Dudweilerer wählen Charlotte Britz – Wahlbeteiligung beschämend

OB Charlotte Britze - (Quelle: "Landeshauptstadt Saarbrücken"

Das Wahlergebnis in Dudweiler und seinen Stadtbezirken spiegelt zumindest von der Tendenz das allgemeine Wahlergebnis wieder. Auffallend ist jedoch, dass in einigen der Dudweiler Bezirken der NPD-Kandidat Frank Franz deutlich über dem Durchschnitt der sonstigen Saarbrücker Wahlbereiche lag. Unterirdisch war jedoch die Wahlbeteiligung in Dudweiler.

Charlotte Britz ist die alte und neue Oberbürgermeisterin von Saarbrücken. Im Wahlbezirk Dudweiler stimmten 2.538 Bürger, und damit 56,58 Prozent für sie. In Jägersfreude waren es sogar 72,21 Prozent der Wähler.

Wäre Scheidt jedoch ausschlaggebend für die Wahl gewesen, hätte Britz die absolute Mehrheit verpasst. Hier kam sie nur auf 49,33 Prozent der Stimmen. Im Vergleich zum Gesamtergebnis hätten hier vor allem CDU-Kandidat Peter Strobel und Friedhelm Fiedler von der FDP deutlich hinzugewonnen.

NPD-Kandidat Frank Franz kam insgesamt auf einen Anteil von 2,84 Prozent der Stimmen – in absoluten Zahlen stimmten 1.355 für ihn. 27 davon kamen aus Herrensohr, was hier einen deutlich über dem Durchschnitt liegenden Prozentsatz von 5,07 Prozent ausmacht. In Jägersfreude waren es 23 Stimmen (=4,5 Prozent), in Dudweiler 165 (=3,68 Prozent).

Wahlbeteiligung in Dudweiler beschämend

Ein großes Problem bei dieser Wahl war die niedrige Wahlbeteiligung – gerade einmal 35,08 Prozent der 139.457 Wahlberechtigten gingen zu den Urnen. Noch erschreckender ist das Ergebnis aus Dudweiler: Hier machten nur 29,4 Prozent der Bürger von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Auch in Herrensohr (31,34 Prozent) und Jägersfreude (32,6 Prozent) lag die Wahlbeteiligung unter dem Durchschnitt. Lediglich in Scheidt konnten sich prozentual mehr Bürger aufraffen: Hier gaben 41,8 Prozent der Bürger ihre Stimme ab.

Kommentar: Kein Recht, sich zu beschweren

Liebe Dudweilerer, wenn in den nächsten Jahren Entscheidungen aus Saarbrücken anstehen, die uns Dudweilerern nicht schmecken, dürfen wir uns nicht beklagen. Wenn irgendwann das Schwimmbad geschlossen wird, der Sonderstatus auf der Kippe steht oder sogar eine Schule dicht gemacht wird, sollten wir uns ganz kleinlaut verhalten. Denn wenn nur weniger als ein Drittel der Bevölkerung Anteil an einer Wahl nimmt, mit der über das direkte Geschehen vor der Haustür abgestimmt wird, der hat später auch nichts mehr zu melden, wenn es nicht nach seinen Wünschen läuft!

(Quelle Wahlergebnisse: Stadt Saarbrücken)

 

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5 Thoughts to “Dudweilerer wählen Charlotte Britz – Wahlbeteiligung beschämend”

  1. Hans

    Zu obigen Kommentar mal folgende Anmerkung: selbst bei hoher Wahlbeteilung würde sich am Verhalten der Saarbrücker Politikerkaste NIX ändern! Egal wieviele wählen gehen, ändern würde sich für uns zu irgendetwas positiven doch nix. Oder gab es etwa ein Wahlprogramm der „Madame Britz“ das evt. alle Bürger erreicht hätte? Ich kenne nur den tollen Slogan, *nachdenk*den ich jetzt auch schon wieder vergessen habe.
    Die Argumente, Leute geht wählen ect., kann ich nicht mehr hören, denn wie oft wurde wir (ich) schon von denen „da Oben“ schon kurz nach der Wahl nach Strich und Faden verarscht.
    Schulen und Schwimmbäder und andere öffentliche Einrichtungen werden auch bei hoher Wahlbeteiligung geschlossen, denn SB hat eine Milliarde Euro Schulden!
    Denn hier hat keiner der Politikerkaste eine Löung dafür. Außer noch ein paar Stellen mehr für abgehalfterte Parteifreunde.

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  2. Harald Groß

    Anmerkungen zum Kommentar:

    Äh…Entschuldigung…soll der Kommentar ein Witz sein oder was?
    Wie kommt ihr bitte auf die Idee so etwas zu schreiben?
    Schon mal auf den Gedanken gekommen, dass die Dudweiler Bürger kapiert haben, dass keiner von denen die angetreten waren auch nur ansatzweise fähig ist die Interessen der Bürger angemessen zu vertreten?
    Die sind alle miteinander unfähiges Pack, deren einziges Interesse darin besteht sich selbst zu profilieren.
    Fragt doch mal, nur einen von denen, was sie tun würden wenn Saarbrücken -egal aus welchem Grund- mal wieder dringend Geld braucht.
    Alles was dabei rauskommen würde, wäre das Sie das Geld dem Bürger aus der Tasche ziehen wollten, aber auf keins ihrer teuren Projekte verzichten würden.
    Und so jemand soll ich dann auch noch wählen oder was????
    Und die Art und Weise wie in dem Kommentar versucht wird den Bürgern ein schlechtes Gewissen zu vermitteln, weil Sie -auf ihre Weise- von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, ist einfach nur beschämend.
    Es zeigt aber auch, dass ihr einfach nicht dazu fähig seid, aus dem was passiert ist, die richtigen Schlüsse zu ziehen.
    Dies war eine PROTESTWAHL, und aus Mangel an Alternativen, wurde von den meisten einfach NIEMAND gewählt !!!
    DAS ist es was sich unsere Kommunalpolitiker hinter die Löffel schreiben sollten!
    Das ihr von Dudweiler-Blog das nicht erkannt habt…nun das ist eine Sache die ihr mit euch selbst ausmachen müßt, da kann euch sonst niemand dabei helfen.
    Aber niemand hat das Recht dazu, den Bürgern ein schlechtes Gewissen einzureden oder sie für die Fehlentscheidungen unserer Politiker schon im Vorraus verantwortlich zu machen, nur weil sie ihr Grundrecht genutzt haben, zur Wahl zu gehen oder nicht.

    Harald Groß

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  3. Hans

    Harald, ich stimme dir voll zu!

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  4. Hans

    Nachtrag:
    Was hat denn die rote Zora schon Großes vollbracht? NIX
    Strobel? Wer ist Strobel? Wofür steht der? NIX
    Fiedler? Der hat uns als oller SZ Chefredakteur genug gequält und dann noch bei der FDP. Also auch NIX.

    Der Rest? Wer war das nochmal?

    Wen sollte man mangels Profil denn da schon wählen? Dann lieber zu Hause bleiben!

    Die Anderen, wer war das nochmal?

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  5. Das ist mal ein gut zu lesender Artikel, besten Dank. Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Generell finde ich die Seite gut zu lesen.

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