Dudweiler FDP: Drastische Uni-Kürzungen wären gefährlich für Dudweiler und Saarbrücken

Der Campus in Saarbrücken (Quelle: Universität des Saarlandes, Foto: Winkler)
Der Campus in Saarbrücken (Quelle: Universität des Saarlandes, Foto: Winkler)

(Pressemitteilung) Die FDP Dudweiler sieht in den vom Wissenschaftsrat in Aussicht gestellten, drastischen Studiengangstreichungen an der Universität des Saarlandes eine große Gefahr für Dudweiler, Saarbrücken und die sonstigen umliegenden Gemeinden.

„Wir sprechen uns gegen Schließungen im medizinischen Bereich ebenso aus wie bspw. gegen die vorgeschlagene Einstellung von Studiengängen der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, die die meisten Studenten und jährlich die größte Nachfrage an Studienanfängern aufweist“, sagt Tobias Raab, Vorsitzender der FDP Dudweiler und Spitzenkandidat der FDP zur Stadtratswahl. Es dürfe nicht der Fehler begangen werden, einzelne Fachrichtungen und Fakultäten nach der Höhe der von ihnen erwirtschafteten Drittmittel zu beurteilen und „weniger lukrative“ Studiengänge wie Jura oder BWL zur Schließung vorzuschlagen.

Diese Fachrichtungen sorgten mit ihrem immer noch guten Ruf maßgeblich dafür, dass die saarländische Hochschullandschaft weiterhin für saarländische und nicht-saarländische Abiturienten, Studierende, Doktoranden und Professoren attraktiv bleibt. Eine attraktive Hochschullandschaft im Saarland verringert zum einen die Abwanderung von Studenten in andere Bundesländer und erhöht gleichzeitig die Zuwanderung von Studenten und Fachkräften aus anderen Regionen ins unsere Gemeinden. „Eine Universität darf nicht nur unter betriebswirtschaftlichen Aspekten gesehen werden, man muss immer vorrangig ihren volkswirtschaftlichen Nutzen betrachten, um die Gesamtsituation ausreichend würdigen zu können. Ohne diese Studiengänge büßt Saarbrücken Attraktivität, Einwohner, Kreativität und Kaufkraft ein“, betont Raab.

Daher seien auch die bereits beschlossenen Kürzungen der Uni-Mittel durch CDU und SPD im Land zurückzunehmen. Sonst könne die Universität ihrer wichtigsten Aufgabe nicht mehr nachkommen. „Es kann nicht das alleinige Ziel von staatlichen Hochschulen sein, ausschließlich vermeintliche Eliten und Exzellenzzentren zu fördern, die hohe Drittmittelbeträge erwirtschaften, und solche Fachrichtungen zu schließen, die zwar weniger profitabel sind. Denn gerade diese Fächer bieten der Breite der Studierenden wenigstens ansatzweise die Möglichkeit eines sozialen und gesellschaftlichen Aufstiegs bieten. Auch dies ist ein wichtiger, sozialer Aspekt“ erklärt Raab.

Dennoch sieht die FDP Dudweiler Optimierungsmöglichkeiten, insbesondere bei den Strukturen der Hochschullandschaft der Großregion und der Akquisition von Forschungseinrichtungen. „Wir sprechen uns in diesem Zusammenhang gegen das Einbringen nichtssagender oder fundamentaler Resolutionen durch das rot-rot-grüne Bündnis im Stadtrat aus. Vielmehr sind konstruktive, eine umfassende akademische Grundversorgung im Saarland sichernde Konzepte zu erarbeiten“, so Raab. Auch fordere man die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz auf, ihren Einfluss als stellvertretende SPD-Landesvorsitzende geltend zu machen und eine Zustimmung ihrer Partei zu den drohenden, drastischen Schließungen im Landtag zu verhindern.

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