Eine Ziegenfarm mitten in Dudweiler

Am Schiedeborn in Dudweiler gibt es eine Farm mit afrikanischen Burenziegen. Gezüchtet werden diese von der Züchterin im Herdbuch Conny Nonnweiler. Neben Verkauf und Zucht bietet sie auch kostenlose Führungen als Naturerlebnis für Schulklassen und Kindergärten an.

 

So fing alles an 

Nachdem die letzten Landwirte in Dudweiler und Umgebung ihre Betriebe in den 1960er Jahren geschlossen hatten, war der Schiedeborn  in Dudweiler so mit Sträuchern und Bäumen zugewuchert, dass sich jede Menge Wildschweine ansiedelten, die den Bewuchs als Lebensraum nutzten. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Wildschweine den Schiedeborn verwüstet.

Die Flächen wurden wegen der Verwüstung von der Stadt frei gemacht. Um der Überwucherung von Bäumen und Sträuchern weiterhin Herr zu werden, kam Conny Nonnweiler auf die Idee, eine Ziegenfarm zu gründen. Die Naturschutzbehörde befürwortete das und so erhielt sie die Privilegierung als Landwirtin und die Genehmigung für einen großen Stall. Vor der Zucht besaß sie nur drei Ziegen: „Dann habe ich weiter aufgestockt“, sagt die Dudweiler Züchterin lächelnd. Heute ist sie stolze Besitzerin von 19 großen und 15 kleinen afrikanischen Burenziegen.

Ein großes Lob geht von der Ziegenzüchterin an die gute Zusammenarbeit und das gute Verhältnis mit dem Jagdpächter: „Das Verhältnis mit unserem jetzigen Jagdpächter ist sehr gut, alle helfen sich hier. Die Zaunsetzung um das Gelände konnte nur Dank unserer Freunde und Helfer möglich gemacht werden.“

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Die Zucht 

Nonnweiler ist Mitglied im Schaf – und Ziegenzuchtverband Saarland:“ Wir helfen uns als Züchter alle untereinander, können uns Fragen stellen oder Tipps zur Zucht bei anderen Züchtern geben lassen.“ Durch ständige Weiterbildung über angebotene Kurse bleibt sie auf dem neuesten Stand und das lohnt sich: Conny Nonnweiler macht von der Klauenpflege bis hin zu den Geburten tragender Ziegen alles selbst. Auf die Gesundheit wird größter Wert gelegt, jedes Jahr lässt sie Blutproben ihrer Ziegen auf CAE und Pseudotuberkulose auswerten.

„Jeder der sich solche Tiere hält, sollte sich darüber bewusst sein, dass es ohne ständige Kontrollen auf Krankheiten nicht geht. Leute, die Interesse an der Ziegenzucht haben, sollten daran denken, dass Ziegen Herdentiere sind und nur zwei Ziegen zur Zucht nicht reichen“, so Nonnweiler. Auch sollten Neuzüchter sich geeignete Flächen suchen, im Garten seien beispielsweise zu viel giftige Pflanzen, um solche Tiere zu halten. Sanierte Ziegen kann man bei ihr am Schiedeborn kaufen.

Außerdem hat man die Möglichkeit, Ziegenwurst zu erwerben. Allerdings nicht regelmäßig: Reine Fleischziegen sind nur die, die nicht zur Zucht geeignet sind. Telefonisch oder per E – Mail kann man anfragen, ob es gerade Fleisch gibt oder nicht. Da sie in allen Produkten Rindfleisch und Ziegenfleisch mischt, sind ihre Waren auch für alle diejenigen, die kein Schweinefleisch essen, geeignet.

 

Die Farm als Naturerlebnis für Kinder

Kostenlos bietet sie Führungen für Schulklassen und Kindergärten an. Es gab bereits eine Abschlussfeier mit Übernachtung einer Klasse im Stall, für die die Sulzbacher Feuerwehr sogar extra Liegen zur Verfügung gestellt hatte.

Für kleine Kinder ist der Schiedeborn ein echtes Naturerlebnis: Es gibt Esskastanienbäume, die Kinder können sehr weit laufen und herumtollen, auf einem Pferd reiten, eine zahme Ziege streicheln oder von der Ziegenwurst (Rohesser und Salami) probieren. Wer Interesse hat, kann sich unter den Kontaktdaten bei Conny Nonnweiler melden. Tierhalter können auch Mist von Pferden und Ziegen zur Düngung kostenlos bei ihr erwerben.

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Fragen rund um die Zucht, Kontakt und Bestellungen unter:

Conny Nonnweiler

Burenziegen, Herdbuchzucht – CAE – Frei ,Züchterin im Herdbuch

Zucht – Verkauf – Vermarktung

In den Welkertswiesen 9

Tel.: 0152 / 54083109

E – Mail: conny24@online.de

 

 

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