Pfarreienfaasenacht: Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder…

 

Am Samstag, dem 26. Februar 2011 war das Schützenhaus in Dudweiler wieder fest in weiblicher Hand. Die Närrischen Weiber der  Dudweiler Pfarreien hatten zu ihrer traditionellen Faschingssitzung – der 13. – geladen. In diesem Jahr unter dem Motto: „Ruck Zuck durch 5 Jahreszeiten“ – Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Fasenacht. 

Die närrischen Weiber eröffnen den Abend
Die närrischen Weiber eröffnen den Abend

Gut gelaunt ging es unter musikalischer Mitwirkung durch Heinz-Peter Weiland pünktlich um 20.11 Uhr im Schützenhaus zu Dudweiler los. Nach der Begrüßung durch die Sitzungspräsidentin Gertraud Rau stimmten die närrischen Weiber das Publikum auf den Abend ein. Als erstes präsentierten die Nelkenmäuse der KG Grüne Nelke ihren aktuellen Gardetanz. „Billigflieger“ Rene Unkelbach (Pastor St. Marien) hatte viel zur Weltpolitik und seinen Billigflugerlebnissen zu erzählen, wobei er auch gelegentlichen himmlischen Beistand  zu seinem Chef nach Rom erbeten musste. Himmlischen Beistand nicht nötig hatte hingegen Tanzmariechen Svenja Becker-Strauss vom HKV, die absolut fehlerfrei über die Bühne wirbelte.

Zwei Tramps, sieben Zwerge – aber nur ein „Meiersch Elfriede“ 

Als „Tramps von der Saar“ besangen Rita Baer und Ingrid Busch in einer musikalischen Reise unser geliebtes Saarland, bevor  Dagmar Montada alias Meiersch Elfriede der versammelten Narrhalla ihr Leid klagte. Dabei stellte sie fest, dass eine Verjüngungskur nicht immer von Vorteil ist: Plötzlich wird einem die Rente gestrichen, stattdessen bekommt man wieder Kindergeld.

Dass man das närrische Publikum auf der Bühne in ein musikalisches Märchen einbinden kann, zeigten in witziger Art und Weise Andrea Scherer, Uschi Irsch, Claudia Schmidt, Denise Hecktor, Siggi Dorscheid, Beate und Kathrin Gottfreund  in wohlbekannter Spiellaune als Schneewittchen (Diakon Franz-Josef Dobelmann) und die sieben Zwerge. Mit Wortverdrehern zu kämpfen hatten im Anschluss Hiltrud Böhm und Ingrid Grabowy.

Nicht nur ein optischer Leckerbissen: Fünf mit ännem ohne Hut...
Nicht nur ein optischer Leckerbissen: Fünf mit ännem ohne Hut...

 Die optischen Höhepunkte: Nackte Frauenbeine und singende Männer 

Einer der optischen Höhepunkte des Abends waren die tanzenden Füße von Beate und Kathrin Gottfreund, Monika Müllenbach, Denise Hecktor, Rosi Müller und Claudia Schmidt, die erst im ultravioletten Licht so richtig zur Geltung kamen. Anschließend ließen sich in einem humoristischen Feuerwerk die Tratschweiber „ess Käth unn ess Liss“, Uschi Irsch und Rita Baer, aus – und keiner, von Hinz bis Kunz, blieb dabei verschont.

Kurz vor der  Pause kamen endlich auch mal die Männer zu Wort. Als „Fünf mit ännem ohne Hut“ – (Richard Hecktor, Thomas Müller, Jürgen Montada, Mario Baltes und Axel Blauth) sangen sie „Trink doch äner mit, Ich trink dich heut schön und Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert“ und entließen die närrische Schar mit Humba Tätärä in die Pause.

Tanzende Clowns und Candy Girls gegen Zahnschmerzen 

Kaum Luft geschnappt, eröffnete Dagmar Montada die zweite Halbzeit mit einem bunten Medley, dem anschließend Claudia Schmidt, Andrea Scherer, Beate und Kathrin Gottfreund als Dudo Girls mit „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ folgten. Danach zog Rita Baer wie eh und je über die „Männerwirtschaft“ her. „Mann oh Mann, alles macht er durcheinander und nix macht er richtig“. Da blieben nur Männeraugen trocken.

Dass Clowns nicht nur Tölpel sein können, sondern sich bisweilen auch sehr grazil bewegen können, zeigten die närrischen Weiber in ihren adäquaten Kostümen. Weit weniger grazil dagegen Hiltrud Böhm, was man ihr aber nachsah – hatte sie doch mit argen Zahnschmerzen zu kämpfen. Das passiert, wenn man die Zahnpasta mit Sekundenkleber verwechselt.

Alle Akteure auf der Bühne beim großen Show-Finale
Alle Akteure auf der Bühne beim großen Show-Finale

Zum Finale durch fünf Jahreszeiten 

Beim großen finalen Showblock tauchten die Akteure des Abends noch einmal in verschiedenen Rollen auf, die von dem „Nummerngirl“ Katharina Neutzling durch die fünf Jahreszeiten begleitet wurden. Der Frühling brachte den Vögelein vom Titikaka See Tulpen aus Amsterdam, die in der Hexennacht von Bibi Blocksberg in die Vase gestellt wurden. „Es war Sommer“ hieß es anschließend, also Pack die Badehose und den Itsy-Bitsy Strandbikini ein, dann Ab in den Süden, um mit der Vuvuzela das Lied der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika zu zelebrieren.

Im Herbst sangen Antonia mit dem Pampelmusen und Aloisius mit der Harfe – Singing in the Rain, so dass beim Oktoberfest der Zillertaler Hochzeitsmarsch das „O’zapft iss“ übertönte. Als der Schnee fiel, der Mann im roten Kostüm sich als Nikolaus vorstellte, Miss Sophie und James statt Dinner for one beim Apres Ski auch noch „Schifoarn“ sangen, da war Winter.

Und schließlich war es soweit, S’is Fasenacht, Narrhalla Marsch, Tanzmariechen Rita Baer fuhr auf ihrem Hochstuhl ein, ließ die Beine nur so wirbeln und rutschte im kopfüberhängenden, einseitig gesprungenen Spagat mit Rückenwindpirouette zu Boden. Da wusste der einmarschierende Treue Husar, dass die Samba Königin aus Rio de Ja-flitscho (Ilonka Marx) zur Bühne schweben konnte.

Den Schlusspunkt eines stimmungsvollen, gelungenen Abends vor leider nicht ganz ausverkauften Rängen setzte Dagmar Montada, die für ihre traditionelle Dudweiler Hymne „Dudweiler Städtche“  noch einmal alle Akteure auf die Bühne holte. (Quelle: Axel Blauth/ Redaktion)

Die Helfer im Hintergrund:
Inspizienten: Barbara Müller, Eva Blauth, Deko – Bühnenbild: Hiltrud Böhm, Hella Betzholz

Bilder von der Pfarreienfasching am 26. Februar 2011 (Fotos: Thomas Braun)
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One Thought to “Pfarreienfaasenacht: Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder…”

  1. Thomas Braun

    Und so stand es in der Saarbrücker Zeitung vom 5. März:
    http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/sulzbachtal/Das-passiert-wenn-man-die-Zahnpasta-mit-Sekundenkleber-verwechselt;art2811,3662203

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