Dudweiler Schützengesellschaft 1857 – „Schießstätte hat sich zu einem modernen Verein gemausert“

Restaurant Schützenhaus in Dudweiler (Foto: Thomas Braun)

(Pressemitteilung) Eigeninitiative als olympische Disziplin: Schießbetrieb der Dudweiler Schützen gesichert

`Dazu berichtet er Verein wörtlich: Was Krisen angeht, zeigt sich die Dudweiler Schützengesellschaft 1857 seit jeher frustrationstolerant. Hochmotivierte Schießsportler aus Dudweiler krempelten schon im Gründungsjahr mit großem sportlichem Bedürfnis, die Zielscheibe Loch in Loch in der Zehn zu treffen, die Ärmel hoch: Erst nur zu acht schufen sie den bis heute traditionsreichen Verein mit purem Fleiß, gepaart mit Verantwortungsbewusstsein an der Waffe. Der heute 240 Mitglieder starke Verein überstand zwei Weltkriege. Auch ins 21. Jahrhundert hat er sich mit Schweiß und Tat gerettet, denn 2017 gab es einen Führungswechsel.

„Die Immobilie war in einem Zustand, der zu baulichen Maßnahmen drängte,“ so Thomas Blaskewitz, neuer erster Vorsitzender des Vereins. Wieder fanden sich hochmotivierte Schützen, die in einer außerordentlichen Generalversammlung einen neuen Vorstand stellten. „Eigentlich waren wir neu im Verein, als der Vorstand wegbrach. Wir mussten etwas unternehmen. Seither arbeiteten wir eine Mängelliste des zuständigen Ministeriums ab. Es waren auflagengemäße Veränderungen umzusetzen, sonst hätte der Gesellschaft die Schließung gedroht“, so Blaskewitz weiter. Dass der Verein in Punkto Be- und Entlüftung, Rückprall- und Kugelfangsicherung an den Schießständen heute mit positivem Gutachten vom Ministerium da steht, ist unzähligen Arbeitseinsätzen geschuldet. Die Schießstätte hat sich zu einem modernen Verein gemausert: ´Seit einem halbem Jahr sind wir mit rund 25 Leuten zu wöchentlichen Arbeitseinsätzen angetreten. Sonst hätten wir die Richtlinien nicht fristgemäß umsetzen können,“ so der zweite Vorsitzende Stefan Allenbach.

Foto: Verein

Auch die Vereinsstruktur ist mitgewachsen: „Wir bieten moderne 100 und 50 m Langwaffenstände, unseren 25 m–Indoor-Kurzwaffenstand und 10 Luftgewehrstände an. Und vor allem möchten wir Ansprechpartner für das Training sein. Gerade für Schießanfänger “, so Allenbach. Der Verein ermöglicht Basic-Schießlehrgänge und den notwendigen Waffensachkunde-Lehrgang im Haus. Für ein reibungsloses Training wurden auf dem Kurzwaffenstand Monitore  zur Trefferaufnahme angebracht. Waffenreferent Michael Sander: „Man muss den Schießbetrieb nicht unterbrechen, um die Treffer auf den Scheiben zu begutachten. Außerdem wird Sicherheit bei uns groß geschrieben“, so Sander. Der 63-Jährige ist seit 2018 im Verein und hat gleich die Schulbank gedrückt und die Waffensachkundeprüfung abgelegt. „Ich wollte schon immer diesen Sport machen. Jetzt gilt’s! Und das Klima hier ist gesund“, so Sander lächelnd. Der aktive Schütze ist im Verein Mädchen für alles. „Dank ihm ist hier immer jemand zu Hause“, so Allenbach lobend. Seit 60 Jahren dabei ist Peter Gottfreund. Er kennt die Auf‘s und Ab’s: „Veränderungen sind natürlich. Gut, dass sich was bewegt und dass der Schießbetrieb erhalten bleibt“, lobt der Dudweiler Schütze Richtung Vorstand. Und wenn mal kein Schießbetrieb ist?

„Wir haben einen neuen Pächter. Italienische Küche im Restaurant Jena im Schützenhaus“, verrät Blaskewitz. Dem Sonntagschoppen steht also nichts im Wege.

„Mit Traditionen wird hier nicht gebrochen“, schmunzelt Allenbach. Auch nicht, in Sachen Weiterentwicklung: „Als nächstes werden wir unseren 25 m Außenstand modernisieren“, verrät Blaskewitz.`

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