Leerstände: Dudweiler ist nicht allein

Das Thema Leerstände treibt uns nicht nur in Dudweiler herum. In der aktuelle Ausgabe der IHK-Zeitschrift „Wirtschaft im Saarland“ wird über die eklatante Situation in Bexbach berichtet. Dort stehen 55 von 85 Geschäften leer, 93 Prozent davon in der Stadtmitte.

Einer der Leerstände, über die derzeit diskutiert wird - hier in der Trierer Straße
Einer der Leerstände, über die derzeit diskutiert wird - hier in der Trierer Straße

Verrammelte Ladentüren und leere Schaufenster reihen sich in der Bexbacher Stadtmitte aneinander. Die Zahl der Leerstände ist so hoch, dass die Stadtverwaltung nun einen Marktforscher hinzugezogen hat, mit dem gemeinsam nach Lösungen gesucht werden soll. U.a. sollen Kunden- und Bürgerbefragungen durchgeführt werden, um den Bedarf zu ermitteln. Denn immerhin steht in Bexbach dem schwindenden Angebot eine Kaufkraft von 36 Millionen Euro pro Jahr gegenüber (=Summe des verfügbaren Einkommens der Einwohner nach Abzug von Miete, Krediten, Versicherungsprämien …).

Spiegelbild Dudweiler

Auch in Dudweiler hat das „Shopping-Angebot“ im Laufe der letzten Jahre stark abgenommen. Immer weniger Einzelhändler waren oder sind mit ihrem Angebot überlebensfähig. Und das, obwohl die verfügbare Kaufkraft bei knapp 30.000 Einwohnern im Einzugsbereich des Zentrums deutlich über dem Bexbacher Vergleich liegen dürfte.

Das Zauberwort heißt wohl Kaufkraft-Bindung: Während die im Bereich von Lebensmittel, Gesundheits- und Drogerieartikel normalerweise bei 80 bis 90 Prozent liegt, kann man das von „Luxus-“ oder Konsumgütern wahrscheinlich nicht behaupten.

Keine Zauberformel, aber Sammelplatz für neue Ideen

Hätten wir die Zauberformel, um diesem Problem erfolgreich zu begegnen, würden wir uns nicht mit Artikel auf diesem Blog aufhalten, sondern schon längst die Ärmel hochgekrempelt haben und mit der Arbeit begonnen haben.

So können wir aber nur eine Plattform bieten, auf der über neue Ideen diskutiert wird, Anregungen von Ihnen als Kunden gegeben werden oder auch Wünsche geäußert werden, was in Dudweiler fehlt.

Wofür geben Sie ihr Geld in Dudweiler aus? Wofür würden Sie es noch gerne ausgeben, welches Angebot fehlt? Unter welchen Umständen würden Sie lieber in Dudweiler als in den Nachbargemeinden und -städten shoppen?

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9 Thoughts to “Leerstände: Dudweiler ist nicht allein”

  1. Harald Groß

    Hallo an alle 🙂

    Bevor Hans sich aufregt…ist ja gut, es darf weiterhin Oberbekleidungsgeschäfte in Dudweiler geben. 😉

    Ich hatte ja mal was zu dem Thema geschrieben, und hab das sozusagen ein kleines bisschen verfeinert.
    Es dürfte klar sein das mit „normalen“ Geschäften -mal abgesehen von Hans´s Wunschgeschäft 😉 – nicht viel Staat in Dudweiler zu machen ist.
    Ich bleibe weiterhin bei Mittelaltermarkt und allem, weil das Sachen sind die sich „relativ kurzfristig“ umsetzen lassen.
    Ja Hans..ich weiß..deshalb schreibe ich dass ja auch in Anführungszeichen…okay?.
    Außerdem möchte ich jetzt mal noch einen weiteren Vorschlag zur Diskussion stellen.
    Soweit ich weiß, gibt es nicht viele Orte im Saarland die auf ein über 2000-jähriges bestehen zurückblicken können.

    Also warum nicht auf diese Tatsache zurückgreifen und versuchen „Kapital“ daraus zu schlagen?
    Natürlich bräuchte es dazu nicht nur die Unterstützung der Bürger und Gewerbetreibenden, sondern auch von Bezirks- und Stadtrat. Neben ein bisschen Engangement der Dudweiler Bürger, könnte dann auch und gerade der Saarbrücker Stadtrat unter Britz damit mal beweisen ob ihnen WIRKLICH etwas an der Stadtteilentwicklung liegt, oder ob das mal wieder nur leeres, hohles Politikergeschwafel ist.
    Und zweitausend Jahre sollten wirklich reichlich Ideen und Anregungen bieten.Da ist bestimmt auch was für das Stadttheater in der Mitte von Dudweiler oder vielleicht sogar den Minigolfplatz oder auch unser Freibad dabei.
    Ein bisschen Kreativität und ruhig auch ein bißchen Eigensinn was Dudweiler angeht sollten da schon ein paar Ideen sprießen lassen.
    Und natürlich sind die Oberbekleidungsgeschäfte sicher wichtig…aber vielleicht auch interessanter wenn sie in einem Laden präsentiert werden, der im Stil der einen oder anderen Epoche die Dudweiler mitgemacht hat eingerichtet ist.

    So, dann mal her mit den Ideen….;-)

    Grüße 🙂
    Harald Groß

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  2. Thomas Braun

    Hallo Harald,

    die Idee einer „Epochen“-Anpassung hat Charme – ähnlich wie vielleicht auch der Mittelaltermarkt. In dem Fall geht es für mich jedoch am Ziel vorbei, oder ich habe es falsch verstanden.

    Die Epochen-Anpassung oder auch der Markt bieten sich als Aktionen an – punktuell begrenzt auf einen bestimmten Zeitraum (der auch gerne immer wiederkehrend sein kann).

    Der zweite Ansatzpunkt ist aber die kontinuierliche, langfristige Veränderung. Das „dauerhafte“ Angebot. Wie im Artikel erwähnt, ist ja ein ständiger Bedarf an Lebensmittel und Drogerieartikel, der in Dudweiler ja auch recht gut gedeckt wird. Aber was ist mit einem darüber hinausgehenden Angebot? Von der Bekleidung, über Bücher, Elektroartikel, Baumarkt-Bedarf etc. Was davon fehlt wirklich im Dudweiler Zentrum – oder wird es ausreichend durch die relative Nähe zur Landeshauptstadt und den Supermärkten in Dudweiler Nord gedeckt?

    Abgesehen davon: Schaut Dudweiler wirklich auf eine 2000-jährige Geschichte? Ich dachte, offizieler „Geburtstermin“ wäre die erste urkundliche Erwähnung – also 977 (die Tausendjahre-Feier hatte ich knapp verpasst …)

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    1. Harald Groß

      Uff…schlimmer Tippfehler. Natürlich sind es über 1000 Jahre und nicht über 2000 Jahre. *bisschenschäm* 😉

      Alles andere sollte ich vielleicht ein bißchen genauer erklären…okay.

      Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, dass ein Imagewechsel vom unbedeutenden Stadtteil hin zum „Ausflugsort mit geschichtlichem und kulturellen Background“ eventuell möglich wäre.
      Zum Beispiel könnte man, Restaurants und Kneipen so herrichten, wie man solche Herbergen und Tavernen aus früheren Zeiten kennt. Robust mit viel dunklem Holz, eventuell einer offenen Feuerstelle im Gastraum, auf der vielleicht sogar ein Eintopf in einem großen Kessel vor sich hin köchelt.Getränke gibt es aus Steingut-Krügen oder anderem…usw ..usw…usw.
      Im weiteren sollte sich das dann kontinuerlich anpassen. Wenn man total auf den Gedanken ausflippt 😉 , wären sogar verschiedene Teile von Dudweiler (Nord, Süd, Kaltnaggisch) im Outfit verschiedener Epochen vorstellbar und somit ein Anziehungspunkt.
      Aber das ist natürlich weit, weit ,weit entfernte Zukunftsmusik oder einfach nur überbordene Fantasie. (zutreffendes bitte auswählen)

      Natürlich wäre das nicht von heute auf Morgen zu erledigen und wie immer steht da die Frage nach der Finanzierung im Raum.
      Deshalb die Zusammenarbeit von Bürgern, Gewerbetreibenden, Bezirks- und Stadtrat.
      Wer weiß, vielleicht sind da auch noch irgendwelche Bundeszuschüsse drin, von wegen Kulturerhaltung und so…weiß der Teufel.
      In Dudweiler ansässige Handwerker und Künstler könnten etwas herstellen oder montieren und ein kleines Schildchen befestigen das auf ihre Firma hinweist.
      Natürlich sollte bei all dem der Bedarf an alltäglichen Waren (Lebensmittel.. usw) nicht leiden. Aber gerade in der Fußgängerzone haben wir nicht nur „Neubauten“ sondern auch noch ältere Häuse die durchaus Blickfang werden könnten.
      Da ist- alles in allem- bestimmt viel Potential drin, man müßte es nur nutzen….

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  3. Harald Groß

    Noch nicht alles beantwortet..na ja…man kann ja auch mal nen schlechten Tag haben.

    Okay..dann wäre da noch die Sache mit den Angeboten und dem was benötigt wird.
    Ich sehe da wenig Chancen für Dudweiler, was den Bereich Baumarktartikel und Elektrogeräte angeht. Das liegt daran, das Dudweiler von Baumärkten und Elektrodiscountern quasi „umzingelt“ ist. Und diese mit einem Einzelhandelsgeschäft, in Preis und Auswahl, zu schlagen halte ich für so gut wie unmöglich.
    Beispiel:
    Kunde im Einzelhandelsgeschäft „Ich suche Elektrogerät XY..haben sie das?“
    Inhaber „Habe ich nicht vorrätig könnte ich ihnen aber bestellen, das dauert 1-bis 3Tage und kostet dann Betrag YX“
    Kunde „Nö..da fahr ich lieber zu dem-und-dem da bekomme ich es sofort und es ist ausserdem noch soundsoviel billiger“
    Solange die Kunden Mobil sind, sind sie eben nicht mehr auf das örtliche Geschäft angewiesen. Holt ihnen die Autos und Motorräder weg und die lokalen Geschäfte haben wieder eine Chance *grins* 😉 Das gilt auch für Baumarkt und Klamotten..das gleiche Spiel, nur andere Ware.
    Deshalb bin ich auch auf dieses „Einzelhandel Reloaded“ gar nicht eingegangen.
    Ich habe mich gedanklich auf die Suche nach etwas ganz anderem gemacht und daher kommt auch der Artikel mit dem Mittelaltermarkt und der Musikszene usw.http://www.dudweiler-blog.de/2011/07/leerstande-in-dudweiler-%e2%80%93-eine-gegeninitiative-zur-belebung/887

    Ein Beispiel ist mir da gerade noch eingefallen.
    Im ehemaligen Stall der Villa Micka war zum Beispiel jahrelang eine Kneipe, die Lupe eben.
    Dementsprechend umgebaut und mit einem Hinweisschild das ein bißchen auf die Geschichte eingeht…wer weiß…vielleicht klappt das ja..

    Grüße 🙂
    Harald

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  4. Hans

    Lieber Harald,
    „Spaß an“bevor dein Puls auf 180 geht, ja ich bleibe bei meinen Wünschen bezüglich Geschäften. Ich hoffe du kaufst deine Sachen nicht im nur KIK und Feinkost Aldi?
    Ja und dein Mittelaltermarkt der hängt uns bzw dir wie ein Klette an.“Spaß aus“
    Aber irgendwie hast du mit einer 2000 Jahr Feier etwas verpeilt. Mir ist noch ganz schwach unsere 1000ter in Erinnerung. Biologisch werden wir beide wohl keine 2000er mehr erleben, dann schon eher deinen geliebten Mittelaltermarkt, was immer du dabei darstellen willst 🙂
    Ansonsten lass uns gemeinsam von einer tollen Dudweiler Zukunft schwärmen! Vlt bei einem realen Bier aus Dudweiler Gebräu?

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    1. Harald Groß

      Hallo Hans 🙂

      Das mit den 2000 Jahren hab ich ja schon erklärt. das war vielleicht Wunschdenken oder einfach nur ein Tippfehler..wer weiß.
      Das Bier läuft bei mir leider nicht mehr, aber man muß ja nicht unbedingt Bier trinken 😉
      Das ich an dem Mittelaltermarkt wie ne Klette hänge liegt einfach daran, dass es dafür eine richtig zahlreiche Klientel für so etwas gibt.
      Im August war im Deutsch-Französischen Garten sogar ein Drei-Tage Mittelalterevent mit Übernachtundsmöglichkeit und es war -wie im letzten Jahr- über alle drei Tage sehr gut besucht.
      Auf der Kirkeler Burg und auch in ein paar anderen
      Orten findet sowas mit steigenden besucherzahlen statt.
      Also..warum diesen Trend nicht für uns nutzen?
      (Vielleicht gibt es da sogar ordentliche Oberbekleidung) 😉 😉 😉

      Grüße 🙂
      Harald

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  5. Hans

    Harald, selbstverständlich darf es auch ein Met oder Wässerchen (Still, da es ja damals keine Kohlensäre gab) sein!
    Aber komm mir blos nicht in Kutte oder Ähnlichem. 🙂

    Noch etwas, glaubst du wirklich das Dudweiler in dieses Bermudadreieck DFG-Kirkler Burg-Dudweiler passt? *grins*

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  6. maz

    wenn alte vollidioten in einem rathaus als altertum gelten dann ja…………

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  7. Harald Groß

    Hallo 🙂

    Ich muß da wohl einen verständlichen Irrtum aufklären.
    Ich bin kein Fan von Mittelaltermärkten und Events. Ich renne auch nicht mit Kettenhemd, Schwert und Schild dort herum.
    Ich habe einfach nur festgestellt das es ein Trend ist der immer mehr Besucher anzieht und darin eine Möglichkeit gesehen wie man Dudweiler -abseits von Saarbrücken und den Sachen die es dort gibt- „relativ kurzfristig“ zu mehr Publikumsverkehr verhelfen könnte.
    Wenn momentan Origami-Meisterschaften ein Trend wären, hätte ich auch das vorgeschlagen 😉
    Was das Dreieck DFG-Kirkel-Dudweiler angeht…gute Idee Hans..so könnte man das nennen. Das „Saarländische Mittelalter-Dreieck“.*grins*
    Nur das wir dann den Vorteil hätten einen ständigen Markt zu haben während das woanders nur Events sind, die einmal pro Jahr stattfinden.

    Grüße 🙂
    Harald

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