(Pressemitteilung) Die Saarbrücker SPD hat auf ihrem Parteitag beschlossen, die Voraussetzungen für eine vollständige Rekommunalisierung der Energie SaarLorLux AG schaffen zu wollen, um damit die städtische Kontrolle über die Energieversorgung zurückzugewinnen.
Dazu wird erläutert: >> Unterbezirksvorsitzender Ulrich Commerçon ist überzeugt: „Der Verkauf war ein Irrweg. Explodierende Fernwärmepreise zeigen auf, wie ein privater Großkonzern seine Renditeinteressen gegen die Saarbrückerinnen und Saarbrücker durchsetzen kann. Es ist der richtige Zeitpunkt, unsere Energieversorgung wieder in städtische Hand zu holen.”
Vor 25 Jahren wurden 51 Prozent der Anteile am Energievertrieb sowie das Heizkraftwerk Römerbrücke an den französischen Konzern Engie verkauft – mit kurzfristigen Haushaltsvorteilen, aber langfristigen Verlusten für die Stadt. Gewinne aus Strom- und Wärmeerzeugung fließen seitdem überwiegend ins Ausland, während Saarbrücken wichtige Gestaltungsmöglichkeiten in der Energiepolitik verlor.
Beispiele aus anderen Städten – darunter Hamburg, Leipzig und Dresden – zeigen, dass Rückführungen in kommunales Eigentum erfolgreich möglich sind und erhebliche Vorteile bieten. Auch für Saarbrücken sieht die SPD klare Chancen: Gewinne würden wieder vollständig der städtischen Daseinsvorsorge zugutekommen, Preise könnten stabiler gestaltet und Klimaziele konsequent verfolgt werden. <<
