Stadt sieht bei KIEZ-Projekt keine Probleme für Vereine

BürgerhausNachdem wir über den Ärger rund um den KIEZ-Projekt berichtet haben, hat die Stadt nur wenige Stunden später reagiert und auf unsere vor einer Woche gestellte Anfrage geantwortet. Danach sollen künftig acht Räume im Bürgerhaus für das Projekt reserviert werden. Negative Auswirkungen auf die Vereine oder die Gastronomie befürchtet die Stadt aber nicht.

Ein Beitrag von Lena Sauer und Thomas Braun

„Für die Gastronomie im Bürgerhaus wird es aus unserer Sicht keine Verschlechterung der Situation durch das KIEZ am Anger geben. Es könnte vielmehr eine zusätzliche Belebung des Bürgerhauses einsetzen“, teilte Stadtpressesprecher Thomas Blug in einer Stellungnahme mit. „Auf die Vereine im Bürgerhaus hat es unserer Meinung nach keine Auswirkungen, jedenfalls keine negativen“, so Blug weiter.

Folgende Räume sind seinen Angaben zufolge künftig für das Projekt reserviert: Im Untergeschoss, das bisherige Archiv, der momentane Beratungsraum und der Ruheraum. Im Erdgeschoss sind weitere vier Räume vorgesehen, nämlich die beiden Räume, die sich im Flur des Aufzugs befinden, der Raum, der momentan von der Treppe abgetrennt ist (diese Trennwand wird heraus genommen) und der daneben liegende Raum (Gemeinschaftsraum II). Die beiden Räumlichkeiten sollen durch eine Tür miteinander verbunden werden, sodass ein fließender Zugang zu allen Räumen im Erdgeschoss besteht. Im Obergeschoss soll das Atrium genutzt werden, das durch eine Wand (mit Zugang über eine Tür zum Kultur- und Lesetreff) abgetrennt wird. Auch die Außenterrasse des Erdgeschosses und der Innenhof im Untergeschoss sind betroffen. Außerhalb des Bürgerhauses sollen darüber hinaus keinerlei Räumlichkeiten genutzt werden – ursprüngliche Planungen, auch die Dudogalerie mit einzubeziehen sind damit hinfällig.

Großveranstaltungen weiter möglich? Was wird aus dem viel genutzten Raum GII?

Alle belegten Räume könnten aber bei Großveranstaltungen weiter genutzt werden, versucht Blug die Bedenken der Vereine zu zerstreuen. Da passt allerdings nicht ins Bild, dass die Grüne Nelke nach Informationen des Dudweiler Blogs bereits eine Absage für ihr Tanzturnier am 30.11.2014 bekommen hat, da der bisher genutzte Raum G II nicht mehr vermietbar sei. Für die Nelke ein Problem: Bei dem Turnier, zu dem mittlerweile Vereine aus dem ganzen Saarland anreisen, stößt das Bürgerhaus wegen der benötigten Umkleiden sowieso schon an seine Kapazitätsgrenzen. Der Wegfall eines Raums wäre somit nur schwer zu kompensieren.

Vielleicht kann hier aber noch eine Lösung gefunden werden: Denn der G II soll nicht fest als Büro belegt werden, sondern vor allem als Gruppen- und Speiseraum genutzt werden. Er könnte also rein theoretisch bei besonderen Veranstaltungen freigeräumt und zwischenzeitlich anders genutzt werden – es liegt nun an den beteiligten Parteien, hier doch noch eine gemeinsame, für alle zufriedenstellende Lösung zu finden.

Bereits am Freitag, am 23.Mai 2014, wird der Kooperationsvertrag zum Kinder- Elternbildungszentrum Dudweiler „KIEZ am Anger“ von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und einem Vertreter des Diakonischen Werks unterschrieben. Der Vertrag läuft bereits seit dem 1. Mai dieses Jahres und das Projekt soll in Volllast mit Beginn des neuen Schuljahres starten. Lediglich die Nebenkosten für die Raumnutzung fallen für die Stadt Saarbrücken an.

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