Dudweiler Relikte Folge 8 – Mai 2018 – Jägersfreude – der „Schlüssel zum Sulzbachtal“

(Gastbeitrag) Zu 30 Jahre Dudweiler Geschichtswerkstatt

In einer kurz erläuterten Bilderfolge im Dudweiler Blog erinnert die Dudweiler Geschichtswerkstatt (DGW) an einzelne in seinen Sammlungen und im Ortsbild des Stadtbezirks Dudweiler vorhandener Objekte und versucht solche „Kleindenkmale“ und Erinnerungsstücke zu dokumentieren. Dudweiler Blog hat berichtet.

Hierzu sachkundige Kommentare oder ergänzende Informationen zu erhalten, ist dabei ausdrücklich erwünscht – entweder über Dudweiler Blog oder zur E-Mail-Adresse: dudweiler977@dudweiler-geschichtswerkstatt.de

‚Jägersfreude „Schlüssel“ zum Sulzbachtal !!‘

Heute wird an ein inzwischen in die Jahre gekommenes „Hinweisschild“ erinnert, mit dem der Dudweiler Ortsteil Jägersfreude die aus Richtung der Saarbrücker Innenstadt kommenden Verkehrsteilnehmer in Höhe des Ortseingangsschildes von Jägersfreude begrüßt. Ein in „Hammerblau“ gehaltener, großer Schlüssel krönt die Tafel mit den Dudweiler „Stadtpatenschaften“ und kündet in weißer Schrift von der Schlüsselfunktion des Ortsteiles Jägersfreude als von Süden und „der Stadt“ her erstem Ort im Tal des von Norden in der Landeshauptstadt Saarbrücken in die Saar mündenden Sulzbachs.

 Foto: Helmut Sauer – 2017

Ein ähnliches „Begrüßungsschild“ befand sich bis vor einigen Jahren für den Ortsteil Dudweiler auf der Grünanlage in Höhe der Einmündung Herrensohrer Weg und Saarbrücker Straße in die Sulzbachtalstraße. Dort grüßte Dudweiler als das „Tor zum Sulzbachtal“ mit einer von dem ersten Dudweiler Bezirksbürgermeister Hermann Schon eingeweihten Hinweistafel. Ein Foto dieser Tafel befindet sich in dem von der Dudweiler Geschichtswerkstatt 2017 herausgegebenen Straßenlexikon Dudweiler – Jägersfreude – Herrensohr auf Seite 17.

Dem Vernehmen nach erfolgte die Installation des Jägersfreuder Schildes (a. a. O., S. 19) als prompte Reaktion der Jägersfreuder auf die oben erwähnte Dudweiler Imageinitiative. Nach wie vor zeugt die Botschaft des Schildtextes am südlichen Ortseingang von Jägersfreude mit den zwei Ausrufezeichen vom ungebrochen intensiven Zusammenhalt und dem Selbstverständnis des am 24. Juni 2018 sein 300-jähriges Bestehen feiernden Stadtteiles.

Die Dudweiler Geschichtswerkstatt gratuliert dazu bereits jetzt sehr herzlich.

Aufsätze zur Geschichte von Jägersfreude in den Historischen Beiträgen aus der Arbeit der Dudweiler Geschichtswerkstatt (DGW):

F. Meier, Paulus – eine Jägersfreuder Bergmannsfamilie, Heft 5/1998

K.H. Ruth, Bergmannsprämien- und –miethäuser in Jägersfreude, Band 6/2000

A. Dunkel / H.W. Lisch, Chronik der ersten Schule in Jägersfreude, Band 7/2002

W. Zimmer, Die Grube Jägersfreude und ihre Wetterschächte auf Dudweiler Bann, Band 10/2008

H. Ballas, Als die Gouvys den Jägersfreuder Hammer erwarben, Band 10/2008

G. Wahl, Der mühsame Weg der katholischen Christen in Jägersfreude bis hin zur eigenen Pfarrei, Band 10/2008

G. Wahl, Die Gründung der Jägersfreuder Schule und ihr erster Lehrer Kablé, Band 13/2014

Weitere Literatur:

A. Ruppersberg, Geschichte der Gemeinde Dudweiler, 1923, S. 171 ff.

H. Jüngst-Kipper/K.L. Jüngst, Einwohner von Dudweiler und Jägersfreude vor 1815, 1990, S. 180 ff.

H. Jüngst-Kipper/K.L. Jüngst, Einwohner von Dudweiler und Jägersfreude 1815-1885, 2001, Teilband 1, Hist. Teil, S. 1 ff.

Die Dudweiler Geschichtswerkstatt ist eine Arbeitsgemeinschaft der Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken – VHS in Dudweiler, die jedermann zur Mitarbeit offen steht. Weitere Informationen und Hinweise zu den Publikationen unter: www.dudweiler-geschichtswerkstatt.de

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