Licht aus! Spot an! Die 70er Jahre in 2012 – Frauenfasenacht der Dudweiler Pfarreien

Ein Bericht von Axel Blauth

Pfarreienfastnacht 2012 (Foto: Konrad Rau)

Als am Samstag, dem 11 Februar 2012 um 20:12 Uhr das Licht aus – und der Spot anging, war es wieder so weit. Das Schützenhaus in Dudweiler war wieder fest in weiblicher Hand, die „närrischen Weiber“ (Gertraud Rau, Ingrid Grabowy, Rita Baer, Claudia Schmidt, Beate u. Kathrin Gottfreund, Ilonka Marx, Rosi Müller, Sabine, Dagmar Montada, Andrea Scherer, Ingrid Busch, Denise Hecktor, Siggi Dorscheid, Monika Müllenbach, Barbara Müller, Eva Blauth) der Dudweiler Pfarreien hatten zu ihrer traditionellen Faschingssitzung geladen – um dem närrischen Panoptikum zu zeigen, welchen Wirkungskreis die 70er Jahre im Jahre 2012 hatten.

Mit viel Liebe zum Detail war die Narrhalla zur Spielwiese der 70er Jahre dekoriert. Stimmungsvoll ging es mit musikalischer Unterstützung durch Heinz-Peter Weiland pünktlich um 20.12 Uhr im Schützenhaus los. Nach der Begrüßung durch die Sitzungspräsidentin Gertraud Rau stimmten die närrischen Weiber das Publikum mit dem Lied „Wenn das Trömmelchen geht“ auf den Abend ein

Im Anschluß daran tanzten sich die Nelkenmäuse mit ihrem saisonalen Gardetanz in die Herzen des närrischen Volkes. Als „Neulinge“ in der Bütt erzählten spitzbübig Gina Such und Melanie Neutzling vom Verhalten ihrer Eltern früher und dass sie offensichtlich der Zeit hinter her laufen. In ihren blauweißen Kostümen tanzte anschießend die junge Tanzgarde des HKV.

„Ernährungsexperte Pastor Rene Unkelbach hatte viel über seine Versuche, der Leibesfülle mit Diäten entgegen zu gehen, zu erzählen. Letztendlich zeigte er sich im wahrsten Sinne des Wortes als „Unterlegener“.

Ratz fatz ging es rosa Zeiten entgegen. Rita Baer sang und tanzte mit ihrer Cheerleadertruppe als Cindy aus Marzahn das Lied „kein Prinz kommt uffm Pferd“, was ob ihres Anklanges beim Publikum eine zweimalige Zugabe erforderlich machte.

Dagmar Montada in ihrer gekonnten Rolle als Meiersch Elfriede erzählte herzerfrischende Geschichten über sich und ihren Ehemann, mit dem sie täglich zwei mal in Frankreich fuhr, weil ihr der Zahnarzt in Saarbrücken empfohlen hatte, auf der anderen Seite zu kauen – eine Lachparade ohne Ende, die mit der anschließenden Parodie der „Dudo Girls“- I will survive – einen weiteren Höhepunkt fand.

Über „Gott und die Welt“ redend präsentierten sich Uschi Irsch (es Liss) und Rita Behr (Käth) als Tratschweiber in einem weiteren Sketch.

Wie (w)heiße Dessous auf schwarzer Kleidung vor einer schwarzen Wand mit ultraviolettem Licht wirkt, das zeigten Uschi Irsch und Denise Hecktor in einem wahrhaftig nicht anrüchigem Striptease.

Danach wurde einmal wieder bewusst, dass Sprachfehler eine schier unüberwindbare Hürde sein können – zumal für denjenigen, der kein „A“ , sonder an Stelle dessen ein „Ü“ über die Lippen bringt. Ingrid Grabowy und Ilonka Marx wussten davon zu berichten.

Musikalisch parodierten Rita Baer und Beate Gottfreund als Hochzeitspaar vor dem Standesbeamten, dem sie in Volksliedermanier Rede und Antwort standen.

Kurz vor der Pause kamen endlich auch mal die Männer zu Wort. Als „Fünf mit ännem ohne Hut“ – (Richard Hecktor, Thomas Müller, Jürgen Montada, Bernd Schmidt und Axel Blauth) sangen sie „Schenk mir dein Herz“, „Ich brauche sechs bis 8 Stunden Schlaf“ und ein Medley von Schlagern der 70er Jahre und entließen die närrische Schar mit Humba Tätärä in die Pause.

Kaum Luft geschnappt, die Stimmung noch in Vibration, folgte nach der Pause ein buntes Medley von Dagmar Montada.

Danach ging Rita Baer mit Rolator und High Heels mit einem Vortrag über das „Modeldasein“ an den Start. Sie hatte von Karl Lagerfeld und anderen Designern zu erzählen.

Beim großen finalen Showblock tauchten dann alle Akteure des Abends noch einmal in auf.

In einem stimmungsvollen Potpourri von ausgesuchten Stimmungsliedern von Amanda Lear ( F.J. Dobelmann) bis Le Rex Gildo (Sabine) rockte zum Abschluss noch einmal die Bühne.

Tänzerisch wurden einige Einlagen von Kathrin Gottreund geleitet.

Den Schlusspunkt setzte Dagmar Montada, mit ihrer traditionellen Dudweiler Hymne -„Dudweiler Städtche an der Saar“

Ein großartiges Publikum zeigte seine Zufriedenheit mit einem lange anhaltenden Applaus.

Die Helfer im Hintergrund:
Inspizienten: Barbara Müller, Eva Blauth, Deko/ Bühnenbild: Hiltrud Böhm, Hella Betzholz,
Technik: Sascha Tybl (HKV)

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