Nach Besuch von OB Britz – Ein Ortstermin mit dem Ordnungsamt

Ein Beitrag von Harald Groß

Ich hatte es  am Mittwoch leider nicht zur Ortsbegehung geschafft, konnte aber beim anschließenden Treffen im Bürgerhaus anwesend sein. Wie schon berichtet,  nutzten die Bürger die Gelegenheit einige Problemfälle in Dudweiler anzusprechen. Dabei kam  zur Sprache,  dass vermehrt Müll und Sperrmüll in freier Wildbahn entsorgt wird. Außerdem scheint es zurzeit  mehrere illegale Pferdekoppeln in Dudweiler zu geben.  Ich war zuerst leicht verwirrt,- illegale Pferdekoppeln?  Was soll man sich darunter vorstellen?

Wie Bezirksbürgermeister Rodermann berichtete, gibt es anscheinend Mitbürger, die genug Dreistigkeit besitzen, sich einfach mal so städtisches Gelände anzueignen , dass ganze illegal mit Elektrozäunen einzugrenzen und dort dann ihre Vierbeiner abzustellen.  Spricht man die Besitzer auf die „Landnahme“ an, erntet man laut Herrn Rodermann nur ein Schulterzucken und den Satz „Ihr macht ja sowieso nichts mit dem Land“.

Dies geschieht vor allem in der Gegend zwischen Kalkofen- und Albertstraße , aber auch in der Nähe des Schidebornschachtes zwischen Dudweiler und der Wilhelmshöhe.

Ein großes Problem dabei ist, dass  einfach auf blankem Boden Haufen aus Pferdemist angelegt werden. Wie jedermann weiß, ist Pferdemist stark ammoniumhaltig  und verseucht von daher nachhaltig das Grundwasser in diesem Gebiet, wenn er nicht sach –und fachgerecht gelagert wird.

Nun kam es beim darauf  folgenden Ortstermin mit dem Ordnungsamt  rein zufällig dazu, dass einer dieser Leute unsere kleine Gruppe sah und direkt zu uns kam. Als er auf den illegalen Pferdemist angesprochen wurde, sagte er wörtlich „ Das ist nur ein wenig loser Mist, der von ein paar Pferden stammt, die ausgebrochen waren“.

Ich hatte diesen „ein wenig losen Mist“ wenige Minuten vorher fotografiert.  Sehen sie selbst…

Ein Beispiel für ein „ein wenig losen Mist“, der dort abgelagert wird

Dazu kommt noch, dass diese Leute sich nicht scheuen, eigens dort neu angepflanzte Birken –und Obstbäume zu fällen, damit sie ihren Mist auch gut verstecken können. Auch das habe ich in einigen Fotos festgehalten.

Beispiel für „einfach mal so“ gefällte Bäume

Und als wäre das nicht schon genug,  wird dann auch noch anderer Müll dort abgelagert. Von wem dieser Müll dort hingeworfen wird,  ist natürlich unklar. Aber es ist eindeutig zu sehen, dass ein Umweltverschmutzer andere nach sich zieht.

Hier ein Beispiel für Sondermüll in unmittelbarer Umgebung von „ein wenig losem Mist“ - Erst kürzlich wurden dort asbesthaltige Platten entfernt, alles auf Kosten der Steuerzahler!

Und damit wären wir schon bei dem nächsten Problem in dieser Gegend. Anscheinend hat es sich herumgesprochen, dass wildes Müll ablagern dort fast schon „normal“ ist. Denn nur wenige hundert Meter entfernt  trifft man direkt am Wegesrand zwischen Albert – und Kalkofenstraße auf folgendes Bild:

Pure Dummheit auf unsere Kosten! Solche Farbeimer kann man problemlos im „Gelben Sack“ kostenfrei entsorgen!

Als Folge der Ereignisse wird es jetzt wohl unumgänglich sein, dass der Weg zwischen Kalkofen –und Albertstraße mit einer Schranke oder einer anderen Maßnahme verschlossen wird, damit solche und ähnliche Sachen nicht mehr passieren. Dafür Bedanken kann man sich bei den Leuten, die zu dumm sind, einen gelben Sack zu befüllen!

Nachfolgend noch einige Beispiele für illegale Pferdekoppeln und Elektrozäune im Gebiet der Wilhelmshöhe. Auch hier gibt es keine sachgerechte Lagerung  des Pferde- oder Ziegenmistes, was eine Verschmutzung des Grundwassers nach sich zieht. Auf die Frage hin, warum man die illegal erbauten Zäune nicht einfach abreisst , wurde uns mitgeteilt,  dass dies aus gesetzlichen Gründen nicht so einfach möglich ist. Deshalb muss jetzt ein umständlicher, langwieriger, bürokratischer Prozess in Gang gesetzt werden, für dessen Kosten mal wieder der Steuerzahler in die Tasche greift. Das einfachste –und billigste-  wäre es,  wenn diese Leute Vernunft annehmen und ihre Tiere und Zäune dort wieder entfernen würden!

Abschließend bleibt nur noch die Frage, ob es wirklich nötig ist,  die ohnehin schon leeren Kassen,  den Geldbeutel der Bürger und die schon reichlich geschädigte Umwelt auch noch mit sowas zu belasten?

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2 Thoughts to “Nach Besuch von OB Britz – Ein Ortstermin mit dem Ordnungsamt”

  1. Hans

    Illegale Müllentsorgung ist und bleibt assozial! Egal wo.

    Aber die Pferdekoppeln auf der Wiese „In der Fröhn“ oder „Albertstraße“ die gabs es schon zu Zeiten meiner Kindheit (60er Jahre).
    Auch in den darauffolgenden Jahrzehnten waren dort immer „Pferdekoppeln“. Also ist das kein neuzeitlicher Effekt. Das unser „Bürgermeister“ da die Schulter zuckt ist schon lustig. Insbesondere hinsichtlich dahin, daß die Stadt Saarbrücken sonst nicht so lange fackelt und in Neubaugebieten z.b. dreimal Anliegerkosten fordert oder gleich mit Zwangsgeld droht wenn mal ein Baum in den „öffentlichen Verkehrsraum“ sein Äste streckt.
    Vielleicht sollte die Stadt es so machen wie aufm Friedhof:
    Zettel anbringen und bis dann und dann ist Alles zu beseitigen! Ansonsten Zwangsgeld.

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  2. Harald Groß

    Korrektur zu meinem Beitrag vom 22.August

    Leider ist es jetzt nicht mehr zu rekonstruieren, wie es dazu kommen konnte, aber offensichtlich ist mir in meinem Beitrag ein Fehler unterlaufen.
    Die von mir fotografierten Pferdekoppeln und Ziegenställe auf der Wilhelmshöhe sind demnach NICHT ILLEGAL sondern VOLLKOMMEN REGULÄR GEPACHTET !
    Von daher, möchte ich mich bei den Pächtern entschuldigen!!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Harald Groß

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