Krankenhaus Dudweiler: Holzauge sei wachsam!

Es sind die kleinen Wörter, die unbedacht eingestreut werden, aber bei einem aufmerksamen Leser die Alarmglocken schrillen lassen. So z.B. der jüngst in der Ärzte-Zeitung publizierte Artikel zum saarländischen Krankenhausplan, in dem über den „vorläufigen“ Erhalt der Dudweiler Frauenklinik berichtet wird.

Freier Zugang zum Krankenhaus St. Josef
Freier Zugang zum Krankenhaus St. Josef

Die Freude war groß, als der neue Krankenhaus-Plan veröffentlicht wurde und nicht wir vom Dudweiler Blog, sondern auch der Saarländische Rundfunk und die Saarbrücker Zeitung die frohe Botschaft vom Erhalt der Geburten-Fachabteilung in Dudweiler überbringen konnten.

Wie viel dieses politische Geschenk unseres Gesundheitsministers und des laut Ärzte-Zeitung „politisch gut vernetzten“ Krankenhausträgers cts letzlich wert ist, wird vielleicht schon die nahe Zukunft zeigen. Stutzig macht hier vor allem ein Beitrag in der „Ärzte-Zeitung“, der nach eigenen Angaben einzigen Tages-Zeitung für Mediziner in Deutschland.

Gewagte Formulierungen aus „gut unterrichteten Kreisen“?
Es ist wahrscheinlich nicht weit hergeholt, Journalisten, die sich täglich mit der Gesundheitspolitik auseinandersetzen, zu unterstellen, dass sie zu den gewöhnlich „gut unterrichteten Kreisen“ zählen, insbesondere wenn der Springer-Verlag dahinter steht – die Mutter Deutschlands größter Tageszeitung. Auf jeden Fall dürfte unbestritten sein, dass die Redakteure der Ärzte-Zeitung in gesundheitspolitischen Fragen wesentlich besser informiert sein werden, als wir „normale“ Dudweiler Bürger.

Wenn solch ein Medium dann von einer „vorläufigen“ Lösung spricht, die für Dudweiler gefunden wurde, darf man schon einmal fragen: War das jetzt Zufall – oder weiß da jemand mehr, als er im Moment schreiben darf?

Augen weiterhin offen halten
Im genauen Wortlaut heißt es in dem Bericht: „Dort [St. Theresia, Anm. d. Red.] sollte ursprünglich die Geburtshilfe konzentriert werden. Nun wird Dudweiler vorläufig doch seine Hauptfachabteilung mit einer schrittweise auf acht reduzierten Zahl von Betten behalten.“ (Quelle: aerztezeitung.de)

Egal ob „vorläufiger“ Zufall oder pure Absicht: Es heißt auf jeden Fall, Augen und Ohren offen zu halten in Dudweiler und sich weiter für das einzusetzen, was einem am Herzen liegt – in dem Fall unser „Dudweiler Kloschder“.

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