Die Polizei warnt vor Schockanrufern

(Pressemeldung) Die Polizei  warnt  vor  russisch sprechenden  Schockanrufern, die sich gezielt  ältere Spätaussiedler im Telefonbuch aussuchen  und  bundesweit  agieren.  Solche Anrufe sind erstmalig  im März im Saarland  bekannt  geworden.  Allein im Juli   erfolgten mehrere  dieser  Anrufe, die den Stadtbereich Saarbrücken betreffen.

Die russisch sprechenden  Anruferinnen oder Anrufer täuschen  den Angerufenen durch geschickte Gesprächsführung vor, ein naher Angehöriger  oder  guter Bekannter zu sein.  Die Täter geben dann vor, sie seien in einen Unfall verwickelt.  Für die eigene medizinische Betreuung  oder die Versorgung anderer Unfallbeteiligter sei dringend  Bargeld  notwendig.

In anderen Fällen geben sich die Anrufer  als Anwalt oder Polizist aus und behaupten, ein Angehöriger der Angerufenen habe einen Unfall verursacht. Dabei seien Unfallbeteiligte schwer verletzt, worden, und eine Notoperation sei nötig. Damit das angebliche Familienmitglied nicht bestraft wird, sollen die Angehörigen sofort hohe Bargeldsummen bezahlen. Meist werden mindestens 10.000 Euro  und auch erheblich mehr gefordert. Wenn die Angerufenen nicht über so viel Bargeld  verfügen, lassen sich die Betrüger  meist auf geringere Beträge „herunterhandeln“. Anschließend bieten die Täter an, das Geld von einem Kurier  abholen zu lassen.

 

Die Polizei geht  davon aus, dass die in jüngster Zeit  bekannt gewordenen betrügerischer Anrufe von Litauen aus erfolgen.  Bundesweit  ergaunerten die Täter mehr als  200.000 Euro.

Um nicht Opfer dieser Täter zu werden, rät die Polizei:

  • Seien  Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte  ausgeben, die Sie als solche (Stimme ist verändert)  nicht erkennen.
  • Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf die Forderungen ein.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären  oder finanziellen  Verhältnissen preis.
  • Notieren Sie sich (wenn vorhanden) die auf Ihrem Telefon angezeigte Nummer des Anrufers.
  • Notieren Sie sich auch die vom Anrufer genannte  Nummer, wenn Sie zu einem Rückruf aufgefordert werden. Rufen Sie aber nicht zurück!
  • Prägen Sie sich möglichst Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein.
  • Halten Sie nach einem Anruf  mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Übergeben Sie niemals  Geld an unbekannte Personen!

Informieren Sie unter der Notrufnummer 110  sofort die Polizei, wenn eine Kontaktaufnahme  verdächtig vorkommt.

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