Ein Impuls aus christlicher Sicht in Zeiten der Krise – „… manchmal möchte ich fliehen vor dieser Welt.“

Die Tageslosung zum 13. Juni 2020 – Ein „Impülschen“ von dem Dudweiler Pfarrer Heiko Poersch

Die Losung für heute kommt aus dem Propheten Sacharja, Kapitel 12, Vers 10:

„Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets.“

Und Paulus schreibt in Römer 8,26:

„Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt.“

Von der Theologin Sabine Naegli leihe ich mir heute die Gebetsworte:

„Herr, unser Gott, manchmal möchte ich fliehen vor dieser Welt. Ich möchte die Augen schließen vor Unrecht und Gewalt, vor Schmerz und Zerstörung, vor Gier und Unmenschlichkeit.

Aber diese Welt ist der Ort, wo du mir Wohnrecht gegeben hast. Darum kann ich nicht sagen: Sie geht mich nichts an. Sie geht mich an.

Um Mut zur Verwundbarkeit bitte ich dich. Berührbar will ich sein für die Kümmernisse der Menschen, für das Elend der Tiere, für die geschundene Natur. Ermächtige mich mitzuleiden, denn nur wer sich liebend einlässt, kann die Hoffnung bewahren.

Was immer geschieht, Du lässt deine Welt nicht zugrunde gehen. Behüte in uns die Sehnsucht nach geheiltem Leben. Lass uns das Gute erwarten und vertrauensvoll das Unsere tun. Mach uns durchlässig für deinen Geist. Träume in uns den Traum von der neuen Schöpfung, wo das Lachen nicht stirbt und das Schöne nicht umkommt, wo wir das Brot des Friedens teilen, weil Du in unserer Mitte bist.“ (Sabine Naegli, Umarme mich, S.160)

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