Übung im rollenden Labor

Freier Zugang zum Krankenhaus St. Josef

(Pressemitteilung)Orthopädie-Team des CaritasKlinikums Saarbrücken St. Josef Dudweiler trainiert mit neuen Geräten und neuen Methoden.

Dudweiler. „Wir haben hier zwei linke Schultern“, sagt Markus Klein und zeigt auf die Arbeitsplätze. Klein ist der regionale Verkaufsleiter des Medizinprodukteherstellers Arthrex und mit einem vollständig eingerichteten Übungslabor in einem LKW sind er und sein Team ans CaritasKlinikum Saarbrücken St. Josef Dudweiler gekommen. Gemeinsam mit den Ärzten der Klinik für Orthopädie und Spezielle Orthopädische Chirurgie werden in dieser besonderen Umgebung neue Techniken und Verfahren trainiert.

Es werden kleine Gruppen gebildet. Die Oberärzte Sven Steinlein und Sven Gräser nehmen sich die eine Schulter vor, die Assistenzärzte Eduardo Balmaceda Jaure und Ammar Karson die andere. In dem rollenden Labor können sowohl arthroskopische als auch offene Verfahren trainiert werden. „Das ist eine gute Gelegenheit für die jungen Assistenzärzte, neue Techniken zu üben, ohne dabei echte Menschen vor sich zu haben“, sagt Oberarzt Sven Steinlein. Es ist das erste Mal, dass so ein Truck am CaritasKlinikum steht und auch Steinlein versucht sich gerne mit den neuen Geräten, die die Firma Arthrex mitgebracht hat.

Zunächst wird die Kamera in das Gelenk eingeführt. Am großen Bildschirm kann nun jede Bewegung mitverfolgt werden. Über einen zweiten Zugang können die Arbeitsgeräte ins Innere gelangen. Die Zotten, die überflüssigen Fortsätze des Organgewebes, werden direkt entfernt. Der „Shaver“, der so heißt, weil er die feinen Härchen quasi wegrasiert, hat moderne Namen wie „Torpedo“ oder „Exkalibur.“ Die Ärzte sind begeistert. „Es ist schon etwas anderes, die neuen Geräte nicht nur in Broschüren anzuschauen, sondern sie in der Hand zu halten und ausprobieren zu können“, sagt Steinlein.

Im Arthrex Mobile Lab wurden neben Schultern auch Knie, Hände und Füße unter die Lupe beziehungsweise das Skalpell genommen. „Unsere Modelle und Präparate ermöglichen ein gezieltes, individuelles Training“, erklärt Markus Klein. Er wechselt immer wieder zwischen den Gruppen, erklärt die Handhabung der sogenannten Lasso-Schlinge und der Klemme und zeigt, wie man die abgelöste Knorpel-Lippe mit Schraube und Faden wieder fixiert.

Chefarzt Dr. med. Markus Pahl, Ärztlicher Leiter des Zentrum für Orthopädie in St. Josef Dudweiler, stand am Vormittag noch selbst im Operationssaal und stößt am Nachmittag zu der Trainingsgruppe. „Für uns ist es ideal, dass wir für die Übung nicht weit weg fahren müssen, sondern diese direkt vor der Haustür durchführen können“, resümiert er. „Wir konnten neue Verfahren ausprobieren, was sonst im Alltag so nicht möglich ist, und nun überlegen, was wir noch verbessern können.“

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