Neue Hoffnung für Dudweiler Freibad

Dudweiler Freibad (Foto: Bäderbetriebsgesellschaft Saarbrücken)
Dudweiler Freibad (Foto: Bäderbetriebsgesellschaft Saarbrücken)
Dudweiler Freibad (Foto: Bäderbetriebsgesellschaft Saarbrücken)

Erst der Sonderstatus, dann das Freibad: Nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse des Bädergutachtens, sah es zunächst nicht gut aus für die Zukunft des Dudweiler Freibades. Doch nun gibt es neue Hoffnung: Wie der SR am Montag berichtete, will man eine Komplettschließung offenbar vermeiden. Stattdessen schwebt Oberbürgermeisterin Britz ein anderes Konzept vor: „Wir könnten uns vorstellen, beim Freibad Dudweiler in Richtung Genossenschaftbad zu gehen. Das heißt aber, dass hier die Bürger mitmachen müssen.“

Grundsätzlich ist es wohl so, dass bei der einzusparenden Summe von 800.000 Euro ein erster Teilerfolg erzielt wurde. 300.000 Euro sollen durch Beitragserhöhungen bei den Vereinen und durch eine schlankere Verwaltung eingespart werden. Bleiben 500.000 Euro, die wohl zum großen Teil von Dudweiler und Altenkessel geschultert werden müssten. Komplette Schließungen sollen aber vermieden werden. Während es für Altenkessel Überlegungen gibt, nur den Außenbereich zu schließen oder nur an bestimmten Tagen für Vereine zu öffnen, gehen die Überlegungen beim Dudweiler Bad eben in Richtung „Genossenschaftsbad“.

Wie funktioniert ein „Genossenschaftsbad“?

Wie so etwas funktionieren kann, hat 2005 als erstes Bad Deutschlands das Hallenbad Nörten-Hardenberg vorgemacht. Es ist zwar noch in Besitz der Gemeinde, Betreiber ist aber eine Genossenschaft. Bürger, Unternehmen und Organisationen aus der Gemeinde und von Nachbarkommunen haben sich zusammengeschlossen, Genossenschaftsanteile erworben und damit den Kapitalgrundstock geschaffen. Ein ehrenamtlicher Vorstand leitet die Genossenschaft, ein ebenfalls ehrenamtlicher Aufsichtsrat überwacht das Ganze und gemeinsam wird an dem einen Ziel gearbeitet, das Bad zu erhalten. Sei es durch Vermarktung, Umsetzung von Besucherideen, um das Bad attraktiv zu halten oder auch beim Gewinnen von Mitgliedern des Fördervereins. Ein Konzept, dass mittlerweile in Deutschland Schule gemacht hat und eventuell schon bald auch die Zukunft des Dudweiler Freibades sichern könnte … wenn die Bürger mitmachen und die Oberbürgermeisterin ihre Pläne auch konsequent weiter verfolgt.

Mehr zum Thema:

http://www.hallenbad-noerten-hardenberg.de/5.html

http://www.sr-online.de/sronline/sport/baedergutachten_schwimmvereine100.html


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