zuschüsse für Fahrdienste, Investitionen und Maßnahmen zur gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen.

Auch bei den Schulen und beim Klimaschutz ist die Entwicklung konkret sichtbar. Der Regionalverband investiert in die energetische Sanierung seiner Schulgebäude, unter anderem in Dämmung und den Austausch von Fenstern. Allein an 33 Schulen wurden zuletzt in Sanierung, Modernisierung und Klimaanpassung investiert.

Diese Beispiele zeigen, wofür die SPD steht: Wir wollen nicht nur über soziale Verantwortung sprechen, sondern dafür sorgen, dass politische Entscheidungen bei den Menschen ankommen.

Antwort auf Frage 3

Kinder, Jugend und Bildung stärken. Die Schulsozialarbeit muss langfristig gesichert und weiterentwickelt werden. Maßnahmen gegen Schulabsentismus und für bessere Übergänge von Schule in Ausbildung und Beruf wollen wir konsequent umsetzen.

Soziale und gesundheitliche Infrastruktur sichern. Wir wollen Angebote für Familien, Kinder, ältere Menschen und Menschen in schwierigen Lebenslagen erhalten und weiterentwickeln.

Die wirtschaftliche Stärke unserer Region weiterentwickeln.
Wirtschaftsförderung, Tourismus und die Zusammenarbeit unserer zehn Städte und Gemeinden müssen stärker zusammengedacht werden. Eine starke Wirtschaft und eine starke soziale Infrastruktur sind für uns keine Gegensätze, sondern gehören zusammen.

Unsere Vision ist ein Regionalverband, in dem soziale Sicherheit, gute Bildung, wirtschaftliche Stärke und Lebensqualität zusammengehören. Eine Region, in der Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Wohnort gute Chancen haben und in der unsere zehn Städte und Gemeinden starke Partner sind.

Warum SPD? Weil wir für eine Politik stehen, die soziale Verantwortung mit konkretem Handeln verbindet. Wir wollen investieren, wo Menschen Unterstützung brauchen, Chancen schaffen, unsere Kommunen stärken und gleichzeitig die wirtschaftliche Zukunft unserer Region im Blick behalten.
Und wir wollen unsere Arbeit nicht an großen Versprechen messen lassen, sondern an dem, was am Ende tatsächlich bei den Menschen ankommt.

Am 30. August geht es deshalb auch um die Frage, welche Schwerpunkte in unserer Region künftig gesetzt werden. Wer möchte, dass soziale Politik, Zusammenhalt und konkrete Verantwortung weiterhin eine starke Stimme in der Regionalversammlung haben, sollte SPD wählen.


Bündnis90/Die Grünen

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Antwort auf Frage 1

Hier ist die vollständige Liste der Kandidierenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die
Regionalversammlung;

  1. Anne Lahoda (48) Wirtschaftsprüferin aus Saarbrücken
  2. Santino Klos (23) Student aus Saarbrücken
  3. Andrea Schrickel (65) Dipl.-Chemikerin aus Saarbrücken
  4. Stephan Körner (62) Richter am Oberverwaltungsgericht aus Saarbrücken
  5. Grit Salomon (59) Sachbearbeiterin aus Friedrichsthal
  6. Carsten Matlok (36) Schulleiter aus Riegelsberg
  7. Dr. Alexandra Kiemer (56) Universitätsprofessorin aus Saarbrücken
  8. Lucas Garbe (44) Realschullehrer aus Völklingen
  9. Leonie Maurer (32) Vereins-/Verbandsmitarbeiterin aus Saarbrücken
  10. Maurice Schreiner (26) Kaufmann für Büromanagement aus Saarbrücken
  11. Eva Friedrich (52) Büroassistentin aus Quierschied
  12. Roland Fecht (64) Bautechniker aus Saarbrücken
  13. Micah Zimmermann (20) Studentin aus Saarbrücken
  14. Lukas Redemann González (31) Universitätsangestellter aus Saarbrücken
  15. Charlotte Sander (40) Psychotherapeutin aus Saarbrücken
  16. Kai Paulus (40) Auszubildender aus Völklingen

Ja, die Kandidierenden sind online mit persönlichen Kurzvorstellungen auf der Website des
Kreisverbands vorgestellt und damit direkt verlinkbar.

https://gruene-saarbruecken.de/unsere-kandidierenden/

Antwort auf Frage 2

Unsere Fraktion hat in den vergangenen Jahren konkrete Initiativen angestoßen und politische
Entscheidungen erreicht, die im Alltag der Menschen im Regionalverband spürbar sind. Nicht alle unsere
Anträge fanden dabei eine Mehrheit in der Regionalversammlung – dennoch haben wir mit ihnen
wichtige Debatten angestoßen, konkrete Verbesserungen vorgeschlagen und Themen auf die politische
Tagesordnung gesetzt.

Digitalisierung der Schulanmeldeverfahren für weiterführende Schulen im Regionalverband Saarbrücken: Wir haben die Digitalisierung des bisher papierbasierten Anmeldeverfahrens
angestoßen, damit mehr als 2.000 Familien künftig ihre Kinder einfacher, flexibler und barrierefrei
anmelden können und gleichzeitig die Schulverwaltung entlastet wird.

Reaktivierung der Rosseltalbahn: Auf unsere Initiative hin hat sich die Regionalversammlung
einstimmig für die Reaktivierung der Bisttal- und Rosseltalbahn ausgesprochen und die Verwaltung
beauftragt, sich beim Land für eine zügige Umsetzung einzusetzen.

Dudweiler als Standort für die Europäische Schule: Wir setzen uns dafür ein, dass Dudweiler als
Standort für die Europäische Schule entwickelt wird und damit eine wichtige Bildungseinrichtung
langfristig im Stadtteil verankert werden kann.

Schaffung zusätzlicher Stellen für Kinderhäuser in Saarbrücken: Wir haben zusätzliche
personelle Ressourcen für die vier Kinderhäuser in Brebach, Wackenberg, Malstatt und Alt-Saarbrücken
beantragt, damit pädagogische Fachkräfte entlastet und Kinder und Familien besser unterstützt werden
können.

Koordinationsstelle „Sichere Schulwege“: Mit unserem Antrag wollen wir eine zentrale Stelle
schaffen, die Gefahrenstellen erfasst, Schulen und Eltern zusammenbringt und konkrete Maßnahmen für
sichere Schulwege im Regionalverband koordiniert.

Stipendium für Berufsbetreuer:innen: Unsere Initiative hat zu einer konkreten Förderrichtlinie
geführt, durch die angehende Berufsbetreuer:innen inzwischen mit 500 Euro bei den Kosten ihrer
Qualifizierung unterstützt werden und damit der Nachwuchs in der Betreuung gesichert werden soll.

Koordinationsstelle „Radwege“: Wir haben eine interkommunale Koordinationsstelle für Radwege
vorgeschlagen, um die Planung über Gemeindegrenzen hinweg zu verbessern und Lücken im
regionalen Radwegenetz systematisch zu schließen.

Unsere Anträge und Anfragen sind auch auf der Webseite https://gruene-saarbruecken.de/antraege-anfragen/ zu sehen.

Antwort auf Frage 3

Wir wollen dort weitermachen, wo wir in den vergangenen Jahren konkrete Verbesserungen angestoßen
haben, und unsere Ideen jetzt konsequent in die Umsetzung bringen. Dabei setzen wir klare Prioritäten
bei Klimaschutz und Klimaanpassung, Bildung, Gesundheit, Mobilität und einer starken sozialen
Infrastruktur im Regionalverband.

  • Klimaschutz und Klimaanpassung wollen wir vor Ort konkret voranbringen. Dazu gehört, Kommunen im Regionalverband bei der Teilnahme am Projekt „Tegelwippen/Entsiegeln“ zu unterstützen und gemeinsam mehr Flächen zu entsiegeln und zu begrünen.
  • Beim Hitzeschutz wollen wir schnell sichtbar handeln: Bis zu den Osterferien 2027 sollen 100 Bäume auf Schulhöfen und an Gebäuden des Regionalverbands gepflanzt werden. So schaffen wir mehr Schatten und machen unsere Schulen fit für heißere Sommer.
  • In Dudweiler wollen wir das Projekt Europäische Schule weiter vorantreiben und dafür sorgen, dass die notwendigen nächsten Schritte umgesetzt werden. Eine Europäische Schule wäre ein wichtiger Impuls für Bildung, Vielfalt und den Standort Dudweiler.
  • Die Existenzsicherung der SHG Kliniken bleibt für uns eine zentrale Aufgabe. Unser Ziel ist eine dauerhaft gesicherte medizinische Versorgung für die Menschen im gesamten Regionalverband.
  • Auch die Digitalisierung der Verwaltung wollen wir konsequent vorantreiben. Dabei setzen wir auf europäische Software, damit unsere öffentliche Infrastruktur sicher, unabhängig und resilient bleibt.

Unsere Vision ist ein Regionalverband, in dem alle Menschen gut, sicher und selbstbestimmt leben
können – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen. Wir wollen heute die richtigen Weichen
stellen, damit der Regionalverband auch morgen lebenswert, sozial gerecht, klimafest und wirtschaftlich
stark ist.

Der Regionalverband ist das Zentrum unseres Bundeslandes. Hier treffen Chancen und
Herausforderungen aufeinander: attraktive Arbeitsplätze und hohe Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und
Leerstände, ein vielfältiges Kulturangebot und gleichzeitig bedrohte Musikschulen sowie geschützte
Natur und zunehmende Hitze. Für uns Grüne ist der Regionalverband von morgen eine lebendige und
lebenswerte Region für alle. Wir wollen klimaangepasste Städte und Gemeinden, eine verlässliche
Infrastruktur für Familien, Kinder und Senior*innen, bezahlbaren Wohnraum und echte
Chancengleichheit – verbunden mit einem starken Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturstandort und einer
intakten Umwelt.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bilden dabei die Grundlage unserer Politik. Damit sie
vor Ort umgesetzt werden können, brauchen wir mehr Zusammenarbeit zwischen den Kommunen,
weniger Doppelstrukturen und schnellere Entscheidungswege. Der Regionalverband soll dabei als
Bindeglied und Mittler wirken und gemeinsam mit den Kommunen die Weichen für eine nachhaltige und
zukunftsfähige Region stellen.

Wir GRÜNE wollen den Regionalverband heute so gestalten, dass er auch morgen lebenswert, sozial
und zukunftsfähig ist. Wer uns am 30. August wählt, entscheidet sich für eine Politik, die Klimaschutz,
soziale Gerechtigkeit, gute Bildung, starke Demokratie und eine verlässliche Daseinsvorsorge
zusammen denkt.

  1. Demokratie bewahren und Menschenfeindlichkeit bekämpfen
    Demokratie lebt davon, dass Menschen mitreden und mitentscheiden können. Deshalb wollen wir
    Beteiligung erleichtern und Projekte gegen Rassismus und Diskriminierung dauerhaft stärken.
  2. Natur erhalten, Lebensräume schützen
    Sauberes Wasser, Artenvielfalt und ruhige Wohngebiete sind die Grundlage für Lebensqualität. Wir
    wollen Naturflächen besser schützen und die Biosphäre sowie naturnahe Gärten weiter stärken.
  3. Mobilitätswende fördern
    Alle Menschen sollen sicher und zuverlässig unterwegs sein – egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem
    Bus. Dafür braucht es bessere Radwege, einen starken ÖPNV und weniger Lkw-Verkehr auf besonders
    belasteten Straßen.
  4. Klimaschutz durch die Energiewende voranbringen
    Erneuerbare Energien und klimafreundliche Wärmeversorgung machen unsere Region unabhängiger
    und zukunftsfähig. Die Menschen vor Ort sollen vom Ausbau profitieren und aktiv daran beteiligt werden.
  5. Generationenfreundlich in die Zukunft gehen
    Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen brauchen Angebote, die zu ihrem Alltag passen.
    Mehr Mitbestimmung und Maßnahmen gegen Einsamkeit stärken den Zusammenhalt im
    Regionalverband.
  6. Gute Bedingungen für eine gute Bildung – ein Leben lang
    Gute Bildung beginnt früh und endet nicht mit dem Schulabschluss. Moderne, barrierefreie Schulen und
    starke Weiterbildungsangebote eröffnen Chancen in jedem Lebensalter.CommentHighlight
  7. Ein lebendiges Kulturangebot als Teil einer starken Gesellschaft
    Kultur bringt Menschen zusammen und macht unsere Region vielfältig. Deshalb wollen wir bewährte
    Einrichtungen sichern und neue kulturelle Ideen fördern.
  8. Nachhaltige Wirtschaft stärken
    Eine starke Wirtschaft und Klimaschutz gehören zusammen. Flächenrecycling, Unterstützung für
    Unternehmen und die Zusammenarbeit in der Großregion schaffen gute Arbeitsplätze.
  9. Das Miteinander stärken
    Niemand soll im Alltag allein gelassen werden. Gemeinwesensarbeit, aufsuchende Hilfe und
    barrierefreie Treffpunkte fördern Zusammenhalt und Teilhabe.
  10. Daseinsvorsorge und Gesundheit sichern
    Gesundheit darf nicht vom Wohnort abhängen. Wir setzen uns für eine wohnortnahe Versorgung, mehr
    Prävention und starke Krankenhäuser wie die SHG-Kliniken ein.

bunt.saar / Saarland für Alle

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Antwort auf Frage 1

Zur Regionalverbandswahl am 30. August kandidiert für Bunt.Saar sozial-ökologische Liste wieder das RV-Mitglied Ekkehart Schmidt (Platz 1 der Liste). Die Stadtratsmitglieder Frank Lichtlein und Sarah Maurer (Platz 2 und 3) setzen sich für eine Leerstandssteuer, die penible Kontrolle der Stadtverwaltung sowie Tierschutz ein. Auf Platz 4 und 5 kandidieren Luise Zentz und Jonas Heintz, Mitarbeiterin bzw. Geschäftsführer der Stadtratsfraktion.

Link zu unseren Fraktionen:
https://bunt-sfa.de/

Links zu Ekkehart Schmidt:
https://bunt.saarland/dev/kandidatenliste/ekkehart-schmidt
https://akihart.wordpress.com/about/

Antwort auf Frage 2

Im Bewusstsein der Kontrollfunktion der RV waren wir durchgehend in allen Ausschüssen präsent und haben mit wenigen Ausnahmen an allen rund 100 Sitzungen teilgenommen und dabei stets den Blick auf sozial-ökologische Fragen gelenkt und entsprechend nachgefragt.

Wir haben 20 Anfragen und Anträge gestellt, die thematisch die Unterstützung benachteiligter Menschen (schulpsychologischer Dienst, LSBTIQ*, Bezahlkarte für Geflüchtete, einfache Sprache im Jobcenter sowie Jugendbeirat), den Schutz kritischer Infrastruktur durch digitale Souveränität (Prüfung des Einsatzes von OpenDesk) und Klimaschutz und -anpassung sowie die Einleitung eines Prüfverfahrens zum Verbot der AfD betreffen. Lediglich unser Antrag zu OpenDesk wurde angenommen. Ferner beteiligten wir uns an vielen Initiativen anderer kleiner Fraktionen. In den Haushaltsdebatten waren wir dir einzige Fraktion, die sich für intensive Anstrengungen zur Reduzierung der  explodierenden Regionalverbands-Umlage durch Optimierung von Abläufen zur Personaleinsparung stark gemacht haben.

Antwort auf Frage 3

Unsere ersten Themen im Herbst 2026 werden eine Initiative zur ehrgeizigeren Umsetzung nachhaltigen Standards in der Beschaffung (insbesondere von Lebensmitteln in Kantinen und Mensen), die Vorstellung eines Konzepts zur Inwertsetzung der Saar als Freizeitraum nicht nur in Hitzesommern („Saaradies“) sowie Initiativen zum Abbremsen der Umlagesteigerungen und zur Nutzung von Ermessensspielräume des Jobcenters bei der Reintegration von Langzeitarbeitslosen sein. Ferner werden wir die Dudweiler Geschichtswerkstatt fz den Heimatpreis vorschlagen.

Unsere Vision ist eine Regionalversammlung, in der endlich konsequent und mutig auf die Krisen unserer Zeit reagiert wird, statt die Verwaltung weiter unkritisch in ihren Beharrungstendenzen gewähren zu lassen. Dafür braucht es Vielfalt und unabhängige Fachleute wie die Kandidatinnen von bunt.saar.


Die Linke

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Antwort auf Frage 1

  • Platz 1: Jürgen Trenz

  • Platz 2: Birgit Huonker 
  • Platz 3: Farida Boukari 
  • Platz 4: Manfred Klasen

  • Platz 5: Lisa Maribel Wagner-Baumann 

Die Kandidatinnen und Kandidaten finden sich auf der Wahlkampfseite: 
https://www.dielinke-saarbruecken.de/start/wahl-der-regionalversammlung-2026

Antwort auf Frage 2

Ergänzende Bemerkung:

Um für einen Antrag eine Mehrheit zu erhalten, muss man von den großen Fraktionen SPD und CDU Zustimmung erhalten, was sehr schwer ist. Die Linke gehört zu den Oppositionsfraktionen und dafür kann sich die Erfolgsbilanz ausdrücklich sehen lassen. 

Antwort auf Frage 3

  • Hier eine kleine Auswahl: Wir wollen eine Übernahme der Gesellschafteranteile von Rentenversicherung und Knappschaft an den SHG-Kliniken (Völklingen und Saarbrücken) durch den Regionalverband Saarbrücken (also in öffentliche Hand). Es geht darum, die Mehrheit in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung zu erreichen, um strategische Entscheidungen für das Wohl der Patienten und der Belegschaft treffen zu können. Dazu gehört auch die Bestellung und Abbestellung der gesamten Geschäftsführung. 
  • Wir wollen eine ausreichende personelle Ausstattung des Sozialamtes sowie dessen Neu-Organisation, orientiert an den objektiven Notwendigkeiten. Neben der personell besseren Ausstattung, um z.B. die Bearbeitungszeiten von Anträgen deutlich zu reduzieren, bedarf es einer besseren telefonischen Erreichbarkeit. Zudem sind offene Sprechstunden nötig, die auch ohne Terminvereinbarung genutzt werden können. Ämter müssen stets erreichbar sein!
  • Wir wollen eine Anpassung der Förderung von Gemeinwesenprojekten, Tagesaufenthalten und Sozialberatungsstellen an die gestiegenen Anforderungen, u.a. durch gesetzliche Änderungen. Hier insbesondere die Einführung der neuen „Grundsicherung für Arbeitslose“ (teilweise grundgesetzwidrig), die damit verbundene verstärkte Gefahr massiver Verarmung bei Sanktionen und der zu erwartenden verstärkten Obdachlosigkeit. Die Bekämpfung der Kinderarmut im gesamten Regionalverband muss oberste Priorität haben!
  • Wir wollen ausreichende Kita-Plätze vor Ort in allen Gemeinden des Regionalverbandes. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Eltern einer beruflichen Tätigkeit nachgehen können und damit eigenständig den Lebensunterhalt sichern können. Dies ist ein Teil der Bekämpfung von Kinderarmut.
  • Wir wollen, dass der Bund bzw. das Land für Aufgaben, die sie den Kommunen auferlegen, auch vollständig zahlen. (Konnexitätsprinzip: Wer bestellt, zahlt.) Dazu gehört beispielsweise die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen, Hilfe zur Pflege oder Eingliederungshilfe. Bisher werden nicht alle Kosten vollständig vom Bund/Land übernommen, was dazu führt, dass die Aufgaben des Regionalverbandes und damit auch Kosten stetig steigen. Diese Kosten legt  der Regionalverband auf die Kommunen um (Regionalverbandsumlage). Bundesweit sind die Kosten für Kinder- und Jugendhilfe beispielsweise innerhalb von zehn Jahren um 105% gestiegen. Die Kommunen haben zum Schluss keine oder kaum finanzielle Mittel mehr, um beispielsweise Vereine zu fördern oder ihre Grundschulen zu sanieren, haben weniger Investitionen für Spielplätze, Geh- und Radwege, Straßensanierungen oder für ihre Sportplätze und – Hallen. Oder die Kommunen müssen ihre Einnahmen steigern mit höheren Gebühren für Abwasser und Entwässerung, Friedhofsgebühren usw.  Das wollen wir nicht.

FDP

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Antwort auf Frage 1

Die FDP tritt mit einer Gebietsliste sowie zwei Bereichslisten für die Wahl zur Regionalversammlung an.

Auf der Gebietsliste kandidieren:

  1. Roland König, Saarbrücken
  2. Alexander Heinz, Riegelsberg
  3. Henning Michel, Saarbrücken
  4. Dr. Klaus Kieser, Quierschied
  5. Heidi Meiser, Saarbrücken
  6. Franziska Schreiner, Friedrichsthal
  7. Patrick Leo, Saarbrücken
  8. Lars Vogt, Riegelsberg
  9. Thomas Escher, Saarbrücken
  10. Pascal Kopp, Heusweiler

Für den Wahlbereich Saarbrücken kandidieren:
Roland König, Henning Michel, Heidi Meiser, Patrick Leo, Thomas Escher und Daniela Frieg.

Für den Wahlbereich Stadtumland kandidieren:
Alexander Heinz, Petra Frevel, Holger Fuchs, Franziska Schreiner, Pascal Kopp, Dr. Klaus Kieser und Lars Vogt.

Die vollständigen und amtlich zugelassenen Wahlvorschläge einschließlich weiterer Angaben zu den Kandidierenden sind auf der Internetseite des Regionalverbandes Saarbrücken abrufbar:

https://www.regionalverband-saarbruecken.de/verwaltung-politik/regionalverband/bekanntmachungen/wahlen

Informationen über die Arbeit der FDP-Fraktion und ihre Mitglieder finden sich außerdem unter:

https://www.fdp-im-schloss.de

Antwort auf Frage 2

Die FDP-Fraktion hat ihre drei Mandate in der laufenden Wahlperiode insbesondere dazu genutzt, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen und des Regionalverbandes, Transparenz sowie eine wirtschaftlich verantwortungsvolle Politik in den Mittelpunkt zu stellen.

Ein konkretes Beispiel ist die Beratung des Haushalts 2026. Die FDP-Fraktion hat diesem Haushalt nicht zugestimmt, weil aus unserer Sicht die notwendigen Sparbemühungen fehlten und die Belastung der Städte und Gemeinden durch die Regionalverbandsumlage weiter anstieg. Wir haben damit deutlich gemacht, dass der Regionalverband nicht dauerhaft auf Kosten der kommunalen Selbstverwaltung wachsen darf.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Zukunft der SHG-Kliniken. Die FDP-Fraktion hat sich für eine Stärkung der Eigenkapitalbasis der SHG eingesetzt und zugleich eine stärkere Kontrolle der finanziellen Strukturen eingefordert.

Auch bei Fragen der demokratischen und politischen Teilhabe haben wir konkrete Initiativen ergriffen. So setzt sich die FDP-Fraktion für eine Reform des Sitzverteilungsverfahrens in kommunalen Gremien ein, damit kleinere politische Kräfte nicht strukturell benachteiligt werden und jede Stimme möglichst gleiches Gewicht erhält.

Diese Beispiele stehen für unseren grundsätzlichen Ansatz: Wir wollen nicht nur verwalten, sondern Entscheidungen des Regionalverbandes kritisch hinterfragen, Transparenz schaffen und konkrete Verbesserungen anstoßen.

Antwort auf Frage 3

Die wichtigste Aufgabe der kommenden Wahlperiode sehen wir in einer grundlegenden finanziellen und strukturellen Neuaufstellung des Regionalverbandes.

Wir wollen insbesondere:

  • die Städte und Gemeinden finanziell entlasten und die Regionalverbandsumlage auf das notwendige Maß begrenzen,
  • Verwaltungsabläufe konsequent digitalisieren und vereinfachen,
  • Schulen und Bildungseinrichtungen modernisieren und für eine bessere Qualität der Infrastruktur sorgen,
  • die wirtschaftliche Entwicklung und den Tourismus in der Region stärken,
  • die medizinische Versorgung im Regionalverband sichern und die SHG-Kliniken wirtschaftlich zukunftsfest aufstellen,
  • ehrenamtliches Engagement stärker unterstützen,
  • und den Regionalverband insgesamt transparenter, effizienter und bürgernäher aufstellen.

Unsere Vision ist ein Regionalverband, der sich auf seine Kernaufgaben konzentriert und dabei möglichst effizient mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger umgeht. Wir wollen weniger Bürokratie, mehr Eigenverantwortung und mehr Raum für diejenigen, die unsere Region wirtschaftlich, gesellschaftlich und ehrenamtlich tragen.

Warum FDP?

Weil wir auch in der Regionalversammlung eine Stimme für wirtschaftliche Vernunft, solide Finanzen, Freiheit und Eigenverantwortung brauchen. Gerade bei steigenden finanziellen Belastungen der Kommunen darf Politik nicht nur neue Aufgaben und Ausgaben beschließen. Sie muss auch den Mut haben, Prioritäten zu setzen, Strukturen zu hinterfragen und Einsparpotenziale zu nutzen.

Wir wollen deshalb eine starke liberale Stimme im Saarbrücker Schloss bleiben und unsere Arbeit mit klarer Haltung und konkreten Vorschlägen fortsetzen.

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