Hörspielprojekt: “Stimmen des Widerstands 1935”

(Pressemitteilung) “Anlässlich des 90. Jahrestags der Saarabstimmung bringt Resarevoir Audiovisuäl mit „Stimmen des Widerstands 1935″ ein besonderes Hörspielprojekt auf die Bühne der Erinnerungskultur.”
Dazu wird weiter erläutert: >> In 11 Kurzhörspielen werden Texte lebendig, die zwischen 1933 und 1936 entstanden sind und von Persönlichkeiten stammen, die selbst Widerstand leisteten oder die Geschehnisse hautnah erlebten. Unter der Regie von Finn Tödte entsteht ein künstlerisches Werk, das antifaschistische Erinnerungskultur mit kultureller Bildung verbindet.

Stimmen aus der Geschichte – ein Zeugnis des Widerstands

Die Texte stammen von namhaften Schriftstellerinnen, Journalistinnen und Aktivistinnen, die selbst Widerstand leisteten oder die Geschehnisse aus nächster Nähe erlebten.
Viele von ihnen waren in den Jahren 1933 bis 1935 direkt im Saargebiet aktiv.
Zu den Autorinnen gehören: Theodor Balk, Friedrich Schlomo Rülf (Rabbiner Rülf), Margarete Buber-Neumann, Lore Wolf, Karl Retzlaw, Ilya Ehrenburg, Hellmut von Gerlach, Gustav Regler, Georg K. Glaser, Erich Weinert und Alfred Kerr.
Die Texte sind autobiografischen Schriften oder antifaschistischen Zeitschriften entnommen, die in dieser entscheidenden Phase veröffentlicht wurden.

Ein künstlerisch vielstimmiges Projekt

Eingesprochen wurden die Texte von Schauspielerinnen, darunter freie Künstlerinnen sowie Ensemblemitglieder des Saarländischen Staatstheaters und des Theaters Überzwerg.
Durch die persönliche Interpretation der Sprecher*innen wird den historischen Worten ein zeitgemäßer und bewegender Ausdruck verliehen.
Die Vertonung nimmt Bezug auf realistische Soundscapes der 30er Jahre – bis hin zu abstrakteren Vertonungsansätzen.

Historischer Kontext

Die Saarabstimmung am 13. Januar 1935 war ein Wendepunkt der europäischen Geschichte.
Die Entscheidung der Saarländer*innen, sich dem nationalsozialistischen Deutschen Reich anzuschließen, wurde weltweit verfolgt und hatte gravierende politische Konsequenzen.
Zugleich war das Saargebiet in den Jahren zuvor ein Rückzugsort für antifaschistische Kräfte und ein Schauplatz von Protest und Widerstand.
Diese bedeutende Epoche der Geschichte wird im öffentlichen Diskurs noch viel zu selten angemessen behandelt.

Veranstaltungen
Am 13. Januar 2025 werden die Hörspiele bei einer Veranstaltung der Stiftung Demokratie Saarland in Saarbrücken präsentiert.
Weitere Veranstaltungen, etwa in Völklingen und anderen Städten, sind geplant und werden auf der Website bekannt gegeben.

Langfristiger Zugang und Kooperationen

Die Hörspiele sind ab dem 13. Januar 2025 auf der Website stimmendeswiderstands.wordpress.com und der App / Website Guidemate.app verfügbar.
Dort werden auch zusätzliche Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten angekündigt. Lehrer*innen und Bildungseinrichtungen sind eingeladen, das Projekt in pädagogischen Kontexten zu nutzen.
Aufgrund der Lizenzlage sind die Hörspiele größtenteils ein Jahr lang online abrufbar.

Ein Beitrag zur antifaschistischen Erinnerungskultur
Mit „Stimmen des Widerstands 1935″ wird ein bedeutsames Kapitel der Geschichte akustisch erfahrbar gemacht – ein Beitrag, der sowohl zum Gedenken als auch zur kulturellen Bildung dient. 
„Das Projekt ‚Stimmen des Widerstands 1935′ ist von großer politischer und kultureller Relevanz, besonders im Kontext des Erstarkens der politischen Extreme, des 90. Jahrestags der Volksabstimmung im Saarland und der bevorstehenden Bundestagswahl 2025. Es fördert das Bewusstsein für antifaschistische, demokratische Arbeit und die Bedeutung des Widerstands gegen totalitäre Regime”, betont Regisseur Finn Tödte. Das Projekt richtet sich an ein breites Publikum und setzt ein Zeichen für Demokratie, antifaschistische Werte und die Kraft des Widerstands.

Weitere Informationen finden Sie unter stimmendeswiderstands.wordpress.com  <<

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