St. Jakobus Hospiz: 25 Jahre ambulante Hospiz- und Palliativversorgung in unserer Region

(Pressemitteilung) Am 7. Juni 2019 feierte das ambulante St. Jakobus Hospiz in Saaarbrücken sein 25-jähriges Bestehen

Am 06. Juni 1994 gründeten vier katholische Träger – Barmherzige Brüder Trier gGmbH, Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH, Marienhaus Unternehmensgruppe Waldbreitbach und die Krankenpflegegenossenschaft der Schwestern vom Heiligen Geist GmbH Koblenz – die gemeinnützige Einrichtung in Saarbrücken. Drei Hauptamtliche unterstützt von drei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nahmen am 02. Januar 1995 ihren Dienst auf und betreuten damals 60 Patienten in ihrem ersten Jahr.

Seitdem hat sich die Hospizeinrichtung und mit ihr die ambulante Hospizarbeit sowie die Palliativversorgung in der Region stetig weiterentwickelt. Stephan Manstein, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, erläutert in seiner Begrüßungsansprache vor über 200 Gästen aus Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft: „Die vier katholischen Gesellschafter haben vor 25 Jahren auf dem Hintergrund ihres christlichen Menschenbildes und ihrer besonderen Verantwortung für die ganzheitliche Sorge um Menschen in der letzten Lebensphase das St. Jakobus Hospiz gegründet und auf den Weg gebracht. Seit diesem Zeitpunkt haben sie die Arbeit des Hospizdienstes nicht nur mit erheblichen Eigenmitteln über viele Jahre überhaupt erst ermöglicht, sondern auch durch ihre Impulse und ihre Begleitung mit dazu beigetragen, dass das St. Jakobus Hospiz heute ein unübersehbarer Leuchtturm der Hospizarbeit im Saarland und im gesamten Bistum Trier ist.“

Inzwischen kümmern sich über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit 200 Ehrenamtlichen um weit über 1000 Patienten jährlich. Drei ambulante Hospizdienste und fünf

Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) betreuen schwerstkranke und sterbende Menschen, darunter auch 165 Familien mit schwerkranken Kindern und Jugendlichen. „Für das Leben bis zuletzt“ ist der Leitsatz, mit dem spezialisierte Hospizfachkräfte, Ärzte, Pflegefachkräfte, Sozialarbeiter sowie Seelsorger Patienten und Angehörigen zur Seite stehen wollen. Ziel ist es, schwerstkranken Menschen sowie deren Angehörigen den Wunsch zu erfüllen, gemeinsam in einem möglichst privaten, häuslichen Umfeld die letzte Lebensphase zu verbringen.

Für Geschäftsführer Paul Herrlein sind 25 geschaffte Jahre kein Grund sich auszuruhen: „Bei unserer Arbeit geht es vielmehr um das Leben als um den Tod! Sterben als Teil des Lebens anzunehmen ist für uns eine zentrale Motivation und das liegt uns auch für die Zukunft am Herzen. Angesichts der aktuellen demografischen Entwicklung verbringen immer mehr Menschen ihre letzte Lebenszeit in Pflegeheimen. In den kommenden Jahren wird es deshalb vor allem darum gehen, die Versorgung dieser Menschen zu verbessern und ihnen eine gute Begleitung und Versorgung zu Teil werden zu lassen.“

Erst im Februar 2019 hat das St. Jakobus Hospiz zu diesem Zweck eine Kooperationsvereinbarung mit den cts-Seniorenhäusern unterzeichnet. Weitere Aktivitäten zur besseren Versorgung von Menschen in Pflegeheimen, wie beispielsweise die Einrichtung eines Geriatrischen Hospizdienstes im Regionalverband Saarbrücken, sind ebenfalls in diesem Frühjahr gestartet.

Das St. Jakobus Hospiz arbeitet unermüdlich daran, die Themen Tod und Sterben stärker in die Mitte des Lebens zu rücken: Ob mit dem monatlichen Hospizgespräch, das inzwischen bereits seit dem Jahr 2000 zu einer festen Einrichtung in Saarbrücken geworden ist, oder mit dem neuesten Veranstaltungsformat, einem Workshop zum Thema „Das Lebensende gestalten“. In den ersten beiden Terminen haben ca. 70 Teilnehmer den Austausch zu existentiellen Fragestellungen und einem bewussten Umgang mit dem Lebensende gesucht. Ein Thema des Lebens, das alle angeht! Dabei setzt die christliche Einrichtung einen bewussten Gegenpunkt zu der immer wieder neu entfachten Diskussion um den assistierten Suizid oder die Tötung auf Verlangen.

Die Gesellschaftervertreter des St. Jakobus Hospiz gemeinsam mit Rita Waschbüsch, erste Vorsitzende des Förderverein St. Jakobus Hospiz e.V. sowie Paul Herrlein, Geschäftsführer St. Jakobus Hospiz gGmbH – Im Bild von links nach rechts – Hintere Reihe: Stephan Manstein, Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH, Direktor Strategiebereich Christliche Unternehmenskultur, Florian Bauer, Verwaltungsdirektor Krankenpflegegenossenschaft Schwestern vom Heiligen Geist GmbH Koblenz, Günter Mosen, Ehemaliger Geschäftsführer Barmherzige Brüder Trier gGmbH und einer der Mitgründer am 06.06.1994, Oliver Heydt, Kaufmännischer Direktor Barmherzige Brüder Rilchingen,Christoph Drolshagen, Vorsitzender des Vorstandes der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung – Vordere Reihe: Rita Waschbüsch, 1. Vorsitzende Förderverein St. Jakobus Hospiz e.V., Paul Herrlein, Geschäftsführer St. Jakobus Hospiz gGmbH

Beitragsbild/Foto: St. Jakobus Hospiz gGmbH/Molter

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