(Pressemitteilung) Mit PRÜF Saarland startet eine neue zivilgesellschaftliche Initiative, die sich für den Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung einsetzt. Mit Saarbrücken als zehnter Landeshauptstadt ruft PRÜF nun auch im Saarland zu monatlichen Demos auf: jeden zweiten Samstag im Monat um 14 Uhr auf dem Landwehrplatz in Saarbrücken. Der erste Termin ist der 11. April 2026.
Das Besondere an PRÜF: Die Demos werden vollständig von Akteur*innen der Kunst- und Kulturszene gestaltet. PRÜF-Demos setzen auf Kreativität, Zugänglichkeit und eine positive Atmosphäre. Das zeigt sich auch in den bisherigen Aktionen: Beim letzten Demo-Termin am 14. März gingen rund 20.000 Menschen in acht Bundesländern für die Überprüfung rechtsextremer Parteien auf die Straße.
Die Abkürzung PRÜF steht für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit“ und hat nur eine konkrete Forderung:
Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.
Ziel der Kampagne ist es, eine Mehrheit im Bundesrat zu erreichen, um dort einen entsprechenden Antrag beim Bundesverfassungsgericht einzubringen.
“Wir wollen nicht gegen etwas demonstrieren, sondern für den Schutz unserer Demokratie. Mit einer klaren, überprüfbaren Forderung und einer offenen, kulturell geprägten Demonstrationsform schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang für viele Menschen”, erläutern die Initiator*innen von PRÜF Saarland.
PRÜF versteht sich bewusst als Gegenentwurf zu klassischen politischen Kundgebungen. Statt Redebeiträgen und parteipolitischer Zuschreibungen setzt das Format auf eine klare, gemeinsame „Für“-Forderung – und auf die verbindende Kraft von Kunst und Kultur. Das Programm schafft eine Atmosphäre, die zugleich zugänglich, unterhaltsam und inhaltlich wirksam ist.
Zur Auftaktveranstaltung in Saarbrücken gehört ein künstlerisches Bühnenprogramm ebenso wie eine anschließende Laufdemonstration durch die Stadt, bei der es entlang der Route immer wieder künstlerische Überraschungen geben wird.
Die Demonstrationen sind als wiederkehrendes Format angelegt. Durch die monatliche Präsenz soll kontinuierlich öffentlicher Druck aufgebaut werden, um eine politische Prüfung rechtsextremer Parteien auf den Weg zu bringen.
PRÜF versteht sich als offene Bewegung: Alle Interessierten sind eingeladen, sich zu beteiligen – sei es durch Teilnahme an den Demonstrationen, durch Unterstützung in der Organisation oder durch das Teilen von Informationen im eigenen Netzwerk.
