Nach dem Jamaika-Ende: Aus etwas Altem, etwas Altes machen – Dinner for One auf saarländisch.

Ein Kommentar von Harald Groß zum Ende der Jamaika-Koalition

Hab den Aktuellen Bericht gesehen. Wie immer wenn so etwas passiert, hatten alle und jeder eine Meinung dazu.
Wenn man aber etwas Neues erwartet hat, wurde man – mal wieder – bitterlich enttäuscht. Aussagen von regionalen Politikern die einem vorkommen wie die zweitausendste Wiederholung von Dinner for One. Man weiß zwar genau was kommt, muss aber aufgrund der zwanghaft aufrecht erhaltenen Illusion für ein dahinsiechendes System doch hin und wieder mal lachen.

Die Alternative wäre zwangloses Tränenvergießen oder der freiwillige politische Suizid im trüben undurchsichtigen Pool der einzelnen Parteien.

Wie soll man als Wähler denn sonst reagieren, wenn sich die schnell gebildete Häme-Fraktion aus Grünen und SED, ups…die heißen jetzt ja DIE LINKEN.  NEIN…auch wieder falsch, DIE LINKE jetzt hab ich´s aber, also wenn sich diese Fraktion mit mit denselben Worten wie in den letzten zwanzig Jahren äußert. Und wie immer, zeigten die Kameras nicht, wie sie sich anschließend den Schadenfreude-Sabber aus den Mundwinkeln wischten.
Same Procedere as the last years Mylady!

Die SPD
Maas hat was bedeutungsloses in die Mikrofone gehustet und sogar die ansonsten bedeutungslose OB von Saarbrücken durfte den smarten Heiko vor den Kameras loben. Es gibt halt doch noch Aufgaben für diese Frau, obwohl das – nach dem Stadtmitte am Fluß-Desaster – eigentlich niemand so richtig vermutet hat. Ein bisschen überrascht es schon, dass der smarte Heiko jetzt Bereitschaft für eine große Koalition zeigt. Als überzeugter Einzelkämpfer, hätte es ihm doch viel besser zu Gesicht gestanden, wenn er das Angebot abgelehnt und Neuwahlen gefordert hätte. Immerhin war er doch selbstbewusst genug als Gegenkandidat zu Annegret Kramp-Karrenbauer aufzutreten. Oder war das doch nur eine Alibi-Kandidatur um den Anschein von Demokratie aufrecht zu erhalten?
Also auch hier,  same procedere as the last Years Mylady?
Same procedere as the last Years James!
Die CDU
AKK, quasi die AK-47 von Peter Müller, hat professionell die Schuld am Scheitern der Koalition an die FDP überreicht und hofft immer noch das eigene Scheitern damit vertuschen zu können. Das wäre doch der richtige Zeitpunkt für die SPD neue Akzente zu setzen.

Aber leider ist das Wort „NEU“ bei allen Politikern schon längst verpönt und seit SED-Oskar dieses Wort benutzt ist es sowieso nicht mehr salon- … oh pardon … politfähig sollte es wohl heißen. Also immer feste druff uff die Gelben.
Die sind leider komplett unfähig ihre ganzen Fehler, Affären und sonstiges Gemauschel so gut zu vertuschen wie die CDU das kann… also weg mit den unprofessionellen Amateur-Vertuschern und lieber ein Angebot an die SPD. Die wissen wenigstens wie man Skandale anständig vertuscht, verharmlost oder stillschweigend aussitzt.

Mit dem Wissen, dass sie schon lange keine wählbare Alternative mehr im Saarland sind, weisen DIE GRÜNEN schon mal darauf hin, dass sie es doch geschafft haben Akzente in dieser Koalition zu setzen. Zum Beispiel waren sie mit dem Rauchverbot dafür verantwortlich das viele Restaurants und Kneipen geschlossen werden mussten. Das war zwar nicht gerade sehr freundlich der Gastronomie gegenüber, hat aber die „Hinten-rein-kriech-Bereitschaft“ der einen oder anderen Lobby ganz bestimmt erhöht. Und jeder weiß, hast du eine Lobby, dann hast du Macht und Geld. Was ist dagegen schon der Bürger oder sogar ein ganzes Bundesland?

DIE FDP
Die Armen, also wirklich. Die haben schon so viel verloren in den letzten Jahren. Glaubwürdigkeit, Vorsitzende, Mitglieder, Minister, da hätte man sie doch wenigstens vorher darüber unterrichten können, dass sie jetzt als rückgratlose Abnicker und lästige Mitwisser nicht mehr gebraucht werden. Aber die Jungs von der gelben Front einfach so in den trüben kalten Pool zu werfen und zu hoffen das sie wenigstens das mit dem Suizid selbst schaffen, war dann doch ein bisschen zu hart für das zarte gelbe Pflänzchen. Jedenfalls haben sie vor den Kameras behauptet, dass sie alles fest im Griff hatten. Na prima, da kann man ja froh sein, wenn man nie erlebt was passiert, wenn bei denen mal alles außer Kontrolle ist.

Von den Rechten wollte niemand wissen, was sie darüber denken. Denn das Konzept des Denkens können die Rechten ihren Wählern einfach nicht nahebringen. Wollen die ja auch gar nicht. Denken gehört bei denen einfach nicht ins Programm. Wenn die rechten Wähler plötzlich mit Denken anfangen… ach, das wäre doch Zersetzung… wäre das doch.

Als Resümee bleibt da wohl nur zu hoffen, dass es erst Mal keine Neuwahlen gibt. Ändern würde sich sowieso nichts.
Außer das mal wieder Millionen für eine Wahl rausgeworfen würden, nach der sich sowieso nichts ändern würde. Dieselbe Prozedur wie in den letzten Jahren meine Damen und Herren Politiker?
Dieselbe Prozedur wie jedes Wahljahr liebes Wahlvieh… und dann nervt bitte nicht mehr.

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5 Thoughts to “Nach dem Jamaika-Ende: Aus etwas Altem, etwas Altes machen – Dinner for One auf saarländisch.”

  1. Hans-Georg

    Ein schöner Text Herr Gross!

    Ein Herr Maas kann, an einer alleinigen Herrschaft im Saarland, gar nicht gelegen sein…. er könnte den schwarzen Peter ja nicht weiter geben.

    Herr Maas möchte mitregieren und, wenn es schwierig wird, wenn Probleme kommen, den langen, langen, langen sozialistischen Zeigefinger ausrollen und auf die anderen Zeigen, die es ja so schlecht gemacht haben und nicht auf ihn, den Messias gehört haben.

    Da ich ein wenig Einblick in die Denkweise derer habe, die in SPD-Zirkeln schon jetzt am Machtverteilen sind, sehe ich schwer schwarz… neee… leider rot für das Saarland.

    Es bleibt zu hoffen, dass der Spuk schnell an uns vorüber zieht und die Früchte der erfolgreichen, leider sehr schlecht verkauften, CDU Politik nicht zu Sozialistischem Dörrobst werden.

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  2. Maz

    „und seit SED-Oskar dieses Wort benutzt“

    und das von einer partei in der altnazis mitregiert haben? und spendengelder veruntreut und geheim gehalten werden? und den verantwortlichen NICHTS passiert. geh mal e guzie im woolworth klauen was da los is.
    und die das hässlichste und dümmste ding aller zeiten zur bundeskanzlerin gemacht hat. und einen verlogenen intreganten, lügenden und betrügenden wulf zum bundespräsidenten gemacht hat?

    du meine gütre müssen die angst vor oscar haben. eine rückkehr in die bundespolitik wäre wünschenswert.
    ich fordere auch neuwahlen im saarland. denn dann würde das ergebniss anders aussehen als bei der letzten lügerei der spd gegenüber den linken.

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  3. Harald Groß

    Danke für das Kompliment.

    Aber Herr Mass, muss daran gelegen sein der Ministerpräsident des Saarlandes zu werden. Wie soll er sonst seinen Wählern verkaufen, dass er der Richtige für das Saarland ist?
    Seiner Meinung nach!
    Immerhin muß er doch „Profil“ zeigen, auch wenn er eigentlich gar nicht weiss, was das eigentlich ist.
    Aber er kann sich ja mit dem Gedanken trösten, dass er nicht der einzigste in der weiten Parteienlandschaft ist, dem dieses Wort nichts sagt.
    Ebenso geht es unseren Politikern mit den Worten „Kompetenz“, „Geldverschwendung“ und -ein ganz schwieriges Wort- „Verantwortung“.
    Und wenn alles -wie immer- den Bach runter geht, dann ist da ja immer noch die alte, wohlbekannte, ausgelutschte und überstrapazierte Behauptung, dass man selber gar nichts dafür kann, schließlich hätte man den Trümmerhaufen vom Vorgänger in diesem Zustand übernommen.
    Dasselbe alte müde Prozedere der letzten Jahrzehnte!

    Die Politik der CDU als „erfolgreich“ zu bezeichnen…dazu kann ich mich nicht durchringen.
    Weil…die machen es ja nicht anders!
    KEINER macht mal etwas anderes.
    ALLE machen immer dasselbe, scheißegal ob sie an der Regierung, oder in der Opposition sind.
    Anstatt immer auf die Beurteilungen ihrer Lobbyisten und deren Statistiken zu hören, sollten sie gefälligst mal ihren Hintern selbst auf die Straße bewegen und sich die Sorgen ihrer Bürger nicht nur anhören, sondern sie auch verinnerlichen.
    Aber das würde ja bedeuten, dass man im Endeffekt einsieht, dass die Vorgaben der eigenen Partei einfach nicht stimmen können.
    Dann müsste der betreffende Politiker die große Herausforderung meistern die sich „Selbstständiges Denken“ nennt.
    Das hieße dann, die Verantwortung gegenüber dem Bürger wahrzunehmen.
    Was zwangsläufig bedeutet, auch mal gegen die eigene Partei zu sein.
    Und das auch öffentlich zu vertreten.
    Leider hat sowas in Deutschland keine Tradition.
    Da bleibt dann der üble Nachgeschmack zurück, den schon die DDR und die NSDAP zusammengerührt haben.
    Zuerst kommt die Partei, dann der eigene Geldbeutel, dann lange lange nichts.
    Und ganz am Schluß, ganz weit hinten, da wo kaum noch einer hinschaut, da kommen dann wir.
    Und was ist dann noch übrig?

    Harald Groß

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  4. Maz

    einer hatte sich doch getraut und wurde von allen getreten wie ein hund.
    OSCAR.
    selbst heute geben sie nicht zu das alles was er vorraus sagte eingetroffen ist.

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  5. Harald Groß

    Saarbrücken: SPD wusste vor Bündnispartnern Bescheid

    Die SPD hat offenbar vor den Grünen und der FDP vom bevorstehenden Aus der Jamaika-Koalition im Saarland gewusst. Das bestätigte der Sprecher der SPD Saar, Bischoff, dem SR.

    Man sei bereits am Donnerstagabend darüber informiert gewesen, dass Jamaika beendet werden solle. Nach SR-Informationen gab es dazu am Donnerstagabend Gespräche im engsten SPD-Kreis.

    Grüne und FDP sind erst kurz vor dem Pressetermin am Freitagnachmittag, bei dem Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer das Aus von Jamaika verkündete, über diesen Schritt informiert worden.
    (Quelle: SR)

    Na, da wartet man doch geradezu extatisch auf die nächste Wahl.
    Bei solchen Machenschaften unserer lieben, lieben Volksvertreter, kann man doch nur zuhause sitzen und unruhig darauf warten zur Wahlurne schreiten zu dürfen.
    Wo sie uns immer erzählen, wie wichtig ihnen doch Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit sind.
    Und die SPD?
    Nun, jetzt wo sie angehender Koalitionspartner sind, ist doch klar das sie zu dem miesen und hinterhältigen Verhalten von Müller´s AK-47 kein Sterbenswörtchen mehr verlieren.
    Geblendet von so viel Profilneurose, kann man der neuen großen Koalition im Saarland , jetzt schon viel Glück wünschen.
    Denn da die SPD diese Gangart der CDU offensichtlich nicht kritisiert, heißt das ja wohl, dass die Gier nach Macht, mal wieder, alles andere übertüncht.
    Und wieder kann sich der Bürger wohlig zurücklehnen, mit dem Wissen, dass alles dafür getan wird, ihn in wohltuender Unwissenheit, für die mafiösen Machenschaften unserer Politiker, auch noch zahlen zu lassen.

    Gelobt sei die Demokratie….falls vorhanden!

    Harald Groß

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