Vorstand des nationalen Verbandes Botanischer Gärten e.V. äußert sich zur Entscheidung der UdS

(Pressemitteilung)Mit großem Befremden hat der Vorstand des nationalen Verbandes Botanischer Gärten e.V. die Entscheidung der Universität des Saarlandes, ihren Botanischen Garten durch eine Stellensperre auslaufen zu lassen, zur Kenntnis genommen.

„Es ist nicht nachvollziehbar, wie ein Bundesland unter Vernachlässigung seiner Bildungshoheit auf eine derartige Einrichtung verzichten will, zumal es im gesamten Bundesgebiet ehedem über den kleinsten und preiswertesten Universitätsgarten verfügt. Der Botanische Garten in Saarbrücken ist Gründungsmitglied unseres Verbandes mit heute 78 Gärten, sein ehemaliger Direktor war über viele Jahre unser Präsident.
Botanische Gärten stehen seit über 400 Jahren in der Tradition von Universitäten weltweit. Alle deutschen Bundesländer verfügen über mindestens eine solch wichtige Einrichtung. Ihr positiver Beitrag zur Bildung und Sensibilisierung aller Bevölkerungsschichten in Sachen Natur und Umwelt ist unbestritten und unersetzbar. Zudem beteiligt sich der Saarbrücker Garten an nationalen und internationalen Erhaltungsprogrammen vom Ausserben bedrohter Pflanzenarten. Mit seinen über 2.200 kultivierten Spezies werden auf engstem Raum nahezu doppelt so viele Gefäßpflanzen kultiviert als im gesamten Saarland wild vorkommen. Deren möglichen Verlust stufen wir als unverantwortbar ein.
Wir rufen die saarländische Landesregierung dazu auf, ihren Universitätsgarten zu erhalten, damit auch die Saarländer und Saarländerinnen wie alle anderen Bundesbürger über eine solche Kultur- und Bildungseinrichtungen verfügen dürfen.“

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