(Pressemitteilung) Gesundheitsamt bestätigt Sichtung – Wirksamster Schutz ist, Brutstätten zu minimieren
Dem Gesundheitsamt des Regionalverbands wurde der erste bestätigte Fund von Asiatischen Tigermücken in diesem Jahr gemeldet. Eine weitere kürzlich eingegangene Meldung ist zwar noch nicht bestätigt, jedoch sehr wahrscheinlich, da sich der Fundort in der Nähe der ersten Meldung befindet. Bei einem Ortstermin Anfang der Woche am Fundort im Saarbrücker Stadtteil St. Johann konnte eine Brutstätte ausfindig gemacht und beseitigt sowie eine Tigermücken-Falle aufgestellt werden.
Die Tigermücke ist sehr klein, aber stechfreudig, tagaktiv und so aggressiv, dass es Betroffenen kaum noch möglich ist, sich in ihren Gärten aufzuhalten. Zu erkennen ist sie an ihrer schwarz-weißen Musterung, einschließlich fünf weißer Streifen an den Hinterbeinen. Ihr Flugradius beträgt nur bis zu 200 Meter. Die Tigermücke kann potenziell tropische Krankheiten wie Dengue-, Zika- oder West-Nil-Fieber übertragen. Dies ist aber derzeit noch unwahrscheinlich, da tropische Erkrankungen im Regionalverband bisher nur selten bei Reiserückkehrern auftreten.
Der wirksamste Schutz vor Tigermücken ist, die Brutstellen zu minimieren. Dies sind insbesondere kleine, stehende Wasseransammlungen wie Blumentopfuntersetzer, Ablaufrinnen, Gießkannen, Regenfässer, Folien, Planen oder Autoreifen. Vogeltränken sollten einmal pro Woche entleert und gereinigt, größere mögliche Brutstätten wie Regentonnen abgedeckt werden.
Zur Früherkennung von möglichen Populationen sollte bei vermeintlichen Funden ein aussagekräftiges Foto zur weiteren Bestimmung eingesendet werden. Bei Fragen oder möglichen Tigermücken-Funden im Regionalverband können sich Einwohnerinnen und Einwohner per E-Mail an das Gesundheitsamt unter tigermuecke@rvsbr.de wenden. Weitere Informationen sowie Infoflyer unter www.regionalverband.de/tigermuecke.
Beitragsbild: RegVB SB – Erster bestätigter Tigermücken-Fund in 2025 dank eines eingesendeten Fotos eines Saarbrücker Bürgers, Foto: Privat
