Arbeitslosenzahl im Regionalverband gegen den Trend gesunken

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Quelle: Bundesagentur für Arbeit

(Pressemitteilung/redaktionell gekürzt) Der Winter lässt sich Zeit – und das wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Regionalverband Saarbrücken aus. Während in den Vorjahren die Arbeitslosigkeit von November zu Dezember saisonbedingt immer gestiegen war, ist sie diesmal sogar – wenn auch nur geringfügig – gesunken. Im Dezember wurden 14.077 Frauen und Männer als arbeitslos gezählt, 14 weniger als im November und 1.490 weniger als im Dezember 2010. Dies bedeutete einen Rückgang der Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres um deutliche 9,6 Prozent. Die Zahl aller Arbeitsuchenden, dazu gehören auch Personen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen und sich verändern möchten, erhöhte sich um 126 auf 26.425. Die Arbeitslosenquote betrug unverändert 8,6 Prozent (Vorjahr 9,7 Prozent).

Von Arbeitslosigkeit betroffen waren im Dezember 7.570 Männer, 100 mehr als im November und rund 1.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um knapp 120 auf rund 6.510 gesunken, das waren 490 weniger im Vergleich zu Dezember 2010. In den letzten vier Wochen wurden im Regionalverband 1.155 junge Arbeitslose unter 25 Jahren gezählt, 24 weniger als im November und 166 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Älteren ist im Dezember um 17 auf 4.122 gesunken und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent verringert. Die Anzahl der Menschen, die bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind, ist ebenfalls gesunken. Im Dezember gehörten 5.117 Arbeitslose zu dieser Personengruppe, 62 weniger als im November und 68 weniger als vor einem Jahr.

Unter den gemeldeten Arbeitslosen waren 910 Schwerbehinderte, 4,3 Prozent weniger als im Dezember 2010. „Menschen mit Behinderung haben im Vergleich zu nicht behinderten Menschen immer noch Nachteile, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und profitieren nicht so deutlich von den guten Arbeitsmarktbedingungen wie nicht behinderte Menschen“, stellt Hans-Hartwig Felsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regionalverband, fest.

Um Transparenz zu schaffen, veröffentlicht die Arbeitsagentur zusätzlich zur Arbeitslosenquote auch monatlich die so genannte Unterbeschäftigungsquote. Sie bezieht neben den registrierten Arbeitslosen u.a. all jene ein, die an bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten oder in geförderter Selbständigkeit und Personen in Altersteilzeit. Diese Personen werden nicht als Arbeitslose gezählt. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Regionalverband bei 12,8 Prozent, vor einem Jahr waren es 13,2 Prozent.

Stellensituation
Am Monatsende waren noch 2.560 offene Stellen gemeldet. Benötigt wird Personal in fast allen Berufen und Qualifikationsebenen. Die Schwerpunkte beim Stellenbestand liegen in den Berufsbereichen Metallbau und Metallerzeugung und -bearbeitung, Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe, Berufe im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik und Gebäude- und versorgungstechnische Berufe. Außerdem werden u.a. Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten gesucht sowie Personal für Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe.

Regionale Arbeitsmarktentwicklung
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Dezember im Regionalverband unterschiedlich entwickelt. Im Bezirk der Hauptagentur Saarbrücken, zu der auch Dudweiler gehört, waren 9.630 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 40 weniger als im November und 1.080 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 10,4 Prozent. Im Bezirk der Geschäftsstelle Sulzbach (Stadt Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied) stagniert die Arbeitslosigkeit mit 1.420 auf Vormonatsniveau, die Arbeitslosenquote betrug unverändert 6,7 Prozent.

Jahresbilanz 2011
Aufgrund der wirtschaftlichen Erholung konnte 2011 ein großer Teil der konjunkturbedingten Arbeitslosigkeit weiter abgebaut werden. Die Zahl der Arbeitslosen bildete sich im Jahresverlauf nach und nach zurück, von rund 17.330 zu Beginn des Jahres auf 14.070 zum Jahresende. Durchschnittlich waren im Regionalverband 15.290 Frauen und Männer arbeitslos, 890 oder 5,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Mit dem wirtschaftlichen Umschwung hat sich die Situation von jungen Menschen am Arbeitsmarkt am deutlichsten verbessert. Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren nahm jahresdurchschnittlich um 11,4 Prozent auf rund 1.300 ab. Nach wie vor schwierig war die Lage für ältere Arbeitslose. Im Jahresdurchschnitt 2011 nahm die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahren sogar leicht zu, und zwar um rund 50 auf knapp 4.450. Zu erklären ist diese Entwicklung im Wesentlichen damit, dass viele Ältere, sind sie erst einmal arbeitslos, nur sehr schwer den Wiedereinstieg in den Beruf schaffen. Dies drückt sich dann in einer zunehmenden Dauer der Arbeitslosigkeit aus.

Entwicklung des Arbeitsmarktes im gesamten Saarland: http://www.sr-online.de/nachrichten/740/1347182.html

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8 Thoughts to “Arbeitslosenzahl im Regionalverband gegen den Trend gesunken”

  1. Maz

    haben die neuen verblödungskurse der arge begonnen?

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  2. Thomas Braun

    Was an einer anerkannten statistischen Auswertung blöd sein soll, kann ich nicht nachempfinden. Ständig nur zu destruktiv zu noergeln finde ich blöd.

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  3. Thomas Braun

    Ja, man kann die Art der Auswertung kritisieren, aber dann sollte man schon konkret sein und nicht mit Polemik um sich werfen…

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  4. Maz

    polemik?
    http://www.nachdenkseiten.de

    Arbeitslosigkeit von Älteren – statistisch hui, tatsächlich pfui
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=11731#h03

    mich verwundert das du auf diese zahlen auch noch reinfällst und sie sogar verteidigst.
    das wir in wirklichkeit über 5 mio arbeitslose haben wissen wohl nur menschen die nicht bild lesen und rtl gucken.

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  5. Thomas Braun

    Natürlich ist mir die Kritik an der Statistik nicht neu – aber einfach nur von „Verblödungskursen“ zu sprechen, macht wenig Sinn. Wenn man berechtigte Kritik an etwa hat und das mit Fakten belegen kann, sollte man das auch tun – zumindest wünsche ich mir das für den Blog hier. Dadurch entsteht ein Mehrwert auch für die anderen Leser.

    Wenn man die Statistik kritisiert, sollte man aber auch im Auge haben, dass diese „Schönrechnerei“ nicht erst seit diesem Monat gemacht wird – sondern schon Jahre. Insofern sind die Zahlen untereinander wieder vergleichbar und die Aussagen über die tendenzielle Entwicklung stimmen. Die Arbeitslosigkeit ist tatsächlich zurück gegangen.

    Was hingegen deutlich gestiegen ist, und dort gebe ich Dir recht, ist die Zahl der älteren Arbeitslosen über 58 Jahren, die seit mehr als einem Jahr Hartz IV empfangen und ohne Jobangebot sind. Auch sie werden ja wegen der „vorruhestandsähnlichen Regelung“ aus der Statistik herausgerechnet.

    Was mir aber erst aufgefallen ist, nachdem du den Hinweis geschrieben hast und ich nachgeschaut habe: Der Anstieg ist frappierend. Im Regionalverband ist sie innerhalb eines Jahres um 180 Personen auf 834 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 27,5 Prozent!!!

    Und der Vollständigkeit halber: Im Regionalverband Saarbrücken gibt es neben den offiziellen Arbeitslosen von 14.077 noch 6.701 Männer und Frauen, die als „unterbeschäftigt im engeren Sinn gelten“ – faktisch also auch arbeitslos sind.

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  6. Maz

    hier die aktuellen zahlen der BA. und bitte nenne mir mal einen bewerbungskurs oder einen ähnlichen indem die leute nicht 6 stunden am tag zeitung lesen.
    aus meinem bekanntenkreis kann ich dir einige nennen die am woolworth in einem dieser kurse sitzen.

    Von diesen 2,780 Millionen Arbeitslosen waren 813.000 (29,3%) im Rechtskreis SGB III und 1,967 Millionen (70,7%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert. (Dezember 2010: 68,5%)

    Als Arbeitsuchende waren im Dezember 2011 insgesamt 5,047 Millionen Frauen und Männer registriert, 469.000 (8,5%) weniger als im Dezember 2010. Die von der Statistik der BA ermittelte „Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit“ betrug im Dezember 2011 3,898 Millionen, 491.000 (11,2%) weniger als im Dezember 2010.

    Nach vorläufigen, hochgerechneten Daten hatten im Dezember 2011 785.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und Männer Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,450 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 81.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Dezember 2011 etwa 5,154 Millionen erwerbsfähige Frauen und Männer Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 346.000 (6,3%) weniger ein Jahr zuvor. (BA-Monatsbericht, S. 22)

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    1. Thomas Braun

      Ich nehme dich beim Wort: Mich würde ein „Erlebnisbericht“ von diesen Weiterbildungskursen in Dudweiler interessieren. Würde mich freuen, wenn du den Kontakt herstellen könntest – oder noch besser – einen von Deinen Bekannten zu einem Beitrag für den Blog überreden könntest.

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  7. Maz

    ja sehr gerne mache ich das. ich werde bei meinen bekannten ein paar stichpunkte zusammentragen und auch gerne eine erfahrung von vor ca 13 jahren einbringen. denn seit dem hat sich nix geändert wie ich das mitbekomme. bevor meine frau wieder eine anstellung fand, wurde sie auch in einen nutzloskurs gesteckt.

    das ganze in einem beitrag mal zu sehen und auch mal bekannt zu machen wäre garnicht übel.

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