Dudweilerer, auf die Barrikaden!

Der Fastnachtsumzug in dieser Session wird der wohl wichtigste Umzug in der Geschichte Dudweilers … und er sollte dieses Mal vorverlegt werden. Und es sollten sich nicht nur die Karnevalsvereine beteiligen, sondern auch die Dudweiler Sportler, die Sänger, alle anderen Vereine und auch Kirchenvertreter. Denn aus Saarbrücken droht eine verheerende Sparwelle unseren Stadtbezirk zu überrollen. Es geht quasi um alles was eine bürgernahe Verwaltung ausmacht, es geht zudem um die Dudweiler Schwimmbäder und die Sportstätten im Ort.

Unter dem Sparzwang droht die Landeshauptstadt die Stadtbezirke zu Gunsten der Kernstadt ausbluten zu lassen. Die Bezirksverwaltung soll wegfallen – und in diesem Zug könnte das Standesamt, die Ortspolizeibehörde, das Gewerbeamt und viele weitere wichtige Dienstleistungen unserer Verwaltung auf der Kippe stehen. Bereits Ende Januar könnte der Saarbrücker Stadtrat in seiner Sitzung die massiven Einsparungen beschließen.

Bürgerversammlung als Startschuss

Der Protest aus Dudweiler – so weit bislang vorhanden – wird in Saarbrücken derzeit nur als laues Lüftchen wahrgenommen wird, wie der Saarbrücker Stadtratsabgeordnete Friedhelm Fiedler auf einer Bürgerversammlung am Donnerstag erklärte. Sollte der Prozess aber aufgehalten werden, müsse sich Dudweiler auf die Hinterbeine stellen und handeln: “Es muss schnell gehen – und es muss mit Krawall gehen!”

Auch der Saarbrücker Bezirksbeigeordnete Jörg Sämann ruft zum Handeln auf: “Wir haben 160 Vereine in Dudweiler. Wo sind sie? Es ist uns nie gelungen, die Vereine zu mobilisieren. Jetzt bräuchten wir sie ganz dringend!”

Um die Sparvorhaben der Stadt zu stoppen und dem Zentralisierungswahn, alles Wichtige in die Kernstadt zu verlagern, ein Ende zu setzen, soll noch vor einer möglicherweise entscheidenden Sitzung des Saarbrücker Stadtrates am 29. Januar ein Protestmarsch in der Landeshauptstadt stattfinden.

Unser Vorschlag wäre: Dudweiler Karnevalisten, zieht eure Uniformen an, Dudweiler Sportler, streift euch eure Trikots über, ihr Sänger, nehmt eure Noten und lasst uns gemeinsam mit unseren Pfarrgemeinderäten, Gläubigen, Politikern, Kaufleuten und allen engagierten Bürgern nach Saarbrücken marschieren. Lasst uns Radau machen und der Landeshauptstadt zeigen, dass sie mit ihren Außenbezirken nicht nach Belieben verfahren können.

Eine ausführliche Berichterstattung von der Bürgerversammlung und weitere Details zu den Sparvorhaben folgt!

 

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3 Thoughts to “Dudweilerer, auf die Barrikaden!”

  1. Uwe Caspari

    Was soll eigentlich alles eingespart werden?
    Wenn es ums Rathaus geht, bin ich zwiegespalten. Beim Bürgeramt finde ich auch, dass der Sparwahn zu weit geht.

    Dennoch darf man nicht vergessen, wir haben einen Sparplan einzuhalten, generell Einsparungen zu verteufeln ist also auch der falsche Weg. Man sollte jedoch genau schauen wo die Einsparung auch wirklich die Nachteile überwiegt.

    Daher warte ich auf den Bericht über die Details des Sparvorhabens.

    1. Thomas Braun

      Der Nachbericht ist in Arbeit. Generell bin ich einer Meinung damit, dass gespart werden muss – was aber gestern auf der Versammlung klar wurde, ist, dass die Landeshauptstadt nur dort sparen will, wo es ihr genehm ist: Und das ist in den Randbezirken – idealerweise dort, wo wenig Protest zu erwarten ist. Und dagegen gilt es sich zu wehren: In erster Linie richtet sich der Protest nicht gegen die Abschaffung der Bezirksverwaltung – sondern gegen einen zunehmenden Zentralismus, bei dem die Einsparungen nicht wirklich deutlich werden – aber mit Sicherheit ein ganz großes Stück Bürgernähe verloren geht.

      1. Uwe Caspari

        Danke für die Antwort schon mal. Ich wollte gestern eigentlich auch da sein, habe es terminlich aber nicht geschafft und bin daher sehr froh über deinen Bericht. Danke.

        Ich stimme dir zu, dass das so nicht sein darf. Vor allem zweifle ich stark daran, dass wirklich so viel gespart wird, dass das auch in Relation zum Nachteil der Bürger steht. Gerade was die Verwaltung und das Bürgeramt angeht, frage ich mich, warum das so viel weniger kosten soll, wenn die gleiche Arbeit an anderem Ort gemacht werden soll.

        Aber wie gesagt, ich warte gespannt auf den ausführlichen Bericht. Den 29. Januar werde ich mir freihalten und ich gebe Jörg Sämann recht: Wir sollten die Vereine mobilisieren!

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