Leerstände … hässlich, aber nicht dramatisch

Über die Leerstände in Dudweiler wurde in der letzten Zeit viel und mit vielen Emotionen diskutiert. Zunehmender Leerstand in der Fußgängerzone, von Ausverkauf ist die Rede … aber ist es bei einem nüchternen Blick auf die Zahlen wirklich so? Das „Amt für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarkt“, namentlich Herr Hirschfelder, stellte uns freundlicherweise folgendes Zahlenmaterial zur Verfügung.

Einer der Leerstände, über die derzeit diskutiert wird - hier in der Trierer Straße
Einer der Leerstände, über die derzeit diskutiert wird - hier in der Trierer Straße

Die Zahlen wurden im Zeitraum 16. bis 30. Dezember letzten Jahres ermittelt, sind also noch recht aktuell. Beleuchtet wurde dabei das Gebiet Saarbrücker Straße, Beethovenstraße, Theodor-Strom-Straße, Alter Stadtweg; Scheidter Straße; Trierer Straße, Rathausstraße, Dudo-Galerie; erfasst wurden ausschließlich Leerstände im Erdgeschoß.

Dabei ergab sich (in der Kurzfassung) folgendes Bild:

Im Stadtzentrum befinden sich insgesamt 568 Objekte; davon 372 Wohnungen. Von den verbleibenden 196 Gewerbeobjekten stehen ganze 12 Stück leer … dies entspricht 6,12 %

Sechs Prozent Gewerbeleerstand im Zentrum von Dudweiler … nicht wirklich viel, oder?

Vielleicht ein Fehler der subjektiven Wahrnehmung, wir sehen nur das, was wir sehen wollen und übersehen dabei 44 Einzelhandelsgeschäfte; sieben Banken/Servicezentren; sechs Versicherungen; fünf Ärzte; vier Apotheken; zehn Handwerker, 76 Dienstleister und 26 Gastronomische Betriebe.

Sicher sind Leerstände im Zentrum Dudweilers vorhanden, aber die gibt es auch in St. Ingbert oder in der Europagalerie. Vermutlich werden sie dort nicht so wahr genommen wie bei uns, weil sie dort hübscher anzusehen sind?!?

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12 Thoughts to “Leerstände … hässlich, aber nicht dramatisch”

  1. Thomas Braun

    Es ist interessant, wie sehr subjektives Empfinden reellen Zahlen widersprechen kann. Man nimmt die Leerstände eher war als die anscheinend doch zahlreich vorhandenen Gewerbeansiedlungen. Muss hier vielleicht von den Händlern und Gewerbetreibenden mehr in die Außendarstellung investiert werden. Unsere Unterstützung haben sie jedenfalls…

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  2. Tobias Raab

    Hängt vielleicht auch zum einen daran, dass einige Leerstände an markanten Stellen sind, und dass man sich neue Leerstände evt. eher merkt, als gut laufende Geschäfte. Aber wie gesagt, es ist richtig schwierig, da die eigene Wahrnehmung an objektive Maßstäbe anzunähern…

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  3. Harald Groß

    Tag auch 🙂

    Ich glaube, dass die Leerstände so dramatisch gesehen werden, weil die meisten Besitzer es nicht für nötig halten, die Schaufenster und Türen einigermaßen blickdicht zu verkleiden. (Siehe Fotogalerie)
    Wenn der Laden nicht eingerichtet ist, sieht das ganze doch eher unschön aus und vermittelt den Eindruck von Verwahrlosung.

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  4. maz

    es ist schon ein unterschied ob 14 läden in ganz dudweiler verteilt zu haben oder innerhalb von 200 metern.
    wenn einem eine statistik nicht passt dann dreht man solange an den zahlen bis sie passt.

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  5. silvia becker

    da gab´s doch mal am Marktplatz ein Haushaltwarengeschäft. Wo ist das denn geblieben?

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  6. Hans

    Das wurde vor ca 3-4 Jahren geschlossen. Jetzt sind da auf den verschiedenen Etagen gemischte Gewerbe eingemietet.

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  7. Hans

    Bin außnahmsweise heute Vormittag mal durch die Saarbrückerstraße von Post zu Cafe Weber gefahren und gesehen, daß wieder ein Ladenlokal mehr (Frisör) an Ecke zur Rathausstr. leer steht. Wo ihr die 6,x % herhabt, bleibt wohl ein Rätsel.

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    1. Thomas Braun

      Der Umzug (keine Schließung glücklicherweise) war angekündigt. Es gab wohl Probleme mit dem Vermieter, wie WKW-Nutzer hier nachlesen können: http://www.wer-kennt-wen.de/forum/showThread/3meyiiv7f01h. Der Frisörsalon ist jetzt im Alten Stadtweg 10.

      Und zur Statistik: Das sind die offiziellen Zahlen des kompletten Zentrum-Bereichs – und ich vermute mal, wenn man das Zählgebiet nur weit genug ausweitet, kommt man irgendwann zu der geringen Prozentzahl. Leider hatten wir noch keine Zeit, einmal die Anzahl der Ladenlokale nur in der Saarbrückerstraße, Trierer und Rathausstraße zu zählen und das mit den Leerständen zu vergleichen. Denn die Zahl könnte wirklich erschreckend hoch sein. Wer also das nächste Mal im Dorf unterwegs ist, kann gerne einen Block mitnehmen und Strichliste führen. Mich würde das Ergebnis sehr interessieren…

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  8. Andreas Emmerich

    „Wie kommt man auf 6%?“ Nun, in dem man die Leerstände in einem sinnvollen Gebiet (hier: Saarbrücker Straße, Beethovenstraße, Theodor-Strom-Straße, Alter Stadtweg; Scheidter Straße; Trierer Straße, Rathausstraße, Dudo-Galerie; sprich: das Dorf) auswertet.

    Das ganze in noch kleiner Parcellen zu teilen macht wenig Sinn, da sonst die Statistik auf der anderen Seite aus dem Ruder läuft. Kleines Beispiel? „Alle gastronomischen Betriebe in der Kantstraße sind geschlossen, also 100%! Das ist ein Viertel der dort ansässigen Betriebe, es muss sofort etwas unternommen werden, um ein Aussterben der Kantstraße zu verhindern!“ Reele Zahlen, die Prozentauswertung stimmt auch rechnerisch … sie wurden eben nur in einem „blödsinnig“ zusammengestellten Gebiet erhoben … genauso wie man die „Fußgängerzone“ nicht losgelöst vom Alten Markt und sonstigen umliegenden Straßen betrachten kann …

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  9. Freddie

    Wär besser so, sonst wird Saarbrückens Stadtteil wieder belebter, wenn die einfach alles freigeben :-P!

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  10. Melanie Siegel

    Auffallend finde ich, dass die meisten Leerstände in der Saarbrücker Straße genau da sind, wo eben keine Fußgängerzone ist. Im Bereich zwischen Post und Beginn der Fußgängerzone ist der Leerstand extrem.
    Geparkte und fahrende Autos laden eben nicht zum Einkaufsbummel und zum Kaffeetrinken ein!

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  11. maz

    komisch
    in sulzbach funktioniert das.

    und im real auch……..

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