Saarbahn GmbH: „Wenn wir mehr Fahrer bekämen, würden wir sie auch einstellen.“

(Pressemitteilung) WANTED: Busfahrerinnen und Busfahrer

Mit garantierten tariflichen Leistungen, Einführungsschulungen, betrieblicher Altersvorsorge und Weiterbildungsmaßnahmen sowie hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards wirbt die Saarbahn derzeit gezielt um Busfahrerinnen und Busfahrer. Zum 1. Juli konnte das Unternehmen zehn Fahrer gewinnen.

„Wenn wir mehr Fahrer bekämen, würden wir sie auch einstellen. Der Markt ist leergefegt. Wir suchen auch in Frankreich und arbeiten eng mit den Arbeitsagenturen beiderseits der Grenze“, erklärt Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger die aktuelle Situation. „Den anhaltenden Personalmangel insbesondere unserer Auftragsunternehmen können wir mit unserem Reservepersonal nicht kompensieren.“ Erschwerend komme hinzu, dass einige der beauftragen Busunternehmen, Leistungen, die sie für die Saarbahn erbringen, reduzieren müssen, weil nicht ausreichend Fahrpersonal zur Verfügung steht. „Fahrdienste, die bislang von den Auftragsunternehmen gefahren wurden, müssen wir künftig selbst übernehmen“, so Edlinger.

Darüber hinaus starte im Herbst eine neue Ausbildungsgruppe. All diese Maßnahmen seien auch notwendig, um dem relativ hohen Stand an Langzeitkranken und der in den nächsten Jahren anstehenden Pensionierungswelle entgegen zu wirken.

Bislang ist die Saarbahn von dem bundesweit beklagten Busfahrermangel verschont geblieben. Seit 60 Jahren bildet das Unternehmen den Nachwuchs in der hauseigenen Fahrschule selbst aus. Allerdings sind die Bewerberzahlen in den letzten Jahren rückläufig. Schwierig sei es jedoch, so Edlinger, trotz der guten tariflichen Leistungen und Arbeitsbedingungen fertig ausgebildete Fahrer zu finden. „Das mussten wir in den letzten Wochen und Monaten leider feststellen.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saarbahn sind für den Betrieb der Stadtbahnlinie S1 und der Buslinien in Saarbrücken und der Region verantwortlich. Die Saarbahn GmbH gehört zum Saarbrücker Stadtwerke-Konzern und ist mit fast 500 Mitarbeitern das größte Verkehrsunternehmen in der Region. Die Verzahnung mit dem Stadtwerke-Konzern bietet den Arbeitnehmern deutliche Vorteile wie etwa ein strukturiertes betriebliches Gesundheitsmanagement inklusive Betriebsarzt und eine Konzernkantine.

Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) schätzt, dass allein die öffentlichen Busbetreiber bis 2030 etwa 15.000 bis 20.000 Fahrer gewinnen müssen. Mit der Kampagne „Beweg was – Werd Busfahrer“ versucht der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), bundesweit junge Leute für den Beruf zu begeistern – und lässt da zum Beispiel den Busfahrer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus dem Berufsleben berichten. Viele der bundesweit 103.000 Busfahrer werden nach Angaben BDO in den kommenden Jahren in den Ruhestand wechseln. Außerdem wächst auch der seit 2013 liberalisierte Fernbusmarkt weiter. Gleichzeitig nutzen immer mehr Menschen den ÖPNV, vor allem in den Großstädten.

Aktuelle Kennzahlen eigene Busse und Bahnen

  • Im Monat bietet die Saarbahn 55.300 Bus- und 8.000 Bahnfahrten an
  • Die 130 eigene Busse legen jährlich 8 Millionen und die 28 Bahnen 2 Millionen Kilometer zurück
  • Tag für Tag nutzen rund 140.000 Menschen die Bahnen und Busse der Saarbahn
  • Jährlich fahren 30 Millionen Kunden mit dem Bus, 13 Millionen mit der Bahn
  • 485 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der Saarbahn GmbH und Saarbahn Netz GmbH beschäftigt
  • Rund 300 bei der Saarbahn beschäftigte Fahrerinnen und Fahrer steuern täglich 1.300 Haltestellen an
  • Daneben betreibt das Unternehmen eine Bahn- und Buswerkstatt, eine Fahrschule,  das Saarbahn Service Center und vieles mehr.

 

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