„Nachbarschaftsfest Dudweiler“- Scheckübergabe über 1112 € für Kinder-Hospizdienst Saar

In Dudweiler hat sich eine private Initiative gegründet, die mittlerweile schon Tradition hat:

Die uneigennützige Initiative „Nachbarschaftsfest“ besteht bereits seit vier Jahren und veranstaltet zur Weihnachtszeit einen Weihnachtsmarkt, dessen Einnahmen komplett an den „Kinder-Hospizdienst Saar“ gespendet werden.

Bild: Bernd Schmidt
Bild: Bernd Schmidt

 

Die Übergabe des Schecks

Am Freitag, dem 26.01.16, fand die offizielle Scheckübergabe über 1112 € im internen Kreis in der Fingerhutstraße, Dudweiler, statt. Eingeladen zu sich nach Hause hatte die Organisatorin der Initiative, Ellen Renner.

Außerdem anwesend waren die Helfer und Unterstützer Claudia und Bernd Schmidt, Tanja Mildau und Karl-Thomas Mohr. Die Scheckübergabe erfolgte im kleinen Kreis an Beate Leonhard-Kaul, Teamleiterin beim „Kinder-Hospizdienst Saar“.

„Uns ist es wichtig, dass bemerkt wird, dass man auch im kleinen Rahmen etwas tun kann“, so Claudia Schmidt stolz.

Und das vollkommen zu Recht: im Jahr 2014 sammelte die engagierte Initiative den bisher höchsten Betrag über 1200 €. Und das ist noch lange nicht alles – 2015 war sie nominiert für „Saarlands Beste“(eine Aktion der Saarbrücker Zeitung). Die Spende ging 2015 an eine Trauergruppe für verwaiste Eltern.

Bild: Bernd Schmidt von links nach rechts: Ellen Renner, Claudia Schmidt, Beate Leonhard-Kaul, Tanja Mildau
Bild: Bernd Schmidt von links nach rechts: Ellen Renner, Claudia Schmidt, Beate Leonhard-Kaul, Tanja Mildau

Die Idee

Die Idee zum „Nachbarschaftsfest“ stammt von Ellen Renner, die schon jahrelang ehrenamtliche Helferin im „Kinder-Hospizdienst Saar“ ist. Sie ist es auch, die in jedem Jahr ihre Garage und den Gartenpavillon für den Markt zur Verfügung stellt.

 

Das Konzept

„Geboten werden Likör, Gebäck, Marmelade, Öl, Essig, Adventskränze und Gebasteltes. In der Garage findet die Tombola statt, die kommt immer gut an“, erläutert Ellen Renner und erklärt weiter: „Der Markt ist jedes Jahr gut besucht, auch Betroffene kommen zu uns.“

Alle Verkaufsartikel und Preise der Tombola werden gespendet. Im Jahr 2015 unter anderem von:  Bäckerei Kleinbauer, Metro Dudweiler, Montag´s Blumenlädchen, Saarländischer Rundfunk, Petra Crauser-Sauer sowie natürlich den ehrenamtlichen Helfern, deren Familien, Verwandten und Freunden.

 

Was kann man tun?

„Es gibt so vieles, was man tun kann, ehrenamtliche Mitarbeit, Spenden, Sponsoren, Trauerbegleitung, Öffentlichkeitsarbeit aber auch einfache Bürotätigkeiten, wie zum Beispiel Briefe verschicken“, erzählt Beate Leonhard-Kaul anschaulich. „Wir sind unglaublich froh um Mitarbeiter, wie Ellen, die in allen Bereichen arbeiten und unermüdlich im Einsatz sind. Wir sind für jede Unterstützung dankbar.“

Auch einfach einen Infostand betreuen und Flyer verteilen, hilft schon sehr viel.

Für den INFO-Abend über eine ehrenamtliche Mitarbeit in unserem Dienst und den dafür er- forderlichen Befähigungskurs 2016  haben sich  bereits 37 Interessente  angemeldet.

Interessenten können sich für den Infoabend am 17.03.16 um 18.00 Uhr im Vincent Altenpflegeheim Neunkirchen anmelden unter:

 

Beate Leonhard-Kaul

Tel.: 06821 99 98 90 21

Mobil: 0170 2 78 47 44

E-Mail: b.leonhard-kaul@kinderhospizdienst-saar.de

 

Hat man den Infoabend besucht, kann man sich dazu entscheiden, am Befähigungskurs für ehrenamtliche Helfer teilzunehmen.

Ist dies der Fall, wird ein halbes Jahr lang ein Kurs absolviert (Donnerstagabends, plus vier Samstage), um in die betroffenen Familien gehen zu können bzw. diese unterstützen zu können.

 

Hintergrund/Geschichte

„Kinder-Hospizdienst Saar“ gibt es seit dem 01.04.2006 und ist eine Kooperation von St. Josef Krankenhaus in Neunkirchen, St. Jakobus in Saarbrücken und St. Michael in Völklingen. Kinder-Hospizdienst Saar, Kinderpalliativteam und die Kriseninterventionseinheit der Marienhausklinik arbeiten eng zusammen.

Der Bedarf ist aus den Familien heraus entstanden. Beate Leonhard-Kaul führt aus:

„Kinder brauchen ein anderes Angebot als Erwachsene. Es gibt eine Lebensbegleitung für Kinder, die erkrankt sind. Ziel ist es, Lebensqualität und Lebensfreude zu erhalten oder zu verbessern. Natürlich sind wir auch da, wenn ein Kind verstirbt. Dann machen wir  die  Trauerbegleitung.“

Durch den Kinder-Hospizdienst Saar werden Kinder mit Stoffwechselerkrankungen, Herzkrankheiten, Unfallopfer und neurologische Fälle (Behinderungen) im Alter von 0-30 Jahren betreut. „Bedürfnisse ändern sich“, so Leonhard-Kaul weiter. „Wir unterstützen die Familien zu Hause im gewohnten Umfeld.“

Angeboten wird außerdem eine Trauerbegleitung für alle, die um ein Kind trauern, sowie auch eine Kinder- und Jugendgruppe, wenn um ein Elternteil getrauert wird.


 

Redet man länger mit allen Engagierten, so wird man traurig. Zum Beispiel wenn Beate Leonhard-Kaul von den Familien-und Erinnerungsbäumen im Hospizwald Saarforst in Eppelborn spricht. In dem Wald werden Bäume gepflanzt für die Kinder, die noch leben – und auch für die Verstorbenen.

Es überkommt einem aber ein wohliges Gefühl, hört man von „Spiderfahrern“, Privatleuten, die sich gemeldet haben, um mit  erkrankten  Kindern zu fahren und ihnen Freude zu bereiten.

Oder wenn Frau Leonhard-Kaul von einem Mittelalterfest für die Kinder erzählt, das ehrenamtlich und ohne vorherige Anfrage organisiert wurde. Oder vom Engagement der  Naturbühne Gräfinthal, die Kinder kostenlos geschminkt haben.

 


 

Sponsoring:

Das bisherige Sponsoring erfolgt durch Firmen sowie Privatleute. Natürlich werden auch Sponsoren gesucht, die sich ebenfalls beim Kinder-Hospizdienst Saar melden können.

 

Spenden kann man unter:

 

Sparkasse Saarbrücken

IBAN: DE 77 5905 0101 0000 7170 17

BIC: SAKSDE 55

Stichwort: Kinder-Hospizdienst Saar

 

Weitere Informationen unter:

www.kinderhospizdienst-saar.de

und info@kinderhospizdienst-saar.de

 

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