Künftig keine Geburten mehr in Dudweiler

Frisch renoviert: Das Krankenhaus in Dudweiler
Frisch renoviert: Das Krankenhaus in Dudweiler
Frisch renoviert: Das Krankenhaus in Dudweiler

Nun ist es auch offiziell bestätigt: Im ersten Halbjahr kommenden Jahres sollen Gynäkologie und Geburtshilfe von Dudweiler in die Klinik auf den Rastpfuhl verlegt werden. Der genaue Umzugstermin steht noch nicht fest. In einer ausführlichen Pressemitteilung hebt die cts die Vorteile aus ihrer Sicht hervor: Kinderarzt rund um die Uhr verfügbar, kein Verlust von Arbeitsplätzen. Den Beleghebammen wird die Möglichkeit geboten, in Saarbrücken weiterzuarbeiten.

(Pressemitteilung) Das CaritasKlinikum Saarbrücken wird die Fachgebiete Frauenheilkunde und Geburtshilfe im ersten Halbjahr 2015 an einem Standort zusammenführen, und zwar am Standort St. Theresia. [Anmerkung der Redaktion: In einer früherern Version der Pressemitteilung war vom 1. Januar die Rede – was allerdings zu Verwirrungen geführt hat. Auch über den 1.1.2015 hinaus sind noch Geburten in Dudweiler möglich. Der endgültige Schließungstermin steht noch nicht fest und wird gesondert mitgeteilt). Die cts setzt damit eine Maßnahme um, die so bereits im Krankenhausplan für das Saarland vorgesehen ist. Die Gynäkologie des CaritasKlinikums Saarbrücken steht bereits seit 2012 unter gemeinsamer ärztlicher Leitung von Chefarzt Dr. Mustafa Deryal. „Das renommierte Angebot der traditionellen sanften Geburt mit Beleghebammen wird durch das am Standort St. Theresia vorhandene Perinatalzentrum ergänzt und abgerundet“, benennt Dr. Deryal einen der großen Vorteile, die das CaritasKlinikum Saarbrücken werdenden Müttern bietet.

„Größtmögliche Sicherheit“

Dass beide Angebote nun an einem Standort zusammengeführt werden, hat vor allem den Grund, werdenden Müttern und ihren Babys dann die größtmögliche Sicherheit bieten zu können. Dies beginnt bereits bei der Pränataldiagnostik, der Diagnostik vor der Geburt, die sowohl gerätetechnisch und auch personell durch Ärzte mit entsprechender Qualität und Erfahrung gebündelt werden kann. Weiterhin wird durch eine Zusammenlegung der beiden Standorte angestrebt, personelle Engpässe, wie sie in vielen anderen Kliniken bereits existieren, in Zukunft zu vermeiden.

„Unser Bestreben ist es, die werdenden Mütter rund um die Geburt auch weiterhin individuell zu betreuen. Zudem hält das  Perinatalzentrum  Neonatologen und Kinderärzte für Neugeborene vor und wird in Kooperation und unter Verantwortung der Fachärzte des Uniklinikums Homburg betrieben. Damit sind Mütter und Neugeborene noch besser versorgt, wenn es nach der Geburt Probleme geben sollte. Dass im CaritasKlinikum Saarbrücken in diesem Jahr nun bereits über 1.100  Babys geboren wurde, zeigt, dass dieses Konzept bereits Früchte trägt“, sagt Deryal.

Durch die Zusammenführung wird am Perinatalzentrum des CaritasKlinikums Saarbrücken künftig rund um die Uhr ein Kinderarzt vor Ort sein. „Wir möchten hier als Träger kein Risiko eingehen und werdenden Müttern auch dann die höchstmögliche Sicherheit bieten, wenn es zu Komplikationen kommt. Der Facharztstandard, den wir einhalten müssen und die Mindestanzahl an Geburten, die eine geburtshilfliche Abteilung erbringen muss, sind weitere Argumente für die Konzentration auf einen Standort – besonders vor dem Hintergrund der zurückgehenden Geburtenzahlen“, sagt cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer und betont, dass es dadurch keine Entlassungen geben werde: „Ich möchte den Mitarbeitern dieser Abteilung am Standort St. Josef ausdrücklich für ihren Einsatz danken – sie haben über viele Jahre dort qualitativ hochwertige Arbeit geleistet. Wir bieten allen Mitarbeitern, die bisher in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Standort St. Josef gearbeitet haben, einen Arbeitsplatz in Saarbrücken an. Und wir wünschen uns auch, dass uns unsere Beleghebammen auf den Rastpfuhl folgen.“

Beleghebammen sollen mitwechseln

„Das Besondere an der Arbeit der Beleghebammen ist“, ergänzt Pflegedirektorin Ursula Hubertus, „dass sie die Schwangeren über einen langen Zeitraum betreuen und so ein sehr gutes Vertrauensverhältnis aufbauen können. Dies ist bei der Geburt einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren.“ „Wir freuen uns sehr, wenn die werdenden Mütter uns nach wie vor das Wichtigste anvertrauen, was sie haben – sich selbst und Ihr ungeborenes Baby“, sagt Rafael Lunkenheimer. „Mit Menschen für Menschen da zu sein und professionelle Caritas-Arbeit zu leisten, damit sie bei uns ganzheitliche Zuwendung erfahren und Geborgenheit finden, ist unser gemeinsamer Auftrag – erst recht in einem modernen und zugewandten Verbundkrankenhaus wie unserem CaritasKlinikum Saarbrücken.
Derzeit entsteht ein umfassendes medizinisches Konzept für beide Standorte des CaritasKlinikums Saarbrücken, das bis Ende des Jahres fertiggestellt sein soll und dann mit dem Ministerium und mit den Kostenträgern besprochen wird. Ziel ist es, den Standort St. Josef und die dortigen Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern.“

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