Geplanter Umzug des Nettomarktes in die Beethovenstraße – Dudweiler Grüne fordern Netto zum Umdenken auf

(Pressemitteilung)Oberbürgermeisterin Britz schlägt dem Stadtrat im laufenden Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans „zwischen Beethovenstraße und Straße In der Mückendell“ eine Änderung vor, die es Netto ermöglicht, seine Filiale in der Dudweiler Liesbeth-Dill-Straße zu Gunsten eines stark vergrößerten neuen Filialstandorts in der Beethovenstraße aufzugeben. Nachdem der Bezirksrat Dudweiler in seiner Sitzung vom 12. Januar die Pläne mit Stimmen von SPD, CDU und AfD gegen die Stimmen der Grünen, der Partei Die Linke und der FDP gebilligt hat, soll die Entscheidung demnächst im Stadtrat fallen. Die Grünen appellieren im Vorfeld der Stadtratssitzung an Netto, seine Pläne zu überdenken.

Nachdem die Grünen bereits in der Sitzung des Bezirksrats Dudweiler vom 12. Januar durch ihren Sprecher Peter Wünsch massive Kritik an dem Vorschlag der Verwaltung geübt und dem Unternehmen vorgeworfen hatten, die Verwaltung mit dem Wegfall der Versorgung in Dudweiler Süd unter Druck zu setzen, hat sich der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen im Vorfeld der Stadtratssitzung in einem offenen Brief seines Vorstands an die Geschäftsleitung von Netto gewandt und diesen zum Umdenken aufgefordert.

In dem Brief, der der Redaktion vorliegt, weisen die Grünen darauf hin, dass Netto anders als Aldi Süd, das seine Erweiterungspläne in der Sulzbachtalstraße aufgegeben habe, klar im Widerspruch zum Stadtteil- und Zentrenkonzept der Stadt Saarbrücken agiere und dabei in Kauf nehme, dass das Nebenzentrum  in der Liesbeth-Dill-Straße mit seinen Geschäften und der Bäckerei in seinem Fortbestand gefährdet werde, weil es auf die Anziehungskraft eines Vollversorgers angewiesen sei. Außerdem gefährde der vorgesehene neue Markt auch das Geschäftszentrum in Dudweiler-Mitte, weil Netto vorhersehbar seine Filiale in der Dudo-Galerie aufgeben werde, so dass es dann in Dudweiler – Mitte keinen Vollversorger mehr gebe, was zu einem Rückgang der Kundenströme führen wird.

Die Grünen konfrontieren Netto mit der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie, die auch die Interessen der Region im Auge behalten soll, und appellieren mit Nachdruck dafür, dass Netto seine kurzfristigen Interessen zurückstellt, um nicht den inhabergeführten Einzelhandel in Dudweiler insgesamt zu schwächen und damit auch viele Bürgerinnen und Bürger zu verärgern.

Wörtlich schreiben die Grünen: „Leben und leben lassen“ bedeutet, auf kurzfristige Gewinnmaximierungen zu Lasten Dritter, auch und nicht zuletzt um des eigenen nachhaltigen Geschäftserfolgs in einer Region willen, zu verzichten.“

Netto solle nicht auf einen Erfolg „gegen die Herzen der Menschen“ bauen, die auch ihre inhabergeführten Geschäfte behalten wollten, sondern das Geschäft am alten Standort erweitern.

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