Staatstheater wird mit 15 Millionen Euro saniert

Staatstheater bei Nacht (Foto: Thomas Braun)

Das Staatstheater in Saarbrücken bekommt eine neue Bühnentechnik – die ältesten Teile der Anlage sind noch aus der Anfangszeit von 1938. Das Saarland als alleiniger Gesellschafter hat die maximalen Umbaukosten auf 15 Millionen Euro beschränkt. Für die Dauer der Umbauphase bleibt das große Haus sieben Monate geschlossen.

Staatstheater bei Nacht (Foto: Thomas Braun)
Staatstheater bei Nacht (Foto: Thomas Braun)

(Pressemitteilung) Das Saarländische Staatstheater (SST) braucht eine neue Bühnentechnik im Großen Haus. Deshalb wird das SST als Bauherr mit Unterstützung der entsprechenden Landesämter von Frühjahr bis Herbst 2013 eine Komplettsanierung der Ober- und Untermaschinerie seiner Hauptbühne durchführen. Den Beschluss zur Durchführung der Baumaßnahme hat der Aufsichtsrat des SST in seiner Sitzung vom 11. November 2011 gefasst.

Die Dringlichkeit einer Erneuerung der gesamten Ober- und Untermaschinerie, deren älteste Teile aus dem Eröffnungsjahr 1938 stammen, ist in den letzten Jahren immer offener zu Tage getreten. Beeinträchtigungen der Vorstellungen (zuletzt bei „The Rocky Horror Show“, „Madama Butterfly“ und „Viel Lärm um nichts“), Behinderung des Probenbetriebes und der eng disponierten Auf- und Umbauzeiten durch plötzliche Ausfälle der Maschinerie, dadurch schwer kalkulierbare Abläufe für die künstlerisch wie technisch Beteiligten der Aufführungen, perspektivisch auch abnehmende Sicherheit und nicht zuletzt zeit- und kostenaufwändige Wartungsarbeiten machen eine Sanierung unumgänglich.

Zeitraum und Spielbetrieb

Die Sanierung der Bühnentechnik wird im Frühjahr 2013 beginnen und voraussichtlich sieben Monate in Anspruch nehmen. Dabei wird es durch die Baumaßnahme keine Einschränkung des Spielplans geben. Der Spielbetrieb des SST wird in Ersatzspielstätten weiterlaufen, alle Abonnement-Reihen bleiben erhalten. So ist u. a. eine Opernaufführung im Industriekultur-Standort und Weltkulturerbe Völklinger Hütte geplant. „Der vorübergehende Auszug aus dem Großen Haus ist eine künstlerische Herausforderung, die wir mit Freude annehmen. Denn die Umbauphase wird unserem Publikum ganz besondere Theatererlebnisse ermöglichen, die wir sonst nicht bieten“,  unterstreicht Generalintendantin Dagmar Schlingmann. 

 Kosten und Finanzierung der Sanierung

Die gesamte Maßnahme inklusive aller Nebenkosten wird sich auf eine Summe von maximal 15 Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung wird vom alleinigen Gesellschafter des SST, dem Saarland getragen, das diese Summe in seine mittelfristige Finanzplanung eingestellt hat.

Matthias Almstedt, Kaufmännischer Direktor des SST, erläutert: „Um das SST auch künftig als leistungsfähiges und effektives Theater auf hohem Niveau zu erhalten, muss das Herzstück des Hauses jetzt erneuert werden – bevor der Repertoirebetrieb noch stärker beeinträchtigt wird. Nicht nur künstlerisch, sondern insbesondere wirtschaftlich stellt die Komplettsanierung hinsichtlich der Folge- und Nutzungskosten die richtige Abwägung dar.“

 Bisherige Maßnahmen

In einem VOF-Verfahren des SST mit dem Landesamt für Zentrale Dienste und dem Amt für Bau und Liegenschaften des Saarlandes sind zwei Firmen für die Durchführung der Baumaßnahme gesucht und gefunden worden: Die Fa. Kondius AG aus Berlin übernimmt das Projekt-Management, und die Fa. Bühnenplanung Walter Kottke Ingenieure GmbH aus Bayreuth ist für die Ingenieur-Leistungen und die technische Ausrüstung zuständig.

Beide Unternehmen sind ausgewiesene Spezialisten für Bühnentechnik und können viele Referenzprojekte vorweisen; der Vergabe der Maßnahme ging ein breit angelegtes Auswahlverfahren auf einem qualitativ sehr hohen Niveau voraus, an dem Vertreter des Landes und die Geschäftsführung des SST beteiligt waren. Rolf Petzold, ehemaliger Geschäftsführer der Fa. WPW Ingenieure in Saarbrücken, hat das Verfahren mit seinem Sachverstand als externer Berater begleitet.

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