Saarbrücker Zeitung setzt Sparmaßnahmen um – Linke plädieren für den Erhalt der SZ-Redaktion in Sulzbach

(Pressemitteilung) Wie „aus den gewöhnlich gut informierten Kreisen“ schon im Herbst des letzten Jahres zu hören war, hat die Saarbrücker Zeitung zum Jahreswechsel 2018/19 ihr Sparprogramm gestartet.
Neben weiteren Lokalausgaben im Regionalverband steht nach den Worten von Wolfgang Willems, Mitglied im Kreisvorstand Saarbrücken der Partei Die Linke, auch die Schließung der Redaktion Sulzbachtal an. Zwei Redakteure waren bislang vor Ort für Sulzbach, Quierschied, Dudweiler und Friedrichsthal zuständig: „Michelle Hartmann und Thomas Feilen waren nicht nur für uns die kompetenten Ansprechpartner vor Ort.“
Natürlich kann man mit einer Versetzung der entsprechenden Redakteure zur Zentrale die Lokalausgabe weiter betreiben, ist Willems als Ortsverbandsvorsitzender wie seine Kollegen Jürgen Trenz aus Friedrichsthal und Gabriele Ungers aus Dudweiler überzeugt: „Das mag zu Zeiten mobiler Kommunikationsmöglichkeiten nicht das Schlimmste sein.“ Als gravierender betrachtet Willems, dass sich die „Provinz-Meldungen“ gegen Stadt-Nachrichten behaupten müssen, wenn sich der Umfang der Zeitung kostensparend nicht verändert.
Für Ungers ist das dagegen nicht ganz so schlecht, denn „Dudweiler ist als Stadtteil der Landeshauptstadt bislang in der Saarbrücker Ausgabe der SZ nicht vorgekommen. Das sollte sich nach der Neuordnung ändern.“ Da die Politik für Dudweiler aus Saarbrücken gesteuert werde, erhofft sie sich danach mehr Aufmerksamkeit im Saarbrücker Rathaus.
Seit dem 2. Januar können die Leser im Sulzbachtal sehen, wie die neue Lokalausgabe aussieht: vermehrt werden Stadt-Meldungen verarbeitet, ergänzt um Nachrichten aus dem fernen Warndt. Wie den Linken dürften anderen Vereinigungen die beiden lokalen Ansprechpartner als Kontakt vor Ort fehlen.
Willems plädiert mit seinen Parteifreunden Ungers und Trenz dafür, sich aktiv für den Bestand der Lokalredaktion der SZ einzusetzen. Pessimistisch sieht er jedoch gegenüber dem privatwirtschaftlichen Medienhaus genau wie bei den Schließungen der Bankfilialen vor Ort wenig Chancen.
„Aber wir sollten versuchen, der Geschäftsleitung der SZ zu bedenken geben, dass mit zunehmendem Kündigungen von Abonnements bei einer weniger interessanten Lokalberichterstattung die Bedeutung alternativer Lokal-Zeitschriften, wie dem Quierschder, dem Friedrich, dem Dudo oder dem Sulzer, wie anderen Wochenpublikationen, steigt, sich als Gratis-Information noch besser als bisher zu positionieren.“
Foto: G. Ungers
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