Dudweiler hat gewählt … ganz anders als Deutschland

Haushaltsdebatte im Bundestag (Foto: Deutscher Bundestag, Marc-Steffen Unger)Merkel ist Deutschlands liebste Kanzlerin – das hat die Bundestagswahl gezeigt. Ginge es nach der Dudweiler Bevölkerung, wäre das Ergebnis allerdings weit weniger deutlich ausgefallen als im Bund. Mit jeweils knapp über 30 Prozent lieferten sich hier CDU und SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen – auch die AfD hätte den Sprung ins Parlament geschafft. Und anders als im Bund ist die Wahlbeteiligung weiter zurückgegangen.

Bereits am Wahlabend waren auf der Internetseite der Landeshauptstadt die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke veröffentlicht worden, darunter auch die der 24 Bezirke in Dudweiler (ohne Scheidt, Herrensohr und Jägersfreude). Danach hätte die CDU mit 30,8 Prozent der gültigen Stimmen die Wahl gewonnen, knapp vor der SPD, die auf 30,4 Prozent kam. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 konnten damit beide Bezirke um mehr als sechs Prozent zulegen.

Linke verlieren mehr als die Hälfte der Stimmen

Ganz anders das Bild bei den Linken. Sie sind mit ihrer Spitzenkandidatin Claudia Kohde-Kilsch regelrecht abgestürzt. Da konnte auch nicht helfen, dass mit Gabriele Ungers eine Dudweilerin auf Platz Zwei der Landesliste kandidierte. Die Linken, 2009 mit 25,3 Prozent noch stärkste Partei in Dudweiler, erreichten nur noch 12,4 Prozent. Ein Verlust von 12,8 Prozentpunkten.

Auch die FDP musste ordentlich Federn lassen. Mit -8,2 Prozentpunkten kamen sie nur noch auf 4,3 Prozent und verpassten damit ähnlich wie im Bund die Fünf-Prozent-Hürde. Anders die AfD – die Alternative für Deutschland. Aus dem Stand kam die Partei in Dudweiler auf 5,2 Prozent der Stimmen. Die NPD, die in einzelnen Dudweiler Wahlbezirken zwar Werte von um die fünf Prozent erreichte (Bürgerhof Martin: 6,25 Prozent, DRK-Heim: 4,05 Prozent), fällt in der Summe aber ganz klar unter „Sonstige“, ähnlich wie andere Splitterparteien.

Hübinger bleibt Dudweilers Abgeordnete in Berlin

Dudweilers Abgeordnete in Berlin wird erneut CDU-Kandidatin Anette Hübinger. Sie verteidigte ihren Wahlkreis gegen Herausforderin Elke Ferner von der SPD – auch wenn die SPD-Abgeordnete zumindest in der Landeshauptstadt eine leichte Mehrheit erreicht hatte.

Wahlbeteiligung sinkt weiter – gegen den Bundestrend

Die Wahlbeteiligung in Dudweiler lag mit 67,2 Prozent deutlich unter dem Wert im Bund, wo ca. 73 Prozent der rund 62 Millionen stimmberechtigten Bürger zur Wahl gegangen waren. Und anders als im Bund ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2009, wo sie bei 68,5 Prozent lag, weiter zurückgegangen. In Dudweiler gab es in diesem Jahr 14.558 Wahlberechtigte, 9779 davon hatten eine gültige Stimme abgegeben.

Eine detaillierte Übersicht über die Ergebnisse gibt es hier:

http://www.saarbruecken.de/de/rathaus/stadtpolitik/wahlen/bundestagswahl_2013/wahlergebnisse_nach_stimmbezirken


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