CDU: „Bezirksrat nicht zum Erfüllungsgehilfen der Saarbrücker Rathausmehrheit degradieren!“

Der unterlegene Kandidat für das Bürgermeisteramt, Ralf Peter Fritz, gratuliert Reiner Schwarz (Foto: Thomas Braun)
Der unterlegene Kandidat für das Bürgermeisteramt, Ralf Peter Fritz, gratuliert Reiner Schwarz (Foto: Thomas Braun)
Der unterlegene Kandidat für das Bürgermeisteramt, Ralf Peter Fritz, gratuliert Reiner Schwarz (Foto: Thomas Braun)

Bei der Wahl zum Bürgermeister und anschließend auch zum 1. Beigeordneten war CDU-Kandidat Ralf-Peter Fritz wegen vorheriger Absprachen der SPD mit Grünen und Linken gescheitert. In der nun veröffentlichten Pressemitteilung wird deutlich, dass der Groll noch nicht ganz verzogen ist.

(Pressemitteilung/ redaktionell gekürzt) „Mein erster Glückwunsch gilt dem neugewählten Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz (SPD) und seiner Beigeordneten Gabriele Ungers (Die Linke). Im Sinne Dudweilers wünsche ich persönlich aber auch die gesamte CDU Gottes Segen und eine glückliche Hand“, so Ralf-Peter Fritz (45), der Spitzenkandidat der Dudweiler CDU und neu gewählte Fraktionsvorsitzende im Bezirksrat.

Das Beste aus der Situation machen

Für die Union sei es ein Gebot des Anstands und der Fairness, aber auch im Interesse der Menschen ein aufrichtig gemeinter Wunsch, dass die neue Führungsetage der auf ein Minimum an Kompetenzen reduzierten Bezirksverwaltung wenigstens aus der Situation das Beste mache.

„Reiner Schwarz hat bewiesen, dass er die Verwaltung kennt. Wir wünschen ihm, dass es ihm jetzt, da er im Ruhestand ist, gelingt, sich von seiner Dienstherrin Charlotte Britz zu emanzipieren“, erläutert der 45-jährige Chef der Dudweiler CDU-Fraktion.

„Dudweiler braucht keinen ferngelenkten Verwalter des Mangels, sondern einen Bezirksbürgermeister, der selbstbewusst Partei für die Menschen ergreift und unserem Stadtteil in schweren Zeiten eine Stütze ist.“, so Fritz weiter.

Seine beiden Stellvertreter, Jörg Jarolimeck (34, Scheidt) und Peter Meyer (71, Herrensohr) unterstrichen diese Position: „Nur durch das selbstbewusste Auftreten der Bürger konnte eine Koalition der Vernunft unter der Führung der CDU mit Abweichlern aus anderen Parteien gemeinsam verhindern, dass z.B. Bäder in Dudweiler geschlossen werden und manch andere Punkte der Saarbrücker Stadtverwaltung, Dudweiler als Steinbruch für die Kernverwaltung zu missbrauchen.“

Erstaunen über „Große Koalition“

Die Union sieht mit tiefem Befremden, dass sich hier eine Koalition aus den Linken, der SPD, der FDP, den Grünen und der AfD bereit gefunden hat, um eine Mehrheit zu bilden. „Es ist schon ein einmaliger Vorgang, wenn politische Gruppierungen, die am äußersten rechten Rand des Parteienspektrums stehen mit solchen, die als bekennende Kommunisten auftreten, eine Übereinkunft über die Wahl eines Kandidaten erzielen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, aber das sagt viel darüber, dass der Trieb zum Machterhalt offenkundig stärker ist als der Wille, zu demokratischen und sachgerechten Lösungen zu gelangen“, so die Union in ihrer Pressemitteilung.

Rot-grün zum Handel aufgefordert

Mit der CDU werde es keine Totalopposition geben. Aber nachdem rot-grün eine eigene Ratsmehrheit unter Zuhilfenahme von Linken und AfD gebildet hat, sei es zunächst deren Sache, Dudweiler vor dem Zerstörungswillen der Saarbrücker Stadtverwaltung zu schützen.

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