Neue Saarbrücker Touristenattraktion: Baupfusch-Tour entlang der Saar

Staatstheater bei Nacht (Foto: Thomas Braun)
Staatstheater bei Nacht (Foto: Thomas Braun)
Hier soll die Tour künftig entlang führen – ob auch Nachtfahrten geplant sind, steht derzeit noch nicht fest. (Foto: Thomas Braun)

Vier verpfuschte Bauprojekte – teils in Millionenhöhe – auf 2,5 Kilometern: Da macht Saarbrücken langsam sogar dem Berliner Flughafen BER Konkurrenz und wird auf einen Schlag zum Touristenmagnet. Eine neue Schiffstour zwischen HTW-Hochhaus und Viertem Pavillon soll nun zusätzliche Besucher in die Stadt locken.

Nach dem jüngsten Baupfusch in der Saarbrücker Innenstadt – eine 800.000-Euro-Brücke an der Congresshalle muss wegen 28 Mängeln neu gebaut werden – hat die Stadt beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen und bietet ab 1. April eine „Baupfusch-Tour“ auf der Saar an.

Vom Congresshallensteg zum HTW-Neubau

„Das ist doch einmalig in Deutschland – oder zumindest ganz, ganz selten, dass gleich mehrere Bauprojekte dermaßen in die Hose gehen. Das interessiert die Leute“, erläuterte ein Sprecher der Stadt die Idee. Geplant ist eine Schiffstour auf der Saar: „Start wird an der Congresshalle sein – im April dann hoffentlich an der neuen, dieses Mal mängelfreien Brücke.“ Von dort soll es zunächst in Richtung HTW-Neubau an der Malstatter Brücke gehen. Das ehemalige Gesundheitsamt war für mehrere Millionen Euro zum Hochschulstandort umgebaut werden. Bei bei den Planungen hatte man aber vergessen, dass das Gebäude täglich von mehr als 1000 Studenten genutzt werden sollte – und nicht nur von 200. Das bedeutete, dass beim Brandschutz ordentlich nachgebessert werden musste.

Vierter Pavillon Höhepunkt der Tour

„Unter der Malstatter Brücke wird dann gewendet und es geht in die andere Richtung – bis zur Modernen Galerie und dem Vierten Pavillon“, so der Sprecher. Der Vierte Pavillon sei natürlich das absolute Highlight und Aushängeschild. Unterwegs komme man noch an der neuen Freitreppe am Rabbiner-Rülff-Platz vorbei, die Schlagzeilen gemacht hatte, weil sie kurz nach der Fertigstellung bereits wieder ausgebessert werden musste.

Leckes Schiff für mehr Erlebnis-Charakter

Als weiterer Höhepunkt ist geplant, die Schiffstour mit einem leck-geschlagenen Boot zu veranstalten, um den Pfusch-Erlebniswert noch zu steigern. Noch ist unklar, wer als Reiseführer die Schiffstouren begleiten sind, man wolle aber mal „bei Hartmut Mehdorn nachfragen“, als BER-Geschäftsführer ein ausgewiesener Fachmann.

Nächste Attraktion „Autobahntunnel“ bereits in Planung

Nach bevor die erste Tour startet, laufen schon Planungen für weitere Attraktionen: „Wir hoffen, demnächst mit dem Projekt Autobahntunnel starten zu können und dort hunderte Millionen Euro zu versenken. Damit wären wir dann auch international in der Champions-League“, so der Sprecher.

Damit die Touren auch gut verkauft werden und national bekannt werden, ist eine Anzeigenkampagne in dem bundesweiten Onlinemedium „Der Postillon“ geplant. Die ersten Reaktionen auf das neue Tourismusprojekt sind übrigens sehr positiv. Der kleine Timmy (9) aus Saarbrücken plant bereits, regelmäßig die Schule zu schwänzen, um an der Tour teilnehmen zu können: „Da lerne ich endlich was fürs Leben und nicht nur für die Schule.“

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3 Thoughts to “Neue Saarbrücker Touristenattraktion: Baupfusch-Tour entlang der Saar”

  1. Was kostet die Karte? Da fahr ich doch glatt mit!

    LG Kirsa

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  2. Klaus Kirch

    Klasse, ich bin dabei. Vielleicht bleibt noch etwas Geld für Dudweiler Projekte übrig!!!!!

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    1. Norbert Theo Schuler

      Da es bestimmt sehr viel Murks zu bewundern gibt sollte diese Tour nicht nur mit dem Schiff, sondern auch mit Straßenbahn und Bus gemacht werden. Das ganze dann allerdings auf mehrere Tage verteilt, denn das schafft man sonst nicht.

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