(Pressemitteilung) “Es muss Schluss sein mit der stiefmütterlichen Behandlung des Saarbrücker Flughafens durch die Landesregierung.“
Das wird folgendermaßen weiter erläutert: >> „ … Wo sind die Anstrengungen, den Flughafen an ein internationales Drehkreuz wie München oder Amsterdam anzubinden? Wo ist ein Zukunftskonzept für den Flughafen? Wir fragen uns, ob sich diese Fragen auch bei den Verantwortlichen stellen“, so Alexander Keßler, Fraktionsvorsitzender der CDU im Saarbrücker Stadtrat.
Die CDU-Stadtratsfraktion blickt mit Sorge auf die Ausrichtung des Saarbrücker Flughafens. Die Passagierzahlen des ersten Halbjahrs, die einerseits vom zuständigen Branchenverband und auf der anderen Seite vom Saarbrücker Flughafen selbst veröffentlicht wurden, unterscheiden sich um fast 50.000 Passagiere. Das wirft für die Fraktion darüber hinausgehende Fragen auf. „Besonders unverständlich ist das Schweigen der Verantwortlichen auf Seiten des Saarbrücker Flughafens zu dieser Abweichung von fast 30%“, konstatiert Keßler. Und weiter: „Aber egal, ob die Zahl von 150.000 Passagieren oder von 105.000 im ersten Halbjahr stimmt: Beide Zahlen können nicht zufrieden stellen! Der Flughafen Saarbrücken hat ein enormes Potenzial, das brach liegt. Damit muss Schluss sein!“ Die CDU verweist in diesem Zusammenhang auf die Passagierzahlen in den Jahren 2008-2010, wo regelmäßig mehr als 550.000 Passagiere ab Saarbrücken geflogen sind. „Der Flughafen ist der gleiche, das Einzugsgebiet ist das gleiche. Warum war das damals möglich und soll heute unmöglich sein? Corona darf keine Ausrede sein, an anderen Flughäfen haben sich die Zahlen längst wieder auf das Niveau vor Corona eingependelt. Der Unterschied ist, dass die damalige CDU-Landesregierung den Flughafen aktiv vermarktetet hat und nicht wie die SPD heute vor sich hindümpeln lässt. Das zeigt: Es ist viel mehr möglich am Flughafen Saarbrücken!“
Alexander Keßler betont in diesem Zusammenhang die große Bedeutung des Flughafens für die Landeshauptstadt, aber auch für die gesamte Eurometropole.
„Der Saarbrücker Flughafen ist wichtig! In den Sommermonaten wird er als Ferienflughafen von den Menschen in der Region gut angenommen. Aber auch hier sehen wir noch Potenzial. Er ist aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Besonders in der jetzigen Zeit, in dem die Wirtschaft des Landes unter Druck steht, müsste die Landesregierung alle Anstrengungen unternehmen, um die Region besser anzubinden – gerade auch mit dem Flugzeug. Leider sind solche Bemühungen nicht zu erkennen.“
Der CDU-Fraktionsvorsitzende fordert von Ministerpräsidentin Rehlinger und Wirtschaftsminister Barke eine Offensive für den Saarbrücker Flughafen. Strategisches Ziel muss es aus Sicht der CDU sein, Saarbrücken zeitnah an mindestens ein internationales Drehkreuz anzubinden. „Der Flughafen und die gesamte Region würde von einem Anschluss an ein internationales Drehkreuz wie München stark profitieren. Durch ein Interlining-Angebot, beispielsweise mit der Lufthansa, wäre es den Passagieren ab Saarbrücken möglich, direkt in München umzusteigen, ohne noch mal einchecken zu müssen. Das wäre ein Booster für die gesamte Region! Ein möglicher Partner wäre die bereits ab dem Flughafen Saarbrücken tätige Fluggesellschaft DAT. Kürzlich wurde ein solches Interlining – Angebot am Flughafen Paderborn in Betrieb genommen. Auch dort führt DAT die Flüge durch. Es geht also! Wir fordern von der Ministerpräsidentin, dass sie das Thema Flughafen zur Chefsache macht und unverzüglich Gespräche mit DAT und anderen möglichen Partnern aufgenommen werden, um eine Anbindung der Region an ein internationales Drehkreuz zu realisieren.“
„Die CDU – Stadtratsfraktion steht uneingeschränkt zum Flughafen Saarbrücken. Es geht nicht nur darum, dass die saarländische Wirtschaft einen Verkehrsanschluss an die Welt erhält, sondern auch, dass die Welt unkompliziert zu uns kommen kann. Wir brauchen den Flughafen als Tor zur Welt. Die Untätigkeit der Landesregierung durch Rehlinger und Barke gefährdet jedoch den langfristigem Bestand des Flughafens. Ich erinnere daran, dass der Flughafen zeitnah ohne öffentliche Zuschüsse auskommen werden muss. Die vorhandene Infrastruktur ist hervorragend, die Landebahn ist lang genug für die Flugzeuge, die ab SCN operieren. Hier liegt ein riesiges Potenzial einfach brach. Das können wir uns als Eurometropol-Region und Saarland einfach nicht leisten!“, so Keßler abschließend. <<
