Dudweiler braucht einen Hautarzt

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(Pressemitteilung)Der Sprecher des Ortsverbands Dudweiler/Scheidt von Bündnis 90/Die Grünen und Stadtratskandidat Jérôme Lange kritisiert, dass schon seit geraumer Zeit ein Hautarzt mit Kassenarztzulassung im Stadtbezirk Dudweiler fehlt. Die Folge ist, dass Patientinnen und Patienten, die eine fachärztliche Behandlung in diesem Bereich in Anspruch nehmen wollen, etwa nach Saarbrücken, St. Ingbert oder Sulzbach fahren müssen.

Dies ist, nicht zuletzt für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, in einem Stadtbezirk mit 23.500 Einwohnern nach Ansicht von Jérôme Lange sehr unbefriedigend. Verantwortlich hierfür für diesen Mißstand ist allerdings nach Auffassung des Sprechers der Grünen weder die Landesregierung noch die Kassenärztliche Vereinigung des Saarlandes, sondern ein Mangel in der Bundesgesetzgebung, der sich nicht nur auf den Stadtbezirk Dudweiler, sondern auch auf andere Stadtbezirke in der Bundesrepublik negativ auswirken.

In einem Schreiben an den Grünen Bundestagsabgeordneten Markus Tressel, das der Redaktion vorliegt, führt Lange aus, dass nach der Gesetzeslage der Planungsbereich für Hautärzte so zugeschnitten ist, dass es auf den Regionalverband Saarbrücken ankommt, für den nach Presseauskünften der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes Überversorgung vorliege.

Daher könne für Dudweiler kein eigener Vertragsarztsitz für einen Hautarzt geschaffen werden, während z.B. in Saarbrücken Mitte eine vergleichsweise hohe Dichte an Vertragsärzten bestehe. Dieses Problem ist nach einer Internetrecherche des Grünen Stadtratskandidaten kein spezifisches Problem des Stadtbezirks Dudweiler, sondern ein auf Bundesebene häufig verbreitetes Problem, das insbesondere in Großstädten anzutreffen sei. Eine Studie des IGES – Instituts weise etwa für Berlin eine unterdurchschnittliche vertragsärztliche Versorgung solcher Stadtbezirke mit mutmaßlich geringem privatärztlichem Liquidationsaufkommen gegenüber anderen Stadtbezirken aus.

Jérôme Lange bittet in dem Schreiben an den Abgeordneten Tressel, dieses Problem durch gesetzgeberische Maßnahmen des Bundestags mit dem Ziel einer ausgeglicheneren fachärztlichen Versorgung innerhalb von Stadtgebieten zu lösen. Dies würde dann auch Dudweiler zugute kommen.

 

 

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