Broschüre zu vergessenen Spielen soll entstehen

Bagger im Sandkasten (Foto: Thomas Braun)
Bagger im Sandkasten (Foto: Thomas Braun)
Bagger im Sandkasten (Foto: Thomas Braun)

„Mir hann gespielt am liebschde nur im Dregg …“ – genauso vergessen wie dieses alte Saarbrücker Lied sind heutzutage auch viele Spiele, mit denen sich Kinder früher die Langeweile vertrieben haben. Die Stadt Saarbrücken will etwas dagegen unternehmen und sammelt Erinnerungen, um sie in einer Broschüre zu sammeln und zu veröffentlichen.

Handy, iPad, Spielekonsole, Fernseh und Co – falls Kinder heute neben Ganztagsschule, Hausaufgaben, Essen und Schlafen überhaupt noch Zeit haben, sind das meist die Beschäftigungen erster Wahl. Auf der Straße wird kaum noch gespielt, Spielplätze vereinsamen zu „isolierten Kinderinseln“.

Doch früher war das anders: Da wurde mit der Blechdose auf der Straße gekickt, da wurde „Klicker“ gespielt, man kannte die besten Verstecke in der Straße oder – wenn mal kein Freund da war – wurde die Hauswand mit Tennisbällen malträtiert.

Erinnerungen gesucht

Das Referat „Kinder in der Stadt“ (KidS) der Landeshauptstadt Saarbrücken ist nun auf der Suche nach alten Erinnerungen. Welche Kinderspiele waren vor 40 oder 50 Jahren noch gängig. Gesammelt werden Erfahrungen, Erzählungen und Fotos an alte Kinderspiele. „KidS“ möchte wissen, wie und wo unsere Eltern und Großeltern früher in ihrer Umgebung gespielt haben. Welche Spiele wurden gespielt? War es möglich, unbeaufsichtigt auf der Straße zu spielen? Wie sahen die Puppen, Autos oder Bausteine aus? Aus welchen Materialien wurden Spielzeuge gebastelt? Und könnten die Spiele für heutige Kinder auch noch interessant sein?

Aus den gesammelten Informationen soll eine kleine Broschüre entstehen, mit dessen Hilfe fast vergessene Kinderspiele wieder ins Bewusstsein gerufen werden. KidS verbindet mit der Broschüre die Hoffnung, dass ein oder andere Spiel wiederbeleben zu können.

Beiträge nimmt das Amt für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit, Referat KidS, Kaiserstraße 1a, 66111 Saarbrücken per Post oder per E-Mail entgegen: christoph.conrad@saarbruecken.de

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