Dudweiler Bürger kämpfen für ihren Stadtbezirk

Ortsschild Dudweiler 21
Ortsschild Dudweiler 21
Dudweiler Bürger wehren sich gegen Pläne für 2014

Im Netz startet die „Mobilmachung“ gegen die Abschaffung der Bezirksverwaltung. Eine entsprechende Facebookseite hat beispielsweise innerhalb kürzester Zeit knapp 100 Mitglieder erreicht. Als weiteren Baustein wurde eine Resolution verfasst, in der noch einmal genau erklärt wird, was die Dudweiler Bürger wollen – und was sie strikt ablehnen:

Dudweiler wehrt sich

Die Bürger und Einwohner des Stadtbezirks Dudweiler lehnen die von der Verwaltung der Landeshauptstadt Saarbrücken vorgesehene Abschaffung der Bezirksverwaltung (BvD) und des Amtes des hauptamtlichen Bezirksbürgermeisters (sog. Sonderstatus) strikt ab.

Die in der Folge der Eingemeindung der selbständigen Stadt Dudweiler festgelegte dezentrale Verwaltungsstruktur des Stadtbezirks hat sich hervorragend bewährt und muss erhalten bleiben. Sie hat zugleich Vorbildcharakter für die anderen Außenbezirke der Landeshauptstadt (vgl. bereits das Achsen-Zentren-Modell).

  • Die vorhandenen Strukturen der BvD garantieren Bürgernähe, ein bürgerfreundliches und effektives Dienstleistungsangebot vor Ort sowie kurze Wege des Bürgers, der das Leben in der örtlichen Gemeinschaft prägenden Vereine und Vereinigungen sowie der Gewerbetreibenden zur Verwaltung.
  • Wohnortnahe öffentliche Dienstleistungen sind in einem Stadtbezirk, der inzwischen immer mehr durch das Wohnen und eine alternde Bevölkerungsstruktur geprägt wird, unverzichtbar. Das entspricht dem ausdrücklichen Willen der Bevölkerung im Stadtbezirk.
  • Nur eine effektive Verwaltung im Stadtbezirk, die die Menschen und die Verhältnisse vor Ort kennt und auf Hinweise, Beschwerden und Anregungen unmittelbar und damit zugleich schnell und unproblematisch eingehen kann, garantiert eine lebendige Stadt. Die vorhandenen dezentralen Verwaltungsstrukturen, die Nähe der Verwaltung zu den Bürgern und Einwohnern, sorgen in vorbildhafter Weise für die hohe Akzeptanz der BvD in der Öffentlichkeit.
  • Wer, wie der Stadtrat, die Verantwortung für den Erhalt eines gewachsenen, lebenswerten Stadtbezirks trägt, wer weitere Abwanderungen, die auch zu Lasten der Gesamtstadt gehen, verhindern und bürgernah die akuten gesellschaftlichen Veränderungen gestalten will, muss die vorhandenen Strukturen anerkennen, erhalten und verstetigen (Ist das nicht der Faktor „Nachhaltigkeit“ des Urban II – Programms ?).

Die Liquidierung der BvD zwingt die Einwohner des Stadtbezirks, alle vor Ort vorhandenen Angebote der Stadtverwaltung künftig zumeist in der verkehrsbelasteten Innenstadt wahrzunehmen. Zeit- und kostenaufwendige lange Wege sind die Folge. Die effektive und auch eigeninitiative Unterstützung und Förderung der Aktivitäten der Vereine und Gewerbetreibenden durch die BvD und ihre Mitarbeiter entfällt ersatzlos. Ein eventuell verbleibender Ansprechpartner in einer Verwaltungsstelle vor Ort ist lediglich Bote zur Zentralverwaltung. Die gewachsene örtliche Gemeinschaft ist gefährdet und erfordert in absehbarer Zukunft neue finanzwirksame Programme, um zu versuchen, sie  wiederzubeleben.

Die Verwaltungsstruktur von Dudweiler ist also kein verzichtbarer Luxus. Sie ist vielmehr Garant für eine lebendige Stadt, wie sie die Landeshauptstadt propagiert. Gerade eine hoch verschuldete Stadt muss ihre Ressourcen nutzen, um bei allen Konsolidierungsbemühungen das, was sie als Kommune ausmacht, nicht zu verlieren. Dazu gehört intelligentes Sparen, dem sich weder BvD noch Bezirksrat verschlossen haben. Dazu gehört aber gerade nicht das rein betriebswirtschaftliche Fallbeil der schnöden Abschaffung funktionierender dezentraler, bürgernaher Verwaltung.“


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