Urban Art Meeting vom 24. bis 26. August – Graffiti an der Stadenmauer werden gefeiert

Arbeiten an der Graffiti-Mauer (Foto: Regionalverband Saarbrücken)
Arbeiten an der Graffiti-Mauer (Foto: Regionalverband Saarbrücken)
Arbeiten an der Graffiti-Mauer (Foto: Regionalverband Saarbrücken)

(Pressemitteilung) Die stadtbekannte Graffitimauer gegenüber des Saarbrücker Stadens feiert 10-jähriges „legales“ Jubiläum. Deswegen veranstaltet der Regionalverband Saarbrücken und die Landeshauptstadt Saarbrücken vom 24. bis 26. August 2012 das „4560 Urban Art Meeting“. Viele bekannte Künstler aus europäischen Großstädten, aber auch Einheimische und Newcomer, sind eingeladen die Mauer mit neuen Graffitis im Großformat zu gestalten. Insgesamt 65 Künstlerinnen und Künstler werden am Wochenende erwartet. Teilweise reisen komplette Künstlergruppen mit bis zu 10 Mitgliedern an, um ihr Kunstwerk zu fertigen. Namentlich zu nennen wären da Amose (FR), Sumo (LU), Loomit (D) MHTeam (FR, BE, CH) oder Dome (D), außerdem junge Talente, wie die Sprühergruppe TFI aus Saarbrücken.

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo freut sich auf das Ereignis und lädt alle Interessierten ein, die Künstler bei der Neugestaltung der Wand zu besuchen und die kreative Atmosphäre zu erleben: „Viele bedeutende junge Künstler aus Frankreich, Belgien und Luxemburg werden an diesem Wochenende zusammentreffen. Die Mauer wird zu einem grenzüberschreitenden Ort des kulturellen Austauschs.“ Aber auch aus dem Blickwinkel der Jugendarbeit sei das Projekt hilfreich: „Durch legale Graffiti zeigen wir den Jugendlichen einen Weg in die Öffentlichkeit. Unser Jugendzentrum Försterstraße, das das Meeting tatkräftig mit organisiert, setzt sich schon seit Jahren für die regionale Hip-Hop- und Jugendkultur ein.“

Kulturdezernent Erik Schrader ist sich sicher, dass das Urban Art Meeting auf eine große öffentliche Resonanz stoßen wird. Denn schon die Vernissage der begleitenden Kunstausstellung „4560 Urban Art Show“ am vergangenen Freitag haben Hunderte von Interessierten besucht. Viele Menschen interessieren sich schon seit Jahren für Street Art beziehungsweise Urban Art und nutzen nun die Gelegenheit, sich mit dieser Kunstform intensiver zu beschäftigen. Erik Schrader: „Saarbrücken wird durch die Show und die Ausstellung an diesem Wochenende wieder seinem Anspruch gerecht, Kulturmetropole in der Großregion zu sein. Wir präsentieren einem interessierten Publikum zeitgenössische Kunst.“ Jeweils Freitag und Samstag findet abends am Römerkastell die offizielle Aftershowparty des Urban Art Meetings statt. Ab 22 Uhr zelebrieren mehrere DJ’s in drei verschiedenen Floors die „STEP IN THE ARENA – Party“. Das im Industriegebiet gelegene, leicht versteckte Areal ist und bleibt ein Geheimtipp für urbanes Nachtleben.

Vor dem eigentlichen Start des Meetings am Freitag um 14 Uhr werden bereits einige Vorarbeiten an der Mauer zu beobachten sein: Schon am Montag haben zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mercedes-Benz Bank die Ärmel hochgekrempelt: Mit Spachtel und Bürsten befreiten die Finanzexperten die Mauer am Staden von alten Farbresten und strichen erste Elemente grau. Unterstützt wurden sie mit Spezialgeräten und Menpower von der Firma Wasserstrahltechnik Klein. Am Dienstag packen die Auszubildenden der Sparkasse Saarbrücken mit an: 30 junge Azubis tauschen ihren PC-gestützten Arbeitsplatz gegen Pinsel und Farbrollen und streichen die Mauer grau. Der Künstler Loomit aus München fängt voraussichtlich am Mittwochnachmittag schon mal an, das erste Kunstwerk an der Mauer zu platzieren.

Die beste Sicht auf das Geschehen an der Stadenmauer hat man von der Gegenseite (Höhe Ulanenpavillon). Wir bitten die Radfreunde um Verständnis dafür, dass der Radweg auf der Autobahnseite abgesperrt wird. Eine Umleitung wird durch die Tunnel gewährleistet und: Wer vom Rad absteigt, kann direkt an den Kunstwerken vorbei schlendern.

Dirk Sold und Michael Kammer vom Jugendamt des Regionalverbandes, die Organisatoren des Meetings, sind sich einig: „Es fällt schwer einzelne Künstler hervorzuheben. Mit DOME ONE aus Karlsruhe ist einer der Stars der Szene an Bord. Mit zahlreichen Arbeitsreisen nach Nord- und Südamerika und ganz Europa hat er sich einen Namen gemacht und seinen ganz eigenen Stil gefunden. Zudem freuen wir uns auf Frau Isa. Die junge Wiener Künstlerin ist in Österreich bekannt für ihre morbid-romantischen Figuren-Werke und auf dem Weg sich international einen Namen zu schaffen.“

Mit 1800 m² gehört die „Hall of Fame“ am Staden zu einer der größten legalen Graffitiflächen in Deutschland. Für ihre Legalisierung engagierte sich 2002 der ehemalige Verein „Saargebeat“. Der Verein bestand aus Musikern, Künstlern und Sympathisanten der saarländischen Hip Hop Szene. Im August 2002 wurde die Mauer mit Unterstützung des damaligen Stadtverbandes Saarbrücken, der Landeshauptstadt Saarbrücken und dem saarländischen Wirtschaftsministeriums eingeweiht.

Am vergangenen Freitag wurde bereits die begleitende Kunstausstellung „4560 Urban Art Show“ in der Stadtgalerie Saarbrücken eröffnet. Bis 7. September stellen dort Künstlern aus dem Urban-Art-Umfeld aus, die oftmals ihre Wurzeln im Graffiti haben und über die Jahre hinweg noch andere Kunstformen wie Malerei, Illustration, Street Art, Comic-Kunst und Grafik in ihr Schaffensfeld haben einfließen lassen.  Warum heißt es „4560 Urban Art“? 4560 ist die offizielle Nummerierung des 450 Meter langen Abschnitts der A620, zu dem die Mauer gehört. „Urban Art“, die Kunst im städtischen Raum, umfasst die vielen verschiedenen Kunstrichtungen wie Graffiti, Street Art, freie Illustration, Grafik und Malerei.

Die Veranstaltung wird von der Stiftung ME Saar, der Sparkasse Saarbrücken, den Firmen Symolo und Wasserstrahltechnik Klein sowie schlau.com unterstützt.

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